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Metalle in der Magie: Eisen

Eisen in der Magie

Metalle in der Magie: Eisen

Dies ist ein Teil unserer Serie „Metalle in der Magie“.
Wer sich für die Magie interessiert, wird früher oder später auf die sogenannten Korrespondenzen stoßen. Diese verbinden verständliche Dinge (Pflanzen, Formen, Steine, Planeten) oder Konzepte (Farben, Zahlen, Wochentage) mit den nicht greifbaren Aspekten oder Energien. Es heißt dann beispielsweise „Der Sonntag steht für die Sonne!“ Auch die verschiedenen Metalle besitzen entsprechende magische Zuordnungen. Und um beim Sonntag und der Sonne zu bleiben – beides wird später noch erklärt – führen wir diese neue Reihe über die Verwendung von Metallen in der Magie nach Kupfer, Silber und Gold nun mit Eisen fort.

Die sieben planetarischen Metalle der Antike

Die Verwendung von Metallen als magische Entsprechungen ist definitiv kein neues Konzept. In der Antike waren sieben Metalle bekannt, die später auch in der Alchemie eine besondere Rolle spielten: Kupfer, Gold, Silber, Zinn, Eisen, Blei und Quecksilber. Sie werden auch die sieben Metalle der Antike genannt. Die Alchemisten wiesen jedem der von ihnen verwendeten Metalle planetarische Entsprechungen zu. Auch hier kam die Zählung der „sieben Planeten“ dann mit späteren Entdeckungen etwas durcheinander.

Eisen in der Magie

Eisen gehört zu den interessantesten Metallen für die magische Arbeit, denn hier treffen gleich mehrere Bedeutungsebenen aufeinander. In der planetarischen Magie gehört Eisen zum Mars. In der Volksmagie begegnet es als Schutzmittel. Als Material für Nägel, Messer, Werkzeuge und Waffen steht es außerdem ganz unmittelbar für Festigkeit, Wehrhaftigkeit, Trennung und die Fähigkeit, etwas festzuhalten.

Die magische Verwendung von Eisen ist sehr alt. Bereits Plinius der Ältere beschrieb im 1. Jahrhundert n. Chr. verschiedene Anwendungen, die Schutz vor schädlichen Einflüssen versprachen. Mit Eisen sollte ein Kreis um einen Menschen gezogen oder ein spitzes eisernes Werkzeug dreimal um ihn herumgeführt werden. Noch ungewöhnlicher ist eine zweite Angabe: Nägel, die aus einem Grab gezogen worden waren, sollten in eine Türschwelle geschlagen werden und dort vor nächtlicher Bedrängnis schützen.

Schon hier zeigt sich, wie eng Eisen mit Schutz, Abwehr und dem Sichern von Grenzen verbunden wurde. Besonders auffällig ist dabei die Verwendung des Eisennagels an der Türschwelle, also genau an einem Übergang zwischen Innen und Außen.

Korrespondenzen

Einer der faszinierendsten Aspekte magischer Korrespondenzen ist, dass die energetischen Eigenschaften eines Gegenstandes häufig mit seinen greifbaren, physischen Eigenschaften übereinstimmen.

Bei Eisen lässt sich diese Verbindung besonders gut nachvollziehen. Eisen ist fest und widerstandsfähig. Daraus wurden Werkzeuge, Nägel, Klingen und Waffen hergestellt. Es kann etwas durchdringen, festhalten, trennen oder verteidigen.

Entsprechend wird Eisen in der Magie mit Kraft, Mut, Durchsetzungsvermögen, Widerstandsfähigkeit, Schutz, Abwehr und Abgrenzung verbunden.

Die klassische planetarische Entsprechung des Eisens ist der Mars. Heinrich Cornelius Agrippa zählt Eisen in seinem Werk „De occulta philosophia“ ausdrücklich zu den Dingen, die dem Mars unterstehen. Auch Feuer sowie scharfe und wehrhafte Dinge gehören bei ihm zu diesem Bereich. Bei der Beschreibung der planetarischen Tafel des Mars nennt Agrippa eine Eisenplatte oder ein Schwert als geeigneten Träger.

Zu den traditionellen Themen des Mars gehören Kraft, Mut, Kampfgeist, Entschlossenheit, aktive Verteidigung und Durchsetzungskraft. Dem Mars ist außerdem der Dienstag zugeordnet. Wer mit planetarischen Korrespondenzen arbeitet, kann Eisen deshalb besonders gut an einem Dienstag für entsprechende Rituale einsetzen.

