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Wermut oder Wermutkraut – Artemisia absinthium

Magische Zuordnung des Wermut

Geschlecht: ​männlich
Planet: ​Mars
Element: ​Feuer
Kräfte: Schutz, Gesundheit, Divination, Liebe, Sinnlichkeit

Rituelle Verwendung:

Die rituelle Verwendung von Wermut geht vorrangig auf den Schutz-Aspekt ein. Neben der oben erwähnten Verwendung als Wiegenkraut, ist Wermut fast immer ein Bestandteil von Schutzbeutelchen, besonders in denen für Autos, Schiffe oder andere Fortbewegungsmittel. Wer gegen Pflanzenkrümel nichts einzuwenden hat, der kann einfach einer alten Tradition folgen und ein Wermut-Kräuterbündel direkt an den Rückspiegel hängen.

Dem Wermutkraut, das botanisch Artemisia absinthium heißt, werden schon seit der Antike viele magische Dinge nachgesagt. So wurde es oft auch „Wiegenkraut“ genannt und als solches dann zu kleinen Kindern in die Wiege gelegt.

Es sollte nicht nur einen ruhigen Schlaf begünstigen, sondern auch Geister, Dämonen und sogar den Teufel vom Kind fernhalten und es vor Zauberei und dem Austausch durch böse Wesen schützen. Aber auch für Erwachsene mit Schlafstörungen oder Kopfschmerzen war Wermut ein beliebtes Kraut.

Für sogenannte „Kräutermützen“ wurde Wermutkraut zusammen mit anderen aromatische Kräuter in ein Säckchen gegeben und dieses mit einer Mütze auf dem Kopf befestigt.

Im Mittelalter wurde das Wermutkraut besonders von Hildegard von Bingen ausführlich beschrieben. Sie empfahl vor allem die äußerliche Anwendung als Heilmittel für viele verschiedene Krankheiten. Magischer hingegen wurde es dann wieder in den Ritualen für die sogenannten „Rau(h)nächte“, in denen man die Ställe mit Wermut ausräucherte, um die Tiere so vor Flüchen und dunkler Magie zu schützen.

Ein weiteres Gebiet für das Wermutkraut sind Zauber rund um Liebe und Sinnlichkeit. Jedoch mit sehr unterschiedlichen Ansätzen: So war Wermutkraut im alten Ägypten der Fruchtbarkeitsgöttin Bastet geweiht und kann entsprechend verwendet werden.

Die Griechen hingegen ordneten das Kraut der Göttin Artemis zu, darauf verweist noch heute die botanische Gattungsbezeichnung Artemisia. Diese stand aber auch für die Keuschheit und so diente Wermutkraut im Mittelalter vor allem zur Vertreibung von unkeuschen Gelüsten und unreinen Gedanken.

 

Wermut beim Räuchern:

Beim Räuchern wird das Wermutkraut hauptsächlich in Schutzräucherungen verwendet. Mit seinem warmer und würzigen Duft eignet es sich aber für viele weitere Gebiete. So ist Wermutkraut auch ein guter Helfer in verschiedenen Liebesdingen. Bei Liebeskummer ist es ein bewährtes Mittel gegen die Traurigkeit, es spendet Trost und gibt Hoffnung.

Aber auch in aphrodisierenden Mischungen kann man es verwenden, denn seine bewusstseinserweiternden Eigenschaften stimmen euphorisch, sinnlich und empfänglich. Genau diese Eigenschaften machen das Wermutkraut auch zu einem idealen Bestandteil in Divinations- oder Orakel-Mischungen.

Wermut in der Magie

Wermut-Zauber:

Ähnlich hin- und hergerissen wie die Zuordnung zu verschiedenen Göttinnen ist das Anwendungsgebiet des traditionellen „Zauberstaubs“. Für dieses ganz besondere Pulver wird getrocknetes Wermutkraut von Hand fein gemörsert. Dazu kommen weitere Bestandteile, je nach Zielsetzung.

Variante A: Zauberstaub zur Anziehung einer bestimmten Person
Dem Wermutpulver wird die Asche eines Zettels beigefügt, auf dem der Name der anzuziehenden Person und deren Geburtsdatum stand. Dazu fügt man eine Prise Sand/Erde von einem Ort, an dem man sich mit dieser Person aufgehalten hat oder wo man gemeinsam entlang gegangen ist. Diese Mischung streut man bei zunehmendem Mond unter das eigene Bett (etwas unverfänglicher: die Schwelle der eigenen Haustür), um die Person energetisch dorthin zu bitten.

Variante B: Zauberstaub für die Treue einer bestimmten Person
Dem Wermutpulver wird die Asche eines Zettels beigefügt, auf dem der eigene Name und das eigene Geburtsdatum stand. In den Zettel faltet man vor dem Verbrennen sieben eigene Haare ein. Diese Mischung streut man unter bei abnehmendem Mond unter das Bett der Person, deren Untreue man verhindern möchte.

Bei beiden Pulvern handelt es sich um Wunschpulver. Man wünscht sich einen positiven Ausgang der Situation – es sind keine manipulativen Zauber, die diese Ziele erzwingen!

Dieser Beitrag ist Teil der August-Ausgabe unseres
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