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Jahreskreis-Feste – Übersicht

31. Oktober – Samhain (auch Samuin oder Samain) … und wie es zu „Halloween“ kam.

Samhain Halloween - 31. Oktober

Das irische Wort Samhain bedeutet "Ende des Sommers".
Abgeleitet vom altirischen Wort "Samfuin" (Sam – Sommer,
Fuin – Sonnenuntergang / Ende), bezieht es sich auf den
1. November, nach keltischen Kalendern der Tag des Winteranfangs. Einen Herbst kannten die Kelten den Überlieferungen nach nicht, nur Sommer und Winter.

Die Aussprache des irisch-gälischen Wortes variiert bereits innerhalb Irlands (je nach Gegend) von "sow an" über "soow an" bis "sow ehn". Die geläufigste Aussprache ​klingt in etwa nach Sa-u-in.

Samhain ist das Fest der Toten.

In der Nacht auf den 1. November (oder klassisch am 11. Dunkelmond im ​Mondjahr), sind Überlieferungen zufolge die Tore zwischen den Welten der Lebenden und der Toten durchlässig.

Dies ermöglicht den verstorbenen Ahnen in dieser Nacht auf der Erde zu wandeln, um ihre Familie zu besuchen. Um ihnen den Weg zu leiten, stellte man Kerzen in den Fenstern auf und feiert ein Fest zu Ehren der Verstorbenen. Die Familie sitzt dafür bei einem Festmahl zusammen und es gibt gedeckte Plätze für die verstorbenen Familienmitglieder. Geschichten werden erzählt, es werden Erinnerungen geteilt – die Toten werden in den Worten der Anwesenden lebendig.

Um dem Aspekt des Toten-Festes etwas ruhigere und besinnlichere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, gedenkt man der Toten mit kleinen Kerzen. Traditionell nutzt man dafür halbe Walnuss-Schalen, die mit einem Docht und Wachs gefüllt zur Kerze gewandelt wurden. Diese lässt man dann in einer Schale Wasser schwimmen.

Beim Entzünden jedes Kerzen-Schiffchens nennt man den Namen und spricht einige tief im Herzen gefühlte Worte in die Flamme. Je ein Licht und einen persönlichen Gruß, für jeden wichtigen Vorfahren, jeden verstorbenen Angehörigen, jeden geliebten Menschen und auch für jedes geliebte Haustier.

Wenn diese nun durch die geöffneten Tore aus der Anderswelt zu uns herüber schauen, erreicht sie dieser liebevolle Gruß.

Über Geister und Orakel …

Auch Orakelspiele, in denen die Toten befragt werden, sollen an diesem Abend auf Grund der offenen Tore zwischen den Welten besonders von Erfolg gekrönt sein.

Vorsicht nur mit dem Beschwören von Geistern in dieser Nacht.
An dieser Stelle Goethes "Zauberlehrling" als Warnung:
„Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los.“

Warum verkleidet man sich zu Halloween?

Da einige Interpretationen der heidnischen Bräuche sagen, dass die Geister der Verstorbenen die in dieser Nacht offenen Tore keineswegs wohlwollend durchschreiten, sondern sich an den Lebenden rächen und ihnen Unheil bringen wollen, wurde es ein Brauch sich zu verkleiden.

Einerseits um von den Geistern nicht erkannt zu werden, andererseits um diese selbst zu erschrecken und so in die Flucht zu schlagen.

Samhain gilt auch als Hexen-Silvester.

Besonders in neuheidnischen Traditionen und im Hexentum wird dieser Abend als Abschluss der vergangenen 12 Monate gefeiert. Dies beruht wahrscheinlich auf dem alten (irischen) Brauch, am 31. Oktober alle Herdfeuer zu löschen, alte Dinge zu verbrennen und räuchernde Kräuterbündel durch Straßen und Häuser zu tragen, um alle negativen Energien der vergangenen 12 Monate zu vertreiben.

Danach wurde das Herdfeuer frisch entzündet und gesegnet – für die kommenden 12 Monate.

Um diesen alten Brauch zu einem modernen Ritual umzuwandeln, kann man beispielsweise passendes Räucherwerk entzünden und nach und nach "das vergangene Jahr" verbrennen – symbolisiert durch Holzstücke oder Ritualpapiere auf denen man die Dinge niedergeschrieben hat, von denen man sich in den kommenden 12 Monaten nicht wieder negativ beeinflussen lassen möchte. Sorgen, (Liebes-)Kummer, schlechte Angewohnheiten, etc.

Mit dem letzten Papierstück zündet man dann eine Kerze für das kommende Jahr an. Diese sollte aus natürlichem Wachs (Bienenwachs oder pflanzlichem Stearin) sein und mit einem passenden Segnungs-Öl 

für Glück und Freude in anziehender Weise geölt werden. (Hier klicken für weitere Informationen zum Ölen von Kerzen.)

Aus der Rübe wurde der Kürbis.

Ebenfalls aus Irland stammt wohl der Ursprung des Brauches, Kürbisse zum Halloween-Fest aufzustellen – auch wenn es ursprünglich wohl eine beleuchtete Rübe war.

Einer Sage nach fing dort ein Mann namens Jack Oldfield durch eine List den Teufel ein und hat ihn nur gegen das Versprechen freilassen, dass er "Jack O" fortan nicht mehr in die Quere kommen würde. Nach Jacks Tod kam er nach seinem Pakt mit dem Teufel natürlich nicht in den Himmel, aber auch in die Hölle durfte Jack nicht, da er dem Teufel ja dort begegnen würde. Der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit die unruhige Seele durch das Dunkel wandern könne.

Da in den USA eher Kürbisse als Rüben zur Verfügung standen, wurde dort stattdessen einen Kürbis ausgehöhlt, um der Sage gerecht zu werden. Dieser Kürbis ist seither als Jack O’ Lantern bekannt.