Neben dieser planetarischen Zuordnung besitzt Eisen eine eigenständige Tradition als Schutzmetall. Besonders häufig begegnet es an Türen, Schwellen und anderen Grenzen.

Dabei unterscheidet sich die Symbolik des Eisens von vielen reinigenden Schutzmitteln. Salz, Wasser oder Räucherwerk können verwendet werden, um etwas zu reinigen oder Unerwünschtes zu entfernen. Eisen eignet sich besonders gut, wenn eine Grenze gesetzt und verteidigt werden soll.

Die Symbolik lässt sich recht einfach zusammenfassen:
Bis hierhin und nicht weiter!

Schutz und Abwehr

Eisen kann also überall dort eingesetzt werden, wo eine Grenze geschützt oder ein unerwünschter Einfluss abgewehrt werden soll.

Ein Eisennagel an der Schwelle der Eingangstür kann beispielsweise als Schutz für das Haus dienen. Er markiert symbolisch die Grenze zwischen dem eigenen Bereich und allem, was draußen bleiben soll. Negative Energien sollen diese Grenze nicht übertreten können.

Um einen Ritualplatz einzurichten, besonders einen temporären in der Natur, können vier kleine Eisenstücke an den vier Seiten des Platzes ausgelegt werden. Sie symbolisieren dann eine äußere Begrenzung und innere Konzentrierung.

Eisennägel

Unter den Gegenständen aus Eisen ist der Nagel für die magische Arbeit besonders vielseitig.

Ein Nagel durchdringt etwas, verbindet etwas und hält etwas fest. Dadurch kann ein Eisennagel neben Schutz und Wehrhaftigkeit auch für Fixierung, Begrenzung, Halt und Festsetzen stehen.

Bei einer Bannarbeit kann beispielsweise ein beschriftetes Papier mit einem Eisennagel fixiert werden. Die Handlung macht sichtbar, was symbolisch geschehen soll: Etwas wird festgesetzt.

In unserem Dunkelmond-Bannritual wird der Eisennagel durch den Bannbrief hindurch in die Erde geschlagen. Der Nagel hält das Papier und damit symbolisch das zu Bannende an seinem Platz, während das Papier in der Erde nach und nach vergeht.

Bei unserem Ritual „Der Wächter des Hauses“ übernimmt der Nagel dagegen eine andere Funktion. Dort bildet ein handgeschmiedeter Eisennagel das Rückgrat der Schutzfigur und steht für Halt, Standfestigkeit und Wehrhaftigkeit.

Hexenflaschen

Nägel, Nadeln und andere spitze Gegenstände finden sich auch in historischen Hexenflaschen.

Solche Gefäße sind besonders aus der frühneuzeitlichen britischen Schutzmagie bekannt. Die darin enthaltenen spitzen Gegenstände werden häufig als abwehrende oder festsetzende Bestandteile der Schutzhandlung interpretiert.

In einer heutigen magischen Arbeit kann ein Eisennagel innerhalb einer Hexenflasche entsprechend für Abwehr, Begrenzung oder Festsetzen stehen.

Geschmiedetes Eisen

Auch die Verarbeitung des Eisens kann Teil seiner magischen Bedeutung werden.

Beim Schmieden wird das Metall erhitzt und durch wiederholte Hammerschläge geformt. Feuer, Kraft und Ausdauer verändern das Ausgangsmaterial und geben ihm eine neue Form.

Handgeschmiedetes Eisen kann deshalb für Widerstandskraft, Standfestigkeit, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit stehen, unter Druck eine neue Form anzunehmen.

Gerade in Verbindung mit Mars passt diese Symbolik besonders gut.

Wenn Eisen rostet

Eisen besitzt noch eine weitere Eigenschaft, die sich magisch nutzen lässt: Es rostet.

Während intaktes Eisen für Stärke, Widerstand und Festigkeit stehen kann, eignet sich rostendes Eisen für Abbau, Vergehen, Loslassen und schrittweise Veränderung.

Ein Eisengegenstand kann dafür bewusst der Witterung ausgesetzt werden. Die zunehmende Veränderung des Metalls begleitet dann symbolisch einen längerfristigen Prozess.

