Oktober, der Monat der Ordnung
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Oktober, der Monat der Ordnung

Der zehnte Monat nach dem gregorianischen Kalender und der zweite Herbst-Monat, war der achte Monat des römischen Kalenders und verdankt seinen Namen so dem lateinischen Namen der Zahl Acht („okto“).

Da der letzte Tag dieses Monats in Hexenkreisen oft auch als Ende des Jahres gefeiert wird, denn in vielen Traditionen beginnt das Hexenjahr im November neu, nutzt man im Oktober die Energien der Neuordnung und des „in Ordnung Bringens“.

Am Ende des Jahres sollten alte Streitigkeiten beigelegt werden, man verabschiedet sich von ziellosen Liebeleien oder alten Gefühlen, Schulden müssen bezahlt oder eingetrieben werden und man macht „reinen Tisch“. So kann das neue Jahr unbelastet beginnen.

Der Oktober-Mond

Der Vollmond im Oktober wird auch Blutmond genannt.
Er erinnert an alles was vergehen musste, damit etwas anderes existieren kann. Die Energie lädt ein zum Innehalten und Gedenken. Rituale die mit den Ahnen, dem Tod oder der Transformation zu tun haben, werden vom Vollmond im Oktober begünstigt.

11.10. – Meditrinalia für Gesundheit und Glück

Die Meditrinalia waren ein altrömisches Weinfest, welches am 11. Oktober stattfand. An diesem Tag wurde der neue Most erstmals gekostet, nachdem zuvor ein Trankopfer (Libation) dargebracht worden war.

Der Name des Festes wurde von mederi („heilen“) abgeleitet, da man den neuen Most mit eingekochtem Most des Vorjahres vermischte und dem so gemischten und durch die Opfergabe gesegneten Wein besonders gesundheitsförderliche Wirkung zuschrieb. Er sollte so gegen alte und neue Krankheiten helfen.

Überlieferungen zufolge wurden dabei die folgenden Worte gesprochen: Novum vetus vinum bibo, novo veteri morbo medeor. („Ich trinke neuen und alten Wein, um von neuer und alter Krankheit geheilt zu werden.“

Und so ist es Brauch, an diesem Tag eine Flasche Wein oder Traubensaft zu teilen und einen Teil davon angemessen zu opfern. Aber unbedingt dran denken: Der größere Teil beim Teilen geht in das Trankopfer!

Dieser Anteil wird in der Natur an einem schönen (heiligen) Ort über passenden Objekt(en) vergossen, welche direkt auf den Erdboden liegen. Edelsteine oder Schmuckstücke bieten sich dafür besonders an. Dabei trinken die Anwesenden den Wein / Saft und wünschen sich gegenseitig Glück und Gesundheit.

Die Gegenstände können von den Teilnehmern der Libation danach ein Jahr lang als Talisman für Glück / Gesundheit verwendet werden. Zur nächsten Meditrinalia wird die Zeremonie dann wiederholt, um die Glücksbringer wieder für ein Jahr zu segnen.

Manche Überlieferungen sprechen diesen Brauch dem 3. Oktober zu, dem Tag des Dionysos (griechisch) bzw. Bacchus (römisch), der Götter des Weines und der Trauben, des Rausches und der Ekstase.

18.10. – Kartoffeltag und Kartoffel-Magie

Am 18. Oktober (Lukastag) brannten früher auf den Äckern die Kartoffelfeuer. Das welke Kartoffellaub wurde verbrannt und in der Glut wurden ganze Kartoffeln gegart. Ein Fest der Dankbarkeit und der Freude, für dieses wichtige Nahrungsmittel.

Auch in der Magie und in der sympathetischen Medizin werden Kartoffeln häufig verwendet, obwohl diese in Deutschland erst seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in größerem Maße angebaut werden und eigentlich aus Südamerika stammen.

Ein klassisches Beispiel ist das Vertreiben von Warzen.
Hierfür rieb man traditionell die Warze mit der Schnittfläche einer in der Mitte durchtrennten Kartoffel ab, verband diese danach mit einem rostigen Eisennagel wieder zur ganzen Knolle und warf diese Knolle an einen Ort, an dem „weder Sonne noch Mond scheinen“.
So wie die Kartoffel verrottet, so vergeht auch die Warze, hieß es.

Wer dies ausprobieren möchte, obwohl es doch sehr altertümlich klingt, sollte bitte auf den Eisennagel verzichten! Größere Tiere könnten die Kartoffel ganz verspeisen und den Nagel dabei verschlucken oder sich daran verletzen. 

Alternativ lässt man die Kartoffel an einem Ort verrotten, an dem sie keinem schadet (etwa unter einem umgedrehten Blumentopf) und entsorgt den Nagel später verantwortungsbewusst.

In diesem Monat findet auch einer der vier großen Feiertage des Jahreskreises statt.

Samhain wird meistens am 31. Oktober gefeiert. Das irische Wort „Samhain“ bedeutet „Ende des Sommers“. Abgeleitet vom altirischen Wort „Samfuin“ (Sam – Sommer, Fuin – Sonnenuntergang / Ende), bezieht es sich auf den 1. November, nach dem keltischen Kalender der Tag des Winteranfangs. Den Herbst kannten die Kelten den Überlieferungen zufolge nicht, nur Sommer und Winter.

Dieses Fest ist ein Mondfest und kann entweder an dem kalendarisch festgelegten Termin oder nach dem Mondkalender gefeiert werden. Dann feiert man zum 11. Dunkelmond im Mondjahr, in diesem Jahr also am 28.10. [ℹ]

Besondere Tage im Oktober

09. Oktober – Festtag der Göttin Fausta Felicitas [ℹ]
11. Oktober – Meditrinalia
12. Oktober – Festtag der Göttin Fortuna Redux [ℹ]
18. Oktober – Kartoffeltag
28. oder 31. Oktober – Jahreskreis-Fest Samhain

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