Die Kirche und das Halloween-Fest.

Papst Gregor IV verfügte im Jahre 837, dass – als Umwandlung des heidnischen Samhain – am 1. November als "Allerheiligen" (gefolgt von Allerseelen am 2.11.) ebenfalls die Toten geehrt werden sollten.

Da sich der Samhain-Gedanke aber nicht vertreiben lassen wollte, führten die Protestanten, in deren Zuständigkeit die keltischen Bräuche fielen, im 16. Jahrhundert "All Hallowed Evening" (kurz Hallowe’en) als christliche Feier ein.

Traditionell nutzt man dafür halbe Walnuss-Schalen, die mit einem Docht und Wachs zur Kerze umgewandelt wurden, und lässt diese auf einer Schale Wasser schwimmen.

Wann feiert man Samhain?

Dieses Fest ist ein Mondfest und kann entweder an dem kalendarischen Termin oder nach dem Mondkalender gefeiert werden.


Das Fest entspricht weitestgehend dem gallischen "Trinox Samonis", welches Überlieferungen zufolge
von den historischen Kelten in der Nacht zum 1. November gefeiert wurde. Im ehemals
germanischen Raum wurde es hingegen meist am 11. November gefeiert.

Einer andere Tradition folgend, feiert man dieses Mondfest zum 11. Dunkelmond im ​M​ondjahr.
(Hier geht es zum Artikel Berechnung der Jahreskreis-Feste nach Sonne und Mond)

 Berechnung der Jahreskreis-Feste nach Sonne und Mond

Dieser Beitrag ist Teil der Oktober-Ausgabe unseres
monatlich erscheinenden Online-Magazins.

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Dieses Produkt enthält Zutaten tierischer Herkunft (Filz mit Wolle) und ist daher nicht vegan. Lesen Sie mehr über unsere Produkte mit Zutaten tierischer Herkunft. Das Wollfilz-Beutelchen tauschen wir auf Wunsch gerne gegen ein Baumwoll-Beutelchen aus. Ein Hinweis im Bemerkungs-Feld der Bestellung genügt.

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Sonnenfeste und Mondfeste im Jahreskreis – variable Termine

Berechnung der Jahreskreis-Feste nach Sonne und Mond

Im Laufe des Jahres werden in Hexenkreisen insgesamt acht Feste im Jahreskreis gefeiert.
Diese unterteilen sich in die vier Sonnenfeste (Sommer-/Winter-Sonnenwende, Frühlings-/Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche oder -Equinox)
und die vier Mondfeste (Imbolc, Beltane, Lughnasadh und Samhain), die oft als die "großen" Jahreskreis-Feste bezeichnet werden.

Sonnenfeste

Die Sonnenfeste finden jeweils zum Beginn der vier Jahreszeiten statt und werden an diesen astronomischen Terminen gefeiert.
Die Tage sind fest definiert, die Sonne steht dann an bestimmten Punkten am Himmel.

Der Zeitpunkt der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche (Frühlings-Equinox) ist beispielsweise der Moment, an dem die Sonne den Himmelsäquator im Frühlingsspunkt passiert.

Weil das Sonnenjahr einige Stunden länger ist, als das kalendarische Jahr mit seinen genau 365 Tagen, verschieben sich die Zeitpunkte immer um einige Stunden.

Auf dem Kalender können sie daher im Datum (durch Datumsgrenzen und Schaltjahre etc.) etwas variieren.

In Mitteleuropa fällt die Sommersonnenwende beispielsweise meistens auf den 21. Juni. Ab 2020 wird sie aber manchmal bereits am 20. Juni stattfinden.

20. / 21. März – Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche (auch Alban Eiler)

20. / 21. Juni – Sommersonnenwende (auch Alban Heruin)

22. / 23. Sept. – Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche (Alban Elued / Mabon)

21. / 22. Dez. – Wintersonnenwende (auch Alban Arthuan)


Mondfeste

Die Mondfeste entsprechen etwa dem Höhepunkt der jeweiligen Jahreszeit. Klassisch werden Imbolc, Beltane und Lughnasadh zum Vollmond und Samhain zum Dunkelmond gefeiert.

Da die Berechnung nach dem Mondkalender nicht ganz einfach ist, werden auch die Mondfeste häufig an festgelegten Daten gefeiert. Sie werden dann allerdings meistens nicht mehr in der passenden Mondphase gefeiert, so dass die vorherrschenden Energien dadurch oft ganz andere sind.

Diese Entscheidung muss jeder mit sich selbst ausmachen. Wir empfehlen die Mond-Feste auch zu den passenden Monden zu feiern.

Die Zählung der Mondmonate beginnt am Tag nach dem ersten Dunkelmond des Jahres und endet mit dem nächsten Dunkelmond. Der Mondkalender hat also 13 Mondmonate mit jeweils 28 Tagen.

Wie man die Mondmonate berechnet:
Die Wintersonnenwende dient bei der Berechnung als Ausgangspunkt. Der zuletzt davor stattgefunden Dunkelmond trägt die 0, der darauf folgenden Vollmond ebenfalls.

Der erste darauf folgende Dunkelmond trägt die 1. Nun kann man alle Vollmonde und Schwarzmonde fortlaufend nummerieren.

Die Jahreskreis-Feste werden dann immer in der letzten Nacht vor dem jeweiligen Mond gefeiert.

1. Februar – Imbolc, Lichtmess
1. Mai (oder Maimond) – Beltain, Beltaine, Beltane

1. August (oder Erntemond) – Lughnasadh / Lammas / Schnitterfest

31. Oktober (oder 11. Dunkelmond im Mondjahr) – Samhain ("Halloween")

21. / 22. Dezember – Yule – Wintersonnenwende (auch Alban Arthuan)

Wintersonnenwende 21. / 22. Dezember

Im Moment der Wintersonnenwende steht die Sonne im Vergleich zu den Hintergrundsternen im sogenannten Winterpunkt. Schon steinzeitliche Kultstätten wie Stonehenge oder Ales Stenar erfassten diesen Zeitpunkt.