Für Schutzarbeiten, bei denen Beständigkeit und Standfestigkeit im Mittelpunkt stehen, ist dagegen ein intakter Eisengegenstand passender.

Mut und Durchsetzungskraft

Durch die Verbindung mit Mars eignet sich Eisen auch für Rituale zu Mut, Entschlossenheit und Durchsetzungskraft.

Ein kleiner Eisengegenstand kann während eines Rituals auf dem Altar liegen oder anschließend als Erinnerung an einen gefassten Entschluss mitgeführt werden.

Ein Nagel eignet sich besonders gut, wenn ein Vorhaben symbolisch „festgemacht“ werden soll.

Weiterführende Beiträge

In einigen weiteren Beiträgen oder Produkten spielt Eisen eine Rolle.

Im Dunkelmond-Bannritual wird ein großer Eisennagel verwendet, um den Bannbrief in der Erde festzuhalten.

Beim Ritual „Der Wächter des Hauses“ bildet ein handgeschmiedeter Eisennagel das Rückgrat der Schutzfigur und steht dort für Stabilität, Standhaftigkeit und Schutz.

In unserer Mabon-Energie-Kerze verwenden wir einen handgeschmiedeten Eisennagel als Schutzsymbol.

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Metalle in der Magie

Gold in der Magie

Gold in der Magie

Metalle in der Magie: Gold

Dies ist ein Teil unserer Serie „Metalle in der Magie“.
Wer sich für die Magie interessiert, wird früher oder später auf die sogenannten Korrespondenzen stoßen. Diese verbinden verständliche Dinge (Pflanzen, Formen, Steine, Planeten) oder Konzepte (Farben, Zahlen, Wochentage) mit den nicht greifbaren Aspekten oder Energien. Es heißt dann beispielsweise „Der Sonntag steht für die Sonne!“ Auch die verschiedenen Metalle besitzen entsprechende magische Zuordnungen. Und um beim Sonntag und der Sonne zu bleiben – beides wird später noch erklärt – führen wir diese neue Reihe über die Verwendung von Metallen in der Magie nach Kupfer und Silber mit Gold fort.

Die sieben planetarischen Metalle der Antike

Die Verwendung von Metallen als magische Entsprechungen ist definitiv kein neues Konzept. In der Antike waren sieben Metalle bekannt, die später auch in der Alchemie eine besondere Rolle spielten: Kupfer, Gold, Silber, Zinn, Eisen, Blei und Quecksilber. Sie werden auch die sieben Metalle der Antike genannt. Die Alchemisten wiesen jedem der von ihnen verwendeten Metalle planetarische Entsprechungen zu. Auch hier kam die Zählung der „sieben Planeten“ dann mit späteren Entdeckungen etwas durcheinander.

Gold in der Magie

Gold, das in vielen Kulturen als Metall der Könige und der Götter galt, ist ein Symbol für das Höchste, das Reine und das Göttliche. Seine spirituelle Bedeutung ist so vielschichtig wie seine Geschichte lang ist. In der Energiearbeit wird es als kraftvolles Werkzeug für Transformation, Heilung und Schutz verwendet.

Gold wurde als Geschenk der Erde an die Menschheit empfunden. Seine frühe Verwendung in sakralen Gegenständen und Tempeln zeugt von seiner tiefen spirituellen Bedeutung. Goldene Artefakte, die in alten Gräbern und an rituellen Stätten gefunden wurden, zeugen von einer Bedeutung, die weit über den materiellen Wert des Goldes hinausging.

Korrespondenzen

Einer der faszinierendsten Aspekte magischer Korrespondenzen ist, dass die energetischen Eigenschaften eines Gegenstandes häufig mit seinen greifbaren, physischen Eigenschaften übereinstimmen.

In der Welt der Technik und der Wissenschaft wird Gold wegen seiner geringen Reaktionsfreudigkeit geschätzt. Es ist sehr korrosionsbeständig und besitzt eine hohe elektrische Leitfähigkeit. Deswegen wird Gold in der Elektrotechnik zur Beschichtung von Kontakten verwendet.

