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Magie aus dem Gewürzregal: Chili

Dies ist ein Teil unserer Serie über Magie aus dem Gewürzregal.
Die Idee, mehr oder weniger alltägliche Zutaten aus der Küche für rituelle Handlungen zu nutzen, ist einfach und zugänglich für jeden. Gewürze wie Zimt, Vanille, Ingwer, Muskat, Pfeffer, Senfsaat, Koriander, Chili, Lorbeer, Sternanis, Kardamom und Nelken haben eine lange Geschichte in der Volksmedizin und der Spiritualität. Sie können für alle Arten von Zwecken eingesetzt werden, von Schutz und Heilung bis hin zur Liebe und Lust. Hierbei sind dann auch Rituale mit Speisen und Getränken möglich, da die Zutaten garantiert essbar sind. So können Sie Ihre Küche in einen Ort der Magie verwandeln, indem Sie die Kräfte der Gewürze nutzen, die Sie vielleicht sogar schon in Ihrem Gewürzregal haben.

Magische Zuordnung von Chili

Geschlecht: männlich
Planet: Mars
Element: Feuer
Kräfte: Mut, Sexualität, Liebe, Exorzismus

Chili in der Magie

In der Welt der Chilis verbinden sich Schärfe und Magie zu einer kraftvollen Allianz. Diese scharfen Beeren der Capsicum-Familie tragen in sich nicht nur die Fähigkeit, Speisen zu veredeln, sondern auch spirituelle und magische Praktiken zu bereichern. Hier möchten wir einen kleinen Blick auf die Verwendung von Chili durch die Jahrhunderte und Kulturen hinweg werfen.

Die Herkunft von Chili

Der Chili gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und zur Gattung Capsicum. Obwohl er häufig als Chilischote bezeichnet werden, gehört er botanisch korrekt in die Kategorie der Beeren. Schoten öffnen sich bei Reife und setzen ihre Samen frei, dies tun Chilis nicht. Die Beeren sind meist fleischig und enthalten zahlreiche Samen, die von einem zentralen Plazentagewebe umgeben sind, welches die Hauptquelle der Schärfe in Chilis darstellt.

Chili in den verschiedenen Kulturen

In vielen Kulturen symbolisieren Chilis mehr als nur Nahrung. Sie sind Ausdruck von Identität, Stolz und Zugehörigkeit. In vielen Ländern ist Chili ein fester Bestandteil des kulturellen Erbes und prägt die Essgewohnheiten, Festlichkeiten und sogar die Kunst.

In Mexiko, dem vermutlichen Ursprungsland vieler Chili-Sorten, ist der Chili tief in der nationalen Identität verwurzelt und nicht nur ein Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Symbol für Mut und Stärke.

Bei den Inka galt der Chili als heilige Pflanze, die Agar-Uchu, auch bekannt als Bruder Chili, der einer der vier Brüder des Schöpfungsmythos der Inkas und Bruder des ersten Inka-Königs war, heilig war.

Die Azteken verwendeten Chilis zudem in rituellen Opfergaben für die Götter und waren sie nicht die einzige Kultur, die dies tat. Schamanen und Medizinmänner Mittelamerikas mischten Chilis mit Tabak und anderen Pflanzen, um im Namen der Menschheit Reisen in die obere und untere Welt zu unternehmen. Während des jährlichen „Dia de los Muertos“ (Tag der Toten) werden Gerichte mit Chili zubereitet, um die Verstorbenen zu ehren und ihnen Energie auf ihrer Reise zu geben. Diese tiefe Verwurzelung des Chilis in der mexikanischen Kultur ist auch in der Volkskunst sichtbar, wo Chilimotive häufig in Keramik, Textilien und anderen Kunsthandwerken zu finden sind.

In Indien hat der Chili eine relativ kurze Geschichte, da er erst im 16. Jahrhundert durch portugiesische Händler eingeführt wurde. Trotzdem hat er schnell einen zentralen Platz in der kulinarischen Landschaft des Landes eingenommen. In Indien wird Chili nicht nur wegen des Geschmacks geschätzt, sondern auch wegen der Fähigkeit, böse Geister abzuwehren. Chilis werden zusammen mit getrockneten Zitronen-Scheiben aufgehängt, um das Böse fernzuhalten und um Schutz und Reinheit zu symbolisieren. Dieser Brauch spiegelt den Glauben wider, dass scharfe Aromen die spirituelle Reinheit fördern und negative Energien vertreiben können.