Die Sonnenwendfeste haben vor allem in den germanischen, nordischen, baltischen, slawischen und keltischen Religionen einen festen Platz.

Das Winterfest der vielen Namen …

Die Namen variieren etwas. Jul, Jule oder Jol, im Finnischen Joulu, im Estnischen Jõulud, im Englischen Yule und im Niederländischen Joel. Es ist unstrittig, dass das Wort Julfest bereits vor der Christianisierung in Gebrauch war.

Man kann das Fest auch mit seinem walisischen Namen "Alban Arthuan" ("Licht von Arthur") bezeichnen, passend zu den Namen "Alban Elued" für die Herbst-Tag-und-Nacht- Gleiche, "Alban Eiler" für die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche und "Alban Heruin" für die Sommersonnenwende.

Yule-Feste im Laufe der Zeit.

In welcher Form genau die Germanen und andere Völker in Nordeuropa die Wintersonnenwende feierten, ist nicht bekannt. Die wenigen Berichte stammen alle aus christlicher Zeit. Daher ist es schwierig, aus den knappen Quellen der altnordischen Literatur, ein konkretes Bild der verschiedenen Feste zu gewinnen.

Mittwinter im Neu-Heidentum.

Im nordisch-germanischen Neu-Heidentum und besonders im Jahreskreis der Hexen ist das Mittwinterfest ein wichtiges Fest im Jahr. Man bedient sich der überlieferten Volksbräuche und Traditionen, um die Julzeit und das Mittwinterfest angemessen zu feiern.

Die Rückkehr des Lichtes wird gefeiert.

Wer einen ganzen immergrünen Baum ins Haus holt, um ihn entsprechend zu schmücken, der sollte einen lebenden Baum mit Wurzeln wählen. Es geht bei dieser Handlung um das Ehren von Lebenskraft und Unsterblichkeit. Abgeholzte Bäume tragen diese Energie nicht - ganz im Gegenteil

Die Räume werden beispielsweise mit Immergrün von Eibe, Fichte, Tanne, Buchsbaum, Stechpalme, Efeu oder Wacholder geschmückt, denen man schützende und heilende Kräfte zuschreibt. Diese Äste oder zu Kränzen gelegten Ranken werden mit roten Winter-Beeren, Nüssen und Äpfeln verziert.

Der Yule-Scheit und der Julklotz.

Traditionell wird an diesem Tag auch der große Yule-Scheit aus Eichenholz angebrannt. Dieser soll nun zwölf Tage und Nächte brennen, um der Sonne Kraft für ihre Wiedergeburt zu spenden.

In anderen Traditionen erwärmten viele kleine Holzscheite das Festzimmer. Es mussten dabei immer so viele Scheite im Kamin liegen, wie es Familienmitglieder gibt.

Der Feuerschein vertrieb die bösen Geister und die Asche wurde nach den Feiertagen für Glück auf das Feld gestreut.

Wer keinen Kamin hat, und auch keinen Ort, um draußen ein Feuer anzuzünden, der kann auf Yule-Räuchermischungen zurückgreifen. Diese enthalten meist neben dem Eichenholz auch duftende, winterliche Kräuter und Hölzer.

Die Asche verteilt man vor der eigenen Haustür, damit jeder der das Haus betritt durch die Asche hindurch gehen muss.
Gäste begrüßt man dann mit den Worten:
"Tritt ein, bring Glück herein!"

Der Zeitpunkt der Sonnenwende kann auf den 21. oder 22. Dezember fallen

Die Wintersonnenwende fällt in der Mitteleuropäischen Zeitzone
gegenwärtig etwa gleich häufig auf den 21. und 22. Dezember.
Dies ist abhängig von der Lage des Jahres zum nächsten Schaltjahr.

Wer sich - wie manche Traditionen - nach dem Mond (statt nach dem astronomischen Ereignis)
richten möchte, feiert das Winterfest zum Yulemmond, also dem letzten Vollmond des Jahres.

In anderen Traditionen wird immer am 21. Dezember (also manchmal
einen Tag vor dem Datum der tatsächlichen Sonnenwende) gefeiert.

​2016     21. Dezember 11:44 Uhr
2017     21. Dezember 17:28 Uhr
2018     21. Dezember 23:23 Uhr

Dieses Fest ist ein Sonnenfest und wird an diesem festen Termin gefeiert.


1. Februar – Candlemass, Imbolc, Lichtmess

Imbolc Brigids Day - 1. Februar

Imbolc markiert eigentlich die Mitte des Winters, aber zugleich auch das erste zaghafte Erwachen der Natur. Zu diesem Jahreskreis-Fest feiert man also das Wiedererwachen des Lebens in der Natur und das Zunehmen des Lichtes im Leben.

Um dies zu symbolisieren, werden viele weiße Kerzen in Glaslaternen angezündet, um die Dunkelheit zu vertreiben und das wiederkehrende Licht und die damit ebenfalls wiederkehrende Stärke der Sonne zu begrüßen.

Es ist auch "Brig(h)id’s Day", der Festtag zu Ehren der Göttin Brighid / Brigid.

Sollten Sie auf dem Gebiet des Heilens arbeiten oder beruflich von Inspirationen abhängig sein, so ist dies der perfekte Tag, um einen entsprechenden Glücksbringer anzufertigen.

Brighid in ihrem dreifachen Aspekt (Jungfrau-Mutter-Alte), symbolisiert nicht nur die Ankunft des Frühlings (Brighid abgeleitet von bright / hell), sie gilt ebenso als die wichtigste Patronin der Heilenden und allgemein als Göttin der Inspiration ("Das Feuer der Inspiration”).