Passend dazu wird Gold in der Magie als Metall der Reinheit und der unveränderlichen Energie verwendet. Seine Fähigkeit, nicht zu oxidieren, spiegelt seine magische Zuschreibung wider, als Symbol für unvergängliche, ewige Aspekte des Lebens und der spirituellen Beständigkeit zu stehen. In der magischen Praxis wird Gold eingesetzt, um die Reinheit der Absicht zu bewahren und die Klarheit des Geistes zu fördern. Es dient als greifbares Sinnbild für die ursprüngliche Essenz seines Trägers und kann die Übertragung von Intentionen und Wünschen verstärken.

Die hervorragende elektrische Leitfähigkeit von Gold korrespondiert in der Energiearbeit mit seiner Fähigkeit, als spiritueller Leiter zu fungieren. Es wird angenommen, dass Gold die Energieübertragung zwischen den physischen und metaphysischen Ebenen erleichtert, ähnlich wie es elektrische Ströme in der Technik leitet. Diese Eigenschaft macht es zu einem bevorzugten Material für Rituale, die auf Manifestation, Heilung und Schutz abzielen.

Goldene Amulette und Talismane werden getragen, um die persönliche Energie zu stärken. Darüber hinaus wird Gold in der Magie verwendet, um spirituelle Botschaften zu verstärken und die Verbindung zum Göttlichen zu intensivieren. Es wird angenommen, dass Gold die Fähigkeit hat, die Kommunikation mit höheren Bewusstseinsebenen zu erleichtern und die spirituelle Weisheit zu erhöhen. In der Alchemie symbolisiert Gold das Erreichen des höchsten geistigen Zustands, der mit der Sonne assoziiert wird – der höchsten Quelle des Lichts und Lebens.

So wie Gold in der Technik für seine Beständigkeit und Leitfähigkeit geschätzt wird, wird es auch in der spirituellen Praxis für seine Fähigkeit verehrt, die höchsten Ziele der menschlichen Seele zu reflektieren und zu unterstützen. Es ist ein Metall, das nicht nur wegen seines materiellen Wertes, sondern auch wegen seiner umfassenden symbolischen und energetischen Bedeutung geschätzt wird.

Die Kraft des Goldes

Gold wird in der Energiearbeit für seine reinigenden und energetisierenden Eigenschaften geschätzt. Es wird angenommen, dass es die Aura stärkt, die spirituelle Schwingung erhöht und die Verbindung zu kosmischen Energien erleichtert. Die Kraft des Goldes liegt auch in seiner Fähigkeit, als Katalysator für persönliche Transformation zu dienen, indem es hilft, das physische Selbst mit dem höheren Bewusstsein zu verbinden. Es ist ein Symbol für geistige Reinheit, das in vielen Kulturen verwendet wird, um die Seele zu erleuchten und Weisheit zu erlangen.

Erhöhung

Goldene Ritual-Objekte werden verwendet, um die Ziele des Praktizierenden zu klären und zu verstärken. In der praktischen Magie kann Gold beispielsweise in Form von Blattgold für Rituale oder zur Veredelung von Altarwerkzeugen verwendet werden, um die Absichten zu verstärken und die Wirkung der anderen magischen Komponenten zu erhöhen. Es wird auch in der Herstellung von magischen Tinkturen und Elixieren verwendet, wobei seine Energie als Katalysator für Transformation und Veredelung dient.

Goldene Gegenstände, wie Schmuck oder Amulette, werden oft auf einem Altar platziert oder während der Durchführung von Sonnenritualen getragen, um die Verbindung zur Sonnenenergie zu stärken. Diese Praktiken können darauf abzielen, die persönliche Ausstrahlung zu erhöhen, Führung und Inspiration zu finden oder die eigene Vitalität zu stärken, da auch diese mit der Sonne verbunden ist.

Für Kraft und Regeneration

In Ritualen wird die sonnengleiche Energie des Goldes mit Regeneration, Vitalität und neuer Lebenskraft verbunden. Goldfarbene Gegenstände, Kerzen oder Symbole können verwendet werden, um diese Themen sichtbar in eine Handlung einzubinden.

Sonnenwasser

Die Verbindung zwischen Gold und der Sonne wird auch in der Herstellung von Sonnenwasser gesehen, einem Ritual, bei dem Wasser in einem goldfarbenen Gefäß dem Sonnenlicht ausgesetzt wird, um eine kraftvolle Flüssigkeit zu schaffen, die die Essenz der Sonnenenergie in sich trägt. Dieses Sonnenwasser kann anschließend zur Reinigung von Räumen, für Heilrituale oder als Bestandteil magischer Essenzen verwendet werden.