Chili in der Medizin

Einige Studien haben gezeigt, dass in Chili enthaltenes Capsaicin das Potenzial hat, gegen Krebszellen zu wirken. Es wurde festgestellt, dass Capsaicin in der Lage sein kann, bestimmte Krebszellen zu töten und das Wachstum von Tumoren zu verlangsamen. Diese Forschung befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium, und die Ergebnisse sind nicht schlüssig genug, um Capsaicin als Standardbehandlung für Krebs zu etablieren. Die in der Magie geschätzte reinigende und transformative Energie zeigt sich also auch weltlich.

Magische Anwendungen von Chili

Die Verbindung von Chili mit dem Element Feuer muss wohl nicht extra betont werden. Seine Schärfe und Wärme spiegeln die transformierende Kraft des Feuers wider, was Chili zu einem wichtigen Symbol in vielen spirituellen Praktiken macht. Feurige Gottheiten wie Mars (der römische Gott des Krieges) und Shango (ein Orisha der Yoruba-Religion) sind eng mit Chili verbunden. Diese Gottheiten symbolisieren Kraft, Energie und Reinigung – Qualitäten, die auch den Chilis zugeschrieben werden.

In der magischen Praxis wird Chili wegen seiner kraftvollen und schnellen Wirkung geschätzt. Ein kleines bisschen Chili kann in Mojos und Ritualen eine große Wirkung entfalten, sei es, um Dinge schneller voranzutreiben oder Blockaden zu lösen. Das Hinzufügen einer Prise getrockneten oder pulverisierten Chilis zu einem Zauber kann helfen, ihn zu beschleunigen oder stagnierende Energie aufzurütteln. Diese Praxis ruft die transformative Energie des Feuers herbei und unterstützt Veränderungen und Neuanfänge.

 

Schutz und Reinigung

Chilis sind auch ein kraftvolles Werkzeug für Schutzzauber. Um das Haus gelegt, als ob eine Feuerwand errichtet wird, können negative Energien und böse Absichten abgewehrt werden. Die scharfe und reinigende Energie schafft eine Barriere, die Schutz bietet und alles Ungewollte fernhält.

Leidenschaft

Chilis genießen seit jeher den Ruf eines aphrodisierenden Gewürzes, denn ihre feurige Natur soll die Flamme der Leidenschaft entfachen. Die Azteken waren dafür bekannt, Chilis zu diesem Zweck zu verwenden und sie oft mit anderen aphrodisierenden Pflanzen wie Kakao und Vanille zu mischen.

Teilen Sie heiße Chili-Schokolade mit dem geliebten Menschen!

750 ml (Pflanzen-)Milch
½ Vanilleschote
1 Zimtstange
1 getrocknete Chili, entkernt
130 g dunkle Schokolade, geraspelt
2 Teelöffel Kakaopulver

Die Milch, die Vanilleschote, die Zimtstange und den Chili in einem Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Für 10 Minuten beiseitestellen und ziehen lassen. Die Flüssigkeit in einen sauberen Topf abseihen und bei mittlerer Hitze (nicht kochen) das Kakaopulver und die Schokolade hinzufügen und glatt rühren. Wenn Sie möchten, mit Schlagsahne oder Kokos-Sahne garniert servieren.

Dieses Rezept sollten Sie nicht verwenden, wenn Sie blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, da Capsicum deren Wirkung verstärken kann.

Fruchtbarkeit

Die Form des Chilis und seine vielen Samen bringen sie auch mit Fruchtbarkeitszaubern in Verbindung, insbesondere für Männer. Sie symbolisieren Potenz und können verwendet werden, um die Fruchtbarkeit zu fördern oder ein bisschen Feuer in das Sexualleben zu bringen. Ein getrockneter Chili, an einer Schnur getragen, kann als Amulett dienen, um die Fruchtbarkeit eines Mannes zu schützen. Dieses sollte immer dann ersetzt werden, wenn der Chili weich wird. Allerdings ist bei der Anwendung Vorsicht geboten, um empfindliche Bereiche zu schützen.