Diese keltischen Göttin von Heim und Herd beschützt die Familien und segnet Beziehungen. Sie ist die Göttin der Heiler, die Herrin der Fruchtbarkeit, die Vermittlerin zwischen den Welten. Sie gehört zu den alten Göttinnen Europas, die ungebrochen bis heute verehrt werden.

Brig(h)id wandert in dieser Nacht umher.

Eine zauberhafte Tradition ist es, in dieser Nacht weiße Seidenbänder mit Glöckchen ins Freie zu hängen, damit Brighid diese auf ihrer Wanderung weiht.

Diesen Bändern wird danach die Heilkraft Brighids zugeschrieben und sie eignen sich zur Verwendung in allen Ritualen, die mit Heilung, Genesung oder Stärkung des allgemeinen Befindens zu tun haben.

Die Bänder können auch über dem Bett eines Kindes aufgehängt werden, denn es heißt, dass Brighid sich schützend über jedes so verzierte Bettchen lehnt.

Über dem Bett eines Paares aufgehängt, segnet sie diesen Ort mit den Energien der Fruchtbarkeit und der Empfängnis.

Über dem Bett eines Kranken aufgehängt, begünstigt sie Genesung und Regeneration.

Das Licht vertreibt die Dunkelheit.

An diesem lichtvollen Feiertag reinigt man das Zuhause mit dem Licht (und ggf. Rauch) von allen negativen Energien und segnet und schützt es für ein Jahr.

Dafür stellt man die Kerzen auf der Fensterbank auf, als Symbol gegen die Dunkelheit, und lässt diese die ganze Nacht hindurch bis zum Morgengrauen brennen.

Am besten eignen sich hierfür große Teelichter mit einer Brenndauer von 8 Stunden. In jedem Raum sollte auf mindestens einer Fensterbank eine Kerze leuchten - besser noch auf jeder Fensterbank.

Darum herum streut man kleine Bergkristalle, die das Imbolc-Licht glitzernd vervielfachen. Die Kerzen müssen immer ganz herunterbrennen, die Kristalle dann das ganze Jahr über zum Schutz liegen bleiben. Im nächsten Jahr werden diese dann durch neue Steine ersetzt.

Alternativ streut man Salz um die Lichter herum, welches alle negativen Energien aufnimmt und am nächsten Tag entsorgt wird. Dieses Salz wird häufig noch mit Kräutern vermischt, die das Haus segnen und schützen.

Reinigender Rauch für die Räume …

Auch Reinigungsräucherungen werden an diesem Tag durchgeführt. So werden die alten Energien der dunklen Jahreszeit aus dem Haus zu vertrieben und es wird für neue, lichtvolle Energien Platz gemacht.

Dafür werden bei einbrechender Dunkelheit alle Räume mit dem Rauch einer reinigenden Räuchermischung gefüllt. Danach öffnet man alle Fenster einige Minuten lang.

Sobald der Rauch davon gezogen ist, die Fenster wieder geschlossen sind und die Dunkelheit ganz da ist, entzündet man die weiße Kerzen auf den Fensterbänken.

Wann feiert man Imbolc?


Dieses Fest ist ein Mondfest und kann entweder an dem kalendarischen Termin oder nach dem Mondkalender gefeiert werden.

Imbolc wird zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang gefeiert.
Heutzutage meist am 1. oder 2. Februar. Also entweder am 31. Januar
in den 1. Februar hinein oder am 1. Februar in den 2. Februar hinein.

Doch man muss davon ausgehen, dass die alten Völker nicht nach einem Kalender feierten, sondern
sich am Mond orientierten. Es wurde also mal früher, mal später gefeiert, entsprechend des Mondstandes.

Für diese Mondkalender-Berechnung entspricht Imbolc entweder dem Vollmond im Februar oder
anderen Traditionen zufolge dem zunehmenden Halbmond im Februar, also 7 Tage vor dem Vollmond.


20. März – Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche (auch Alban Eiler)

Fruehjahrs Tag und Nacht Gleiche Equinox 20. / 21. März

Der Hintergrund zu diesem Tag im Jahreskreis ist die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, also der Moment, an dem die Sonne den Himmelsäquator im Frühlingsspunkt passiert, womit der Beginn dieser Jahreszeit astronomisch definiert ist.

Es ist einer der zwei Tage im Jahr, an denen der lichte Tag und die Nacht gleich lang dauern. Danach sind die Tage erstmal länger als die Nächte.

Auch der Frühlingsanfang fällt auf den 20. März.

Sowohl weltliches als auch energetisches Aufräumen (z.B. Ausräuchern oder Reinigung mit magischem Essig), findet daher traditionell in den ersten Wochen des Märzes statt.

In manchen Gegenden werden zum Frühlingsanfang Strohpuppen verbrannt, um so symbolisch den "Herrn Winter" endgültig auszutreiben. Man feiert an diesem Tag den Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Bei einem fröhliche Frühlingsfest begrüßt man folglich den neuen Zyklus der Natur. Zuvor sollte der Frühjahrsputz beendet sein, da man sich danach wieder mehr dem Leben außerhalb des Hauses zuwenden möchte.

Ein etwas umstrittener Name ist "Ostara".

In neopaganen Glaubensrichtungen werden in dieser Zeit liegende Feste häufig als Ostara oder Ostarafest bezeichnet. Der Bezug auf eine germanische Frühlingsgöttin namens Ostara wurde von Jacob Grimm (1785–1863, "Die Gebrüder Grimm") hergeleitet. Als Quelle bezog sich Grimm dabei auf den angelsächsischen Mönch und Kirchenhistoriker Beda. Dieser erklärte die Herkunft des Wortes "Easter" (Ostern) mit einer früheren germanischen Göttin namens "Eostrae". In der Fachwissenschaft ist die Annahme einer germanischen Göttin Ostara umstritten.

Die Verwendung des romantischen Namens Ostara für ein Frühlings-Fest erfolgt daher bei seriösen Quellen zumindest ohne den Verweis auf eine Göttin.