Goldene Sonnenenergie

In der Meditation und Visualisierung wird Gold als eine visuelle Brücke zur Sonne eingesetzt, um das dritte Auge zu öffnen und das Bewusstsein zu erweitern. Die Vorstellung von goldenem Licht, das den Körper durchflutet, kann dabei helfen, Blockaden zu lösen und die innere Weisheit zu aktivieren. Es wird auch berichtet, dass Gold die Fähigkeit hat, die Energie der Sonne einzufangen und zu speichern, sodass man diese später in Ritualen verwenden kann, auch wenn die Sonne nicht scheint.

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Metalle in der Magie

Silber in der Magie

Silber in der Magie

Metalle in der Magie: Silber

Dies ist ein Teil unserer Serie „Metalle in der Magie“.
Wer sich für die Magie interessiert, wird früher oder später auf die sogenannten Korrespondenzen stoßen. Diese verbinden greifbare Dinge (Pflanzen, Formen, Steine, Planeten) oder Konzepte (Farben, Zahlen, Wochentage) mit nicht greifbaren Aspekten oder Energien. Es heißt dann etwa „Der Sonntag steht für die Sonne!“. Auch allen Metallen sind diese Korrespondenzen zugeordnet. Nach Kupfer und Gold führen wir diese Reihe über die Verwendung von Metallen in der Magie mit Silber fort.

Die sieben Edelmetalle der Antike

Die Verwendung von Metallen als magische Entsprechungen ist definitiv kein neues Konzept. In der Antike waren sieben Metalle bekannt, die später auch in der Alchemie eine besondere Rolle spielten: Kupfer, Gold, Silber, Zinn, Eisen, Blei und Quecksilber. Sie werden auch die sieben Metalle der Antike genannt. Die Alchemisten wiesen jedem der von ihnen verwendeten Metalle planetarische Entsprechungen zu. Auch hier kam die Zählung der „sieben Planeten“ dann mit späteren Entdeckungen etwas durcheinander.

Silber in der Magie

Silber, das Metall des Mondes und der nächtlichen Weisheit, ist ein Symbol für das Klare, das Behütende und das Empfangende. Seine spirituelle Bedeutung ist so vielschichtig, wie seine Geschichte alt ist. In der Energiearbeit wird es als feines, doch wirksames Werkzeug für Schutz, Reinigung und die Vertiefung der Wahrnehmung verwendet.

Silber wurde nicht nur als Werkmetall gewonnen, sondern auch für Gegenstände mit besonderer Bedeutung verarbeitet, wenn ein helles und dauerhaftes Material gebraucht wurde. Seine frühe Verwendung in kultischen Gefäßen und rituellen Geräten zeugt von seiner besonderen Stellung im sakralen Bereich. Silberne Objekte, die in Gräbern und an heiligen Stätten entdeckt wurden, sprechen von einer Verehrung, die weit über das Materielle hinausgeht.

Korrespondenz

Einer der interessanten Punkte bei magischen Korrespondenzen ist, dass die zugeschriebenen Wirkungen oft an etwas Greifbarem festgemacht werden. Bei Silber liegt das nahe. Das Metall leitet Strom ausgesprochen gut und seine Oberfläche spiegelt Licht kühl und klar. In magischen Systemen wird das so aufgegriffen, dass Silber für Arbeiten genommen wird, die ordnen, klären und schützen sollen, nicht für solche, die möglichst viel Energie nach außen bringen.

Die gute Leitfähigkeit wird dabei sinnbildlich verstanden. Silber nimmt Eindrücke schnell auf und gibt sie weiter, ohne sie zu verfälschen. Deshalb wird es gern bei Ritualen verwendet, die Wahrnehmung, Intuition oder Traumarbeit unterstützen. Gleichzeitig gilt Silber als metallischer „Filter“. Es soll anzeigen, was von außen kommt, und verhindern, dass Fremdes unbemerkt im eigenen Feld bleibt. Dass Silber anlaufen kann, passt dazu. Es zeigt, dass etwas haften geblieben ist und dass eine Reinigung sinnvoll ist.