Astrologische Korrespondenz

Die Zuordnung von Chili zu Mars, dem Element Feuer, und dem Sternzeichen Widder verstärkt seine Bedeutung in der Korrespondenzmagie. Chili wird in Ritualen verwendet, die darauf abzielen, diese planetarischen Energien zu harmonisieren oder in sich zu wecken.

Hot Foot Powder
Berühmt-berüchtigte Verwendung von Chili im Hoodoo und Voodoo!

In der afroamerikanischen Hoodoo-Volksmagie ist das „Hot Foot Powder“ weithin bekannt. Dieses Pulver (sowie die ebenfalls sehr bekannte Variante „Goofer Dust“ aus dem Voodoo) setzt auf die Kraft des Chilis, um Unruhe in jemandem zu erzeugen und unerwünschte Personen so zu vertreiben. Den lauten Nachbarn, den unbeliebten Kollegen, den Bewohner eines Hauses, das man selbst gerne hätte, den Partner oder die Partnerin eines Menschen, den man begehrt …

Es ist eine Mischung aus Kräutern und Mineralien, die immer Chilipulver, Salz und Pfeffer enthält, neben anderen Zutaten wie Wespennester, Schwefel oder Friedhofserde. Es gibt viele Rezepte und Ritual-Anleitungen für diese Pulver für die Schadenmagie. Manchmal gehört es dazu, eine kleine Menge in die Schuhe oder die Kleidung des Opfers zu streuen, es mit Sand aus einer Fußspur des Opfers zu vermischen oder ein Papier mit dem Namen des Opfers in eine Flasche mit dem Pulver zu legen und diese in einem Fluss zu entsorgen. Dies wird getan, um tatsächlich Schaden zuzufügen, es in Schwierigkeiten zu bringen oder sogar zu töten, nicht nur zu vertreiben.

Viele werden jetzt die Nase rümpfen, über die böse/schwarze Magie.

Besonders, wenn wir es so plakativ beschreiben und es ganz offen Schadenzauber nennen. Wenn die Zutatenliste für ein Liebespulver aber nur lieblich duftende (Rosen-)Blüten und feine Harze auflistet, Rosenquarz vermahlen und die Asche eines Wunschzettels an das Universum mit liebevollen Gedanken untergemischt wird, scheint die Welt wieder in Ordnung zu sein. Ist sie auch, wenn der Wunschzettel beispielsweise die Liebe in das eigene Leben einladen soll, man sich selbst wieder in romantischere Stimmung bringen möchte oder sich positive Veränderungen in der Beziehung wünscht. Bei den Varianten, in denen solche Pulver für die sogenannte „Partnerrückführung“ hergestellt werden, sind wir aber schnell wieder in der manipulativen Magie, die auch mit so harmlosen und auf den ersten Blick liebevollen Zutaten nichts weit vom Schadenzauber entfernt ist.

Pulver sind in der Magie also nicht unumstritten – ob nun mit Chili oder ohne. Die Möglichkeit diese zum Nachteil Dritter (zur Trennung, Vertreibung, Verfluchung) einzusetzen, bietet sich bei dieser Magieform sehr viel mehr an, als bei vielen anderen Formen.

Besonders die eingangs genannten Traditionen sehen eine solche Verwendung vor, mindestens ebenso viele Rezepte richten sich aber auf positive Einsätze zum Schutz, zur Reinigung, zur Heilung oder als Kraftspender.

Pulver als magischer Helfer selbst ist – wie so oft in der Magie – weder „gut“ noch „böse“!

Die Intention bei der Herstellung oder Verwendung und bei der Formulierung des Wunsches/Ziels macht den Unterschied aus!
Es heißt aber nicht umsonst in der Magie, dass alles, was man aussendet, auf einen selbst zurückfällt. So weisen wir hier noch mal auf die goldene Regel hin: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!

Dieser Beitrag ist Teil der März-Ausgabe unseres
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