"Alban Eiler" - "Licht der Erde"

Dies ist der walisische Name, der oft passend zu "Alban Elued" für die Herbst-Tag-und-Nacht- Gleiche, "Alban Heruin" für die Sommer- und "Alban Arthuan" für die Wintersonnenwende verwendet wird.

Dieses Fest ist kein ursprüngliches keltisches Fest.

Üblich sind das Schmücken des Hauses mit frischen Blumen und bunten Bändern sowie das Opfern von geflochtenen Kränzen in einem Feuer oder einem fließenden Gewässer.

Der Name des Festes und die damit verbundenen Bräuche verweisen auf die irisch-schottische Sagenfigur der Cailleach. Es ist der Tag an dem die Macht von der Wintermutter Cailleach zu der Frühlingsgöttin Bride übergeht.

Daher wurde wohl für die modernen heidnischen Frühlingsbräuche das schottische Fest "Latha na Cailliche" zum Vorbild genommen.

Die Natur sollte bei allen Ritualen eine Rolle spielen.

Die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche ist ein energetischer Meilenstein im Kreislauf der Natur. Alles steht in den Startlöchern, ist voller Tatendrang und in positiver Aufruhr. Bienen nehmen ihre Arbeit auf, Hummelköniginnen bilden neue Staaten, Blumen recken ihre Köpfchen aus der Erde.

Wir feiern die Wiedergeburt der Natur aus dem Todesschlaf des Winters und begrüßen die neue Kraft und die positive Energie, die sie uns jetzt schenkt.

Diese Energie kann man sich zu Nutze machen, indem man die Saat für eigene, persönliche Erfolge sät.

Spezielle Blumensamen in einem Zauber zu segnen und mit dem Wunsch nach eigenem Wachstum und Wohlstand anschließend in die Natur zu bringen, ist beispielsweise eine einfache rituelle Handlung, die auch mit Kindern Spaß macht.

Der Zeitpunkt des Equinoxes kann auf den 20. oder 21. März fallen

Nach dem Gregorianischen Kalender fällt das sogenannte "Primaräquinoktium"
in der Mitteleuropäischen Zeitzone im 21. Jahrhundert auf den 20. oder 21. März.
Dies ist abhängig von der Lage des Jahres zum nächsten Schaltjahr.
In den kommenden Jahren fällt es aber immer auf den 20. März.

2017 - 20. März - 11:29 Uhr
2018 - 20. März - 17:15 Uhr
2019 - 20. März - 22:58 Uhr


Dieses Fest ist ein Sonnenfest und wird an diesem festen Termin gefeiert.


Nacht auf den 1. Mai – Beltain, Beltaine, Beltane

Beltaine Maifeiertag 1. Mai oder Vollmond im Mai

Genannt nach dem keltischen Licht- und Feuergott Bel, ist dies ein kraftvolles Feuerfest mit Aufbruchstimmung! Volkstümlich ist Beltaine als Feuerfest überliefert, bei dem traditionell die Herden zur Segnung und Reinigung zwischen zwei Feuern hindurch getrieben wurden.

Beltaine steht für die Fruchtbarkeit der Erde nach dem Winter. Ein echtes Fruchtbarkeitsfest, nicht nur im Sinne der Fortpflanzung, sondern auch für Kreativität, Jobs, Ideen oder neue Beziehungen.

Tanz in den Mai!

In einigen Teilen Schwedens finden Frühlingsfeste an "Valborg" statt, an denen große Feuer entzündet werden und ganz ähnlich wie an Samhain verkleidete Kinder von Haus zu Haus ziehen. In Finnland heißt das Fest "Vappu", das Fest des Frühlings. Es wird nachweislich bereits seit dem Mittelalter gefeiert.

Auch wenn die heidnischen Wurzeln dieses Festes nicht mehr im Vordergrund stehen, so finden dennoch in der Nacht zum 1. Mai überall Mai-Feierlichkeiten statt.

Der Maibaum …

Ein Brauch, der in vielen Gegenden Deutschlands bis heute erhalten geblieben ist, dreht sich um den Maibaum. Am Maifeiertag (1. Mai) wird dafür auf dem Dorfplatz der Maibaum aufgestellt. Jedes junge Mädchen stiftet ein Seidenband, welches dann in einem Tanz um den Maibaum gewickelt wird. Jede Farbe hat dabei eine Bedeutung.

Die Birke als Liebesbotin.

Bei den verschiedenen Brauchtümern ist besonders bei den "Liebesmaien" noch eine rituelle Handlung zu erkennen.

An einer mit bunten Bändern geschmückten Birke wird ein sogenanntes Maiherz aus Birkenrinde angebracht. Auf den Maiherzen steht entweder der Name der/des Angebeteten oder ein Wunsch an den Maibaum nach einer neuen Liebe.

Rituale, Bräuche  und Traditionen

Über die zu Beltaine tatsächlich begangenen Rituale ist heutzutage wenig bekannt. Aus vorchristlicher Zeit liegen keine verlässlichen Überlieferungen vor. Dennoch gibt es einiges an Traditionen und Bräuchen in magischen Kreisen.

Elfentränen sammeln.

Die Tautropfen, die man am Morgen des ersten Mai von den Pflanzen sammelt, sollen ganz besondere Zauberkräfte haben. Sie werden häufig auch Elfentränen genannt. Besonders kraftvoll sind die von Maiglöckchen- oder Frauenmantel-Blättern gesammelten Tautropfen.

Die Idee des Maibaums wird oft aufgegriffen, um ein Wunschritual durchzuführen. Dafür wird auf lange Bänder aus sehr dünnem Papier (in der zum Wunsch passenden Farbe) jeweils ein Wunsch geschrieben.

Maibaum-Wünsche im Wind.

Diese Wunschbänder werden locker um die Äste einer jungen Birke geknotet, so dass der Wind sie davontragen kann. Als Opfergabe legt man einen kleinen Edelstein an den Fuß der Birke.