Silberne Amulette, Anhänger oder kleine Silberkugeln werden deshalb getragen oder am Altar platziert, um das eigene Energiefeld ruhiger zu halten und äußere Projektionen nicht aufzunehmen. In manchen Traditionen kommen silberne Schalen oder Löffel bei gereinigtem oder im Mondlicht vorbereitetem Wasser zum Einsatz, weil Silber auch im Alltag Flüssigkeiten lange klar hält. Diese praktische Eigenschaft wird rituell weitergeführt.

In der alchemistischen Symbolik steht Silber für das Mondprinzip, für Reinigung und für eine geordnete innere Situation. Es markiert nicht den Endpunkt einer Entwicklung, sondern die Stufe, in der Wahrnehmung zuverlässig geworden ist. Genau deshalb wird Silber in der heutigen Ritualpraxis geschätzt. Es wirkt nicht über Dominanz, sondern über Klarheit. So wie es handwerklich wegen seiner Leitfähigkeit eingesetzt wird, wird es in der Magie genutzt, um Räume zu schützen, Eindrücke sichtbar zu machen und sensible Prozesse zu stützen.

Die Kraft des Silbers

Silber wird in der Energiearbeit vor allem genutzt, um zu klären, zu schützen und die Wahrnehmung zu bündeln. Es soll das eigene Feld ordnen, fremde Eindrücke abschwächen und den Zugang zu Intuition, Traumarbeit und Mondritualen erleichtern. Man versteht Silber oft als Metall für Reinheit im Sinn von „frei von Fremdem“. Es hilft, Eindrücke zu spiegeln und nur das zu behalten, was für die aktuelle Arbeit gebraucht wird.

Klärung

Ritualgegenstände aus Silber machen eine Absicht nicht lauter, sondern eindeutiger. Versilberte Schalen, Kerzenhalter oder kleine Silberplättchen halten die Energie im Ritual und lassen weniger Störungen zu. Auch silberne Kugeln oder in Beutel eingenähte Silberteile werden so verwendet, wenn etwas wirken soll, ohne Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die Aufgabe von Silber ist hier nicht Verstärkung, sondern Abschirmung und geordnetes Halten.

Silber am Körper

Amulette, Anhänger und Ringe aus Silber werden gern bei Mondarbeiten getragen oder auf den Altar gelegt, weil sie zu den Themen Nacht, Wasser, Zyklen und Regeneration passen. Viele Steine werden bewusst in Silber gefasst, weil Silber die Wirkung des Steins nicht überlagert. Das Metall hält die Information näher am Körper und dämpft störende Einflüsse aus der Umgebung. Das ist besonders sinnvoll bei Steinen für Schutz, Intuition, Schlaf oder Traumarbeit.

Schutzarbeit

In der Schutzmagie gilt Silber als spiegelndes Metall. Es soll anzeigen, was nicht ins eigene Feld gehört, und genau das draußen lassen. Kleine silberne Amulette oder Silberkugeln können auf diese Aufgabe geweiht werden. Da Silber sichtbar reagiert, wenn es lange getragen oder oft rituell benutzt wurde, werden solche Stücke regelmäßig gereinigt, damit die Schutzfunktion erhalten bleibt.

Silberne Mondenergie

In Meditation und Visualisierung wird oft mit silbrigem Licht gearbeitet, weil diese Lichtfarbe als ruhig, schützend und zugleich durchlässig gilt. Sie soll von äußeren Eindrücken ablenken und den Fokus nach innen holen, ohne die Wahrnehmung ganz zu schließen. Deshalb wird silbriges Licht gern eingesetzt, wenn Botschaften, Träume oder intuitive Eindrücke besser wahrgenommen werden sollen. Häufig wird dafür ein echter Silbergegenstand verwendet, der zuvor über Nacht im Mondlicht lag. In vielen magischen Richtungen geht man davon aus, dass Silber Mondqualität gut aufnehmen und für eine Weile halten kann. Das hat einen praktischen Vorteil. Die Übung kann auch tagsüber, im Innenraum oder bei bedecktem Himmel gemacht werden, weil die zuvor gespeicherte Mondenergie über den Silbergegenstand wieder in die Arbeit hineingeholt wird.

Mondwasser mit Silber

Mondwasser ist die magische Alternative zum kirchlichen Weihwasser. Man kann damit zum Beispiel Steine oder rituelle Gegenstände reinigen oder segnen. 