Kräuter und Blüten, die während des Beltaine-Festes gesammelt oder verarbeitet wurden, gelten als ganz besonders kraftvoll.

So fruchtbar wie die Natur …

Da es sich bei diesem Fest um ein Fest der Liebe und der Fruchtbarkeit handelt, sammelt man Pflanzen, die Venus oder dem Mond zugeordnet sind.

Diese werden anschließend zur Unterstützung von Wünschen und Ritualen bezüglich von Partnerschaft, Liebe, Kindersegen oder Eheschließung verwendet. Etwa als Räucherwerk, in einem speziellen Pulver oder auch in einem Glücks-Beutelchen für die Fruchtbarkeit.

Wann feiert man Beltaine?


Dieses Fest ist ein Mondfest und kann entweder an dem kalendarischen Termin oder nach dem Mondkalender gefeiert werden.

Viele neuheidnische Traditionen begehen Beltaine nicht nach dem Datum, sondern
nach dem Mondkalender. Danach fällt Beltaine - je nach Tradition - entweder auf
den 5. Vollmond nach dem Yulefest, auf den 5. Vollmond eines Jahres oder
generell auf den Vollmond im Kalendermonat Mai (Wonnemond).


21. Juni – Sommersonnenwende (auch Alban Heruin)

Sommersonnenwende 20. / 21. Juni

Zur Sommersonnenwende am 21. oder 21. Juni ist der astronomische Zeitpunkt des längsten Tages und der kürzesten Nacht des Jahres gekommen.

Von nun an wird der lichte Tag stetig kürzer und die dunkle Zeit nimmt zu. Diese Wende kennzeichnet eines der wichtigsten heidnischen Feste. Es ist eines der wenigen vorchristlichen Feste, welche zu feiern bis heute noch weit verbreitet ist.

Viele Namen und Traditionen.

Die festliche Zusammenkunft an besonderen Plätzen im Freien, zu großen Sommersonnenwend-Feuern, erfreut sich zum Glück noch immer großer Beliebtheit.

Im christlichen Sprachgebrauch findet man entsprechend den Johannistag mit seinen ganz eigenen (kirchlichen) Traditionen, während vorchristliche Riten einfach mit der Bezeichnung "Hexenfest" abgetan werden.

Sicher ist nur eines: Die Sonnenwende war schon in vorchristlicher Zeit ein bedeutendes Fest.

Ebenfalls häufig liest und hört man den walisischen Namen, der oft passend zu "Alban Elued" für die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche, "Alban Eiler" für die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche und "Alban Arthuan" für die Wintersonnenwende verwendet wird.

Schon die Namen für dieses Fest sind sehr verschieden. Vom geläufigen (astronomischen) Begriff Sommersonnenwende über Sonnenwendfest, Sonnenwendfeier, Mittsommerfest, Mittsommernacht hin zu dem unter Hexen und Heiden recht weit verbreiteten Begriff Litha (gesprochen "Litta").

Ein Fest der Lebensfreude und der Kraft

Im Mittelalter soll es am "Sunnwendfeuertanz" Sitte gewesen sein, bis zur Erschöpfung um das Feuer herum zu tanzen und zu springen. Die Bauern hofften, dass sich diese derart "geopferte" Lebenskraft der bevorstehenden Ernte zuwendet.

Wendepunkt und Veränderung.

Es ist der richtige Zeitpunkt, um Wünsche zu äußern. Dieses Fest soll einen Wendepunkt markieren, an dem wir mit vergangenen Dingen unseren Frieden schließen und der Zukunft optimistisch entgegensehen. Häufig werden symbolische Gegenstände oder mit Wünschen beschriebene Ritualpapiere ins Feuer geworfen.

Zum Wunsch gehört auch der Dank!

Jeder, der dem Feuer seine Wünsche zur Transformation übergeben hat, sollte hinterher auch ein Feueropfer darbringen. Etwa kleine Kränze aus getrockneten Blumen oder aus Kräutern, Girlanden gebastelt aus buntem Papier oder etwas Ähnliches. Ausgewählt mit Liebe, hergestellt mit den eigenen Händen!

Erst springen, dann Feiern.

Danach beginnt das Festmahl. Auch hier gilt: man sollte so viel wie möglich selber backen/kochen/herstellen. Kuchen und Wein (oder Traubensaft) sollten auf jeden Fall gereicht werden, ansonsten ist dieser Teil ganz dem eigenen Geschmack überlassen.

Paare springen dabei gemeinsam über das Feuer - das stärkt die Beziehung für ein (weiteres) Jahr.

Beim Sprung gilt für jeden, dass er/sie sich hierbei eine positive persönliche Veränderung wünschen sollte.

Wenn alle dann dem Feuer ihre Ehre erbracht haben, so ist es Zeit für den Sprung über das Feuer.

Amulette aus dem Feuer-Holz

Ein Stück am Sonnenwende-Feuer getrocknetes (und leicht angebranntes) Holz gilt noch heute als glückbringendes Amulett. Mit dessen Kohle-Seite wurden einst auch Schutzsymbole an Haus und Stall gezeichnet.

Der Zeitpunkt der Sonnenwende kann auf den 20., 21. oder 22. Juni fallen

Weil das Sonnenjahr knapp sechs Stunden länger ist, als das kalendarische Jahr mit genau 365 Tagen, verschiebt sich
der Zeitpunkt der Sonnenwenden in jedem Jahr, das kein Schaltjahr ist, um etwa sechs Stunden zu späteren Uhrzeiten.
In Mitteleuropa fällt die Sommersonnenwende meist auf den 21. Juni. Ab 2020 wird sie manchmal am 20. Juni sein.

2017 - 21. Juni - 06:24 Uhr
2018 - 21. Juni - 12:07 Uhr
2019 - 21. Juni - 17:54 Uhr
2020 - 20. Juni - 23:44 Uhr


Dieses Fest ist ein Sonnenfest und wird an diesem festen Termin gefeiert.


01. August – Lughnasadh / Lammas / Schnitterfest

Lughnasadh - 1. August oder Erntemond

Der Name Lughnasadh (oder auch Lugnasad, sprich: Luu-NA-sad oder Luu-NA-sa), bedeutet in der keltischen Sprache "Zusammenkunft im Namen des Lugh".

Lugh ist der keltische Sonnen-, Korn- und Erntegott, dem dieses Fest gewidmet ist. Der Mythologie nach ist er der Sohn oder Nachfolger des Licht- und Feuergottes Bel, nach dem Beltaine benannt ist. Er stirbt mit dem ersten Schnitt des Korns und kehrt bis zum Frühjahr zurück in sein Reich.

Zum Dank - und als Opfergabe für das kommende Jahr - lässt man traditionell einige Ähren auf dem Feld stehen oder gibt ihnen in Form eines daraus geflochtenen Kranzes oder eines Gesteckes aus verschiedenen Blumen, Gräsern und Getreidesorten einen Platz im Haus.

Der andere gebräuchliche Name dieses Augustfestes - Lammas - leitet sich wohl von altenglischen Hlaf-mass, neuenglisch "loafmass" (Laib-Messe) ab, weil dabei die ersten Brotlaibe aus dem neuen Getreide geopfert oder verzehrt wurden. Der dritte geläufige Name für dieses Fest, Schnitterfest, entstand, weil zu diesem Zeitpunkt die erste Kornernte geschnitten und eingebracht wurde.

Jetzt beginnt die Ernte.

Zu diesem Zeitpunkt feierte man in landwirtschaftlich geprägten Kulturen ein fröhliches Fest. Lughnasadh ist jedoch noch kein klassisches Erntedankfest mit der Fülle all der Früchte, wie es zum frühen Herbst gehört, sondern ein Fest der fruchtbringenden Sonne, der produktiven Erde, und der goldenen Ähren des reifen Korns.


Das Thema der Ernte lässt sich auf persönliche Themen übertragen.

Dabei arbeitet man verschiedene getrocknete Blumen, Gräser und Getreideähren ein, um durch diese bestimmten Energien einen besonderen Platz im Haus zu geben. Jede Pflanze steht dabei für einen anderen zu sichernden Aspekt.

Auch persönliche Erfolge können - wie die Ernte - energetisch "haltbar gemacht" werden. Während eines Rituals bindet man Kränze oder fertigt Gestecke an.

Auch Dankbarkeit kann rituell ausgedrückt werden.

Dafür kann man beispielsweise eine goldgelbe Kerze entzünden, in ihrem Licht selbstgebackenes Brot verzehren oder Getreideähren in einem Feuer rituell verbrennen. Man zeigt sich dankbar gegenüber der Natur oder den Göttern.

Man schätzt sich glücklich, genug zu essen zu haben und Wachstum erleben zu dürfen - sowohl weltlich, als auch spirituell. 

Die Natur wertschätzen.

Auch wenn Ernteopfer heutzutage altmodisch wirken und vielen nicht mehr erforderlich erscheinen - mit Brot und Mehl aus dem Supermarkt - so ist es doch ein schöner Anlass, um sich der Natur ganz bewusst zuzuwenden und dankbar zu sein, für alles, was man von ihr im Laufe des Jahres bekommt.

Wann feiert man Lughnasadh?

Dieses Fest ist ein Mondfest und kann entweder an dem kalendarischen Termin oder nach dem Mondkalender gefeiert werden.

In vielen Gegenden wird in der Nacht auf den 1. August (seltener auf den 2. August) gefeiert.
Andere Traditionen sehen für die Feier die Nacht des 8. Vollmond nach Yule vor,
da dieser einst den Beginn der Ernte kennzeichnete.


22./23. September – Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche (auch Alban Elued / Mabon)

Herbst Tag und Nacht Gleiche Equinox 22. / 23. September

Der Hintergrund zu diesem Tag im Jahreskreis ist der Moment, an dem die Sonne den Himmelsäquator im Herbstpunkt passiert, womit der Beginn dieser Jahreszeit astronomisch definiert ist.

Es ist einer der zwei Tage im Jahr, an denen der lichte Tag und die dunkle Nacht gleich lang dauern. Danach sind die Nächte erstmal länger als die Tage.

Energetisch ist es ein Zeitpunkt des Ausgleichs und der Harmonie.

An diesem Tag wird das Gleichgewicht zwischen Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit, zwischen Geburt und Tod der Natur hergestellt.

Ein Fest - viele Namen.

Dieses Fest wurde auch in Hexenkreisen lange Zeit schlicht als Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche oder als Herbst-Equinox bezeichnet. Doch im Vergleich zu den wohlklingenden Namen anderer Feiertage, wie Beltaine oder Samhain, war das manchen wohl zu sachlich.

Der Autor einiger bekannter Wicca-Bücher, Aidan Kelly, hat daher in den 1970er Jahren den Namen "Mabon" (gesprochen: MAY-bonn) für das Herbstfest ausgewählt.

So wie auch der Name "Litha" für die Sommer-Sonnenwende nicht besonders weit zurück reicht, sondern laut einiger Quellen eine Erfindung J. R. R. Tolkiens sein soll. "Mabon" ist ursprünglich eine Gestalt aus den keltischen Mythen, das Wort ist aus dem mittelalterlichen Walisisch.

Man kann das Fest auch mit seinem walisischen Namen "Alban Elued" ("Licht des Wassers") bezeichnen, passend zu den Namen "Alban Eiler" für die Frühlings-Tag- und-Nacht-Gleiche, "Alban Heruin" für die Sommer-Sonnenwende und "Alban Arthuan" für die Winter-Sonnenwende.