Um es herzustellen, befestigt man in einer klaren Vollmondnacht eine kleine weiße Kerze in der Mitte einer durchsichtigen Glasschale und füllt diese dann mit destilliertem Wasser. Die Kerze soll etwa zur Hälfte herausschauen. In das Wasser legt man Gegenstände aus reinem Silber, beispielsweise Ketten, Amulette oder Anhänger.

Für diese Schale sucht man dann einen Platz, an dem das Mondlicht auf die Wasseroberfläche scheint. Dann zündet man die Kerze an, spricht einige segnende Worte oder formuliert einen Wunsch und überlässt dem Mond dann den Rest der Arbeit. 

Die Kerze erlischt, sobald sie auf die Wasseroberfläche trifft. Nun ist das Wasser aufgeladen, darf aber weiter im Mondlicht stehen. Man muss es jedoch noch bevor die Sonne aufgeht in eine Flasche füllen und diese an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. Mondwasser sollte niemals im Sonnenlicht stehen und möglichst auch nur in nächtlichen Ritualen verwendet werden. Das Mondwasser ist leider nicht sehr lange haltbar, also bald verwenden!

Mondwasser Herstellung

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Metalle in der Magie

Kupfer in der Magie

Kupfer in der Magie

Metalle in der Magie: Kupfer

Dies ist ein Teil unserer Serie „Metalle in der Magie“.
Wer sich für die Magie interessiert, wird früher oder später auf die sogenannten Korrespondenzen stoßen. Diese verbinden greifbare Dinge (Pflanzen, Formen, Steine, Planeten) oder Konzepte (Farben, Zahlen, Wochentage) mit nicht greifbaren Aspekten oder Energien. Es heißt dann etwa „Der Freitag steht für die Liebe!“. Auch allen Metallen sind diese Korrespondenzen zugeordnet. Und um beim Freitag und der Liebe zu bleiben – beides wird später noch erklärt – beginnen wir diese neue Reihe über die Verwendung von Metallen in der Magie mit Kupfer und führen sie später fort.

Die sieben Edelmetalle der Antike

Die Verwendung von Metallen als magische Entsprechungen ist definitiv kein neues Konzept. In der Antike waren sieben Metalle bekannt, die später auch in der Alchemie eine besondere Rolle spielten: Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Eisen, Blei und Quecksilber. Sie werden auch die sieben Metalle der Antike genannt. Die Alchemisten wiesen jedem der von ihnen verwendeten Metalle planetarische Entsprechungen zu. Auch hier kam die Zählung der „sieben Planeten“ dann mit späteren Entdeckungen etwas durcheinander.

Kupfer in der Magie

Kupfer wurde vor etwa zehntausend Jahren von den Menschen entdeckt und nachdem sie herausgefunden hatten, wie man es schmelzen und formen kann, waren plötzlich viele Dinge möglich. Die Verwendung von Kupfer wurde um den Beginn der Jungsteinzeit entdeckt und ist in verschiedenen Teilen der Welt etwa zur gleichen Zeit nachgewiesen worden. Überreste von Kupferabbau und -formung wurden in Westafrika, China, dem Nahen Osten und Großbritannien gefunden.

Die Griechen bezeichneten Kupfer „aes cyprium“ – „Erz von der Insel Zypern“, weil sie es zunächst dort abgebaut haben. Da Zypern als Geburtsort der Venus, der Göttin der Liebe, bekannt war, wird Kupfer oft mit ihr und auch mit dem Planeten Venus in Verbindung gebracht. Der Name des Wochentages Freitag geht auf die römische Bezeichnung „dies Veneris“ (also Tag der (Liebesgöttin) Venus) zurück. Als die Germanen die Siebentagewoche von den Römern übernahmen, haben sie Venus durch deren als ähnlich wahrgenommenen Göttin Frija (die im Norden Frigg hieß) ersetzt (Freitag = althochdeutsch frîatac, altenglisch frīgedeag). Hier schließt sich der klassische Kreis der Korrespondenzen, bei dem Venus, Freitag und Kupfer – neben vielen weiteren Dingen – der Liebe zugeordnet werden.