Dieses Fest ist kein ursprüngliches keltisches Fest.

In früheren Zeiten wurden um diesen Zeitpunkt herum jedoch immer schon Erntedank-Feste gefeiert. Die Feste waren dabei so unterschiedlich, wie die Ernte selbst. Es gab fröhliche Feste zur Weinlese und Weinernte, Kartoffelernte-Feste mit Kartoffel-Feuern, Apfelernte-Feste mit speziellen Bräuchen usw.

Den Göttern sei Dank.

Daher galt die letzte Garbe als heilig und ihre Vernichtung als unglücksbringend. Sie wurde entweder geschmückt an einem besonderen Platz aufbewahrt oder als Opfergabe auf dem Feld belassen. In diesen letzten Ähren konzentrierte sich der Geist des Kornes, wenn alles andere schon geerntet war.

In Irland wurden früher Schwangere über die zuvor mit Bändern und Blüten geschmückten letzten Ähren gehoben, damit sich Erd- und Menschenfrucht gegenseitig segnen.

Mit dem Erntedank verbanden sich Ehrerbietung und Besänftigung der Natur oder der Götter. Ein Teil der Ernte wurde stets rituell geopfert. Dabei galt den ersten Pflanzen, Ähren und Früchten besondere Aufmerksamkeit, ebenso wie den letzten Gaben der Natur. Diese wurden häufig auf den Feldern stehen gelassen, damit das nächste Jahr ebenfalls wieder fruchtbar werden möge.

Es ist die Zeit, um eine Bilanz für das Jahr zu ziehen.

Was hat man erreicht, welche Dinge im Leben sind abgeschlossen, welche möchte man noch weiterführen? Jetzt ist noch genügend Zeit, um nachzuholen, was bisher vielleicht noch nicht geklappt hat – damit man am Ende des Jahres dann mit sich selbst ganz und gar zufrieden sein kann.

Schutz und Segen für magische Haushalte.

Man dankt an diesem Tag den höheren Mächten für ihren Schutz und ihre Begleitung im vergangenen Jahr und erbittet Schutz und Begleitung für das kommende Jahr.

Schutzzauber, die den Haushalt vor den dunklen Energien der dunkleren Jahreszeit bewahren sollen, werden hergestellt und am höchsten Punkt des Hauses angebracht / aufbewahrt.

Außerdem werden magische Utensilien, wie Schutzamulette, Räucherkessel oder Hexenbesen, von alten Energien gereinigt und danach mit neuer (Schutz-)Energie aufgeladen.

In der Natur wird nun nicht mehr gesammelt.

Pflanzen und Kräutern für die magische Verwendung sollten nach der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche nicht mehr in größeren Mengen gesammelt werden. Alles was dann noch im Wald und auf den Wiesen steht, gehört der Natur, den Tieren … für den Winter.

Der Zeitpunkt des Equinoxes kann auf den 22. oder 23. September fallen

Nach dem Gregorianischen Kalender fällt das sogenannte "Sekundaräquinoktium"
in der Mitteleuropäischen Zeitzone im 21. Jahrhundert auf den 22. oder 23. September.
Dies ist abhängig von der Lage des Jahres zum nächsten Schaltjahr.

2017 - 22. September - 22:02 Uhr
2018 - 23. September - 3:54 Uhr
2019 - 23. September - 9:50 Uhr

Dieses Fest ist ein Sonnenfest und wird an diesem festen Termin gefeiert.


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Kategorie:
Die Jahreskreis-Feste

Dazu passend: unsere Jahreskreis-Zauber

  • Herbst-Equinox, Tag und Nacht Gleiche, Mabon, Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche

    Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche – Jahreskreis-Zauber (limitiert)

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    Die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche markiert den Herbstanfang.

    Der Hintergrund zu diesem Tag im Jahreskreis ist der Moment, an dem die Sonne den Himmelsäquator im Herbstpunkt passiert. Es ist einer der zwei Tage im Jahr, an denen der lichte Tag und die dunkle Nacht gleich lang dauern. Danach sind die Nächte erstmal länger als die Tage.

    Dieses Fest wurde auch in Hexenkreisen lange Zeit schlicht als Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche oder als Herbst-Equinox bezeichnet. Doch im Vergleich zu den wohlklingenden Namen anderer Feiertage, wie Beltaine oder Samhain, war das manchen wohl zu sachlich. Der Autor einiger bekannter Wicca-Bücher, Aidan Kelly, hat daher in den 1970er Jahren den Namen „Mabon“ (gesprochen: MAY-bonn) für das Herbstfest ausgewählt.

    Schutzzauber, die den Haushalt vor den dunkeln Energien der dunkleren Jahreszeit bewahren sollen, werden an diesem Tag hergestellt und am höchsten Punkt des Hauses angebracht / aufbewahrt. Außerdem werden magische Utensilien, wie Schutzamulette, Räucherkessel oder Hexenbesen, von alten Energien gereinigt und danach mit neuer (Schutz-)Energie aufgeladen.

    Dieses Ritual-Set enthält alle für das Ritual benötigten Zutaten.
    Unter anderem fünf verschiedene Schutzkräuter, einen geschmiedeten Eisennagel und weitere Schutzsymbole, ein Beutelchen, einen Runenstein, Ritualpapier, eine handgezogene Kerze, ein Räuchergefäß, Räucherkohle, Sand und eine ausführliche Anleitung.

    Zeitpunkt

    Nach dem Gregorianischen Kalender fällt das sogenannte „Sekundaräquinoktium“ in der Mitteleuropäischen Zeitzone im 21. Jahrhundert auf den 22. oder 23. September. Dies ist abhängig von der Lage des Jahres zum nächsten Schaltjahr. 2017 – 22. September – 22:02 Uhr.

    Dieses Fest ist ein Sonnenfest und wird an diesem festen Termin gefeiert, also am Abend des 22. September.
    Erst wieder im September 2018 erhältlich.

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