Korrespondenz

Einer der faszinierendsten Aspekte magischer Korrespondenzen ist, dass die energetischen Eigenschaften eines Gegenstandes häufig mit seinen greifbaren, physischen Eigenschaften übereinstimmen. In der Welt der Technik und der Wissenschaft wird Kupfer beispielsweise in Stromdrähten als Leiter von Elektrizität verwendet. Wenn Kupfer also Strom (Energie!) in eine bestimmte Richtung übertragen kann, wird klar, wie einige der energetischen Assoziationen von Kupfer zustande kommen. Kupfer wird in der Magie oft als Element des Ausgleichs, der Balance und der (Selbst)Liebe, aber auch für die partnerschaftlichen Liebe und das Fließen von Gefühlen zwischen den Partnern eingesetzt und soll dabei helfen, Emotionen ins Gleichgewicht zu bringen oder die Liebe einzuladen.

Kupfer und Kraftsteine

Auch die Wirkung jedes anziehenden Kraftsteines kann verstärkt werden, wenn er in Kupfer gefasst oder mit Kupferdraht umwickelt wird, damit die Energien aus dem Stein leichter fließen können, wenn man selbst dann das Kupfer berührt.

Während der Durchführung von Ritualen wird Kupfer für den gleichen Zweck getragen – um Energien zu verstärken und zu lenken und die eigene Fähigkeit zu erhöhen, die Energie auf das magische Ziel zu richten. Um bei generellen magischen Anwendungen besonders effektiv zu sein, wird Kupfer dabei auf der empfangenden Seite des Körpers getragen. Von Rechtshändern also auf der linken Seite des Körpers, von Linkshändern auf der rechten Seite. Bei Liebeszaubern trägt man es direkt über dem Herzen.

Liebeszauber

Einen Rosenquarz in einem Wunschzauber eine Kupferspirale einzufassen, zieht die Liebe in das Leben. Die Spirale steht dabei für die Beziehung, in der das eigene Herz (der Rosenquarz) umarmt und gehalten sein möchte.

Wer eine Beziehung schützen möchte, der schreibt in einer rituellen Handlung die Namen der Partner auf ein kleines Stück Papier, rollt diese auf, umwickelt es Windung für Windung mit Kupferdraht und formt an den Enden gegenläufige Spiralen. Dieser Talisman wird danach unter dem Bett aufbewahrt.

Anziehungszauber

Rituale mit Kupfer können auch Freundschaften und positive Beziehungen jeglicher Art fördern sowie das Manifestieren von positiven Wünschen unterstützen. Hierbei wird in den meisten Anleitungen der Aspekt des Verbindens, des Fließens von Energien symbolhaft unterstützt oder Kupfergegenstände werden energetisiert und geben diese Energie danach an den Träger ab.

Heilungsarbeit

Es heißt, dass das Tragen eines Kupfer(schmuck)stücks an der betroffenen Körperstelle gegen Rheuma und Arthritis hilft.

Wissenschaftlich kann dies – wie so vieles – nicht bewiesen werden, aber auf energetischer Ebene schwören viele Menschen darauf.

Fruchtbarkeitszauber

Ein in Form einer doppelten Spirale (Symbol des Lebens) gedrehter Kupferdraht unter dem Bett soll die Fruchtbarkeit verbessern. Mondstein energetisiert diese Art des Fruchtbarkeitszaubers zusätzlich. In Zeiten der zur Empfängnisverhütung verwendeten medizinischen „Kupferspirale“ mutet dies zwar seltsam an, die Symbolik von Kupfer und der Spirale ist aber so viel älter, als diese moderne Erfindung.

Wohlstandszauber

Kupferstücke in der Küche sollen Geld in die Haushaltskasse ziehen. Oftmals werden sie dafür in eine Dose mit Zucker gelegt.

Achtung: Dieser Zucker ist dann nicht mehr zum Verzehr geeignet und muss entsprechend gekennzeichnet und sicher verwahrt werden!

Hinweis: Kupfer-Münzen werden manchmal wegen ihres Kupfergehalts in Anleitungen für Ritualen empfohlen.

Euro-Cent-Stücke bestehen aber eigentlich aus Stahl und haben nur eine Kupfer-Ummantelung (94,35% Eisen, 5,65% Kupfer).

In Ritualen, bei denen die Münze selbst als Symbol gilt, ist dies sicherlich zu vernachlässigen. Wer jedoch die besondere Kraft von Kupfer für einen Zauber nutzen möchte, sollte lieber auf pure Kupfer-Nuggets oder Schmuck aus reinem Kupfer zurückgreifen oder beispielsweise passende Symbole aus reinem Kupferdraht herstellen.

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Metalle in der Magie

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