Flieder – Syringa vulgaris

Flieder – Syringa vulgaris

Magische Zuordnung des Flieders

Geschlecht: weiblich
Planet: Venus
Element: Wasser
Kräfte: Fruchtbarkeit, Liebe, Schutz

In diesem Artikel geht es um den „Gemeinen Flieder“ (Syringa), mit den violett über violett-rot zu gelb oder weißen Blütendolden, die einen starken, süßen und sehr typischen Duft verströmen. Der gerade in Norddeutschland oft als „Fliederbeere“ bezeichnete Schwarze Holunder (Sambucus nigra) mit den weißen oder leicht gelblichen Schirmrispen die einen eher frischen, fruchtigen Duft verströmen, ist eine komplett andere Pflanze.

Flieder in der Magie

Die Vertreter der Gattung Syringa werden häufig als Ziersträucher gepflanzt und erfreuen uns dann als sommergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Man findet Flieder aber auch in lichten Wäldern, an Felshängen oder Bahndämmen. Er blüht stark duftend von April bis Mai.

Es heißt in der Volksmagie, dass wenn man eine fünfteilige Fliederblüte (diese sind in der Regel vierteilig) findet und diese isst, man mit Gesundheit gesegnet wird. Für mehr Glück reichen hingegen die normalen, vierteiligen Blüten: Man zupft vorsichtig eine Blüte vom Busch und saugt am hinteren Ende. Sollte es dann leicht süßlich schmeckt, dann soll der Rest des Tages besonders glücklich verlaufen. Achtung: Man darf das Glück nur einmal am Tag herausfordern!



Rituelle Verwendung:

Die rituellen Verwendungsmöglichkeiten sind vielseitig. Schon ein frisch geschnittener Strauß Flieder im Haus soll negative Energien auflösen und sogar Spuk und Geister vertreiben.

Gründlicher ist es, wenn man die sorgfältig gezupften Blüten auf den Böden verteilt und diese erst rausfegt (oder wegsaugt), wenn sie komplett getrocknet sind. Alle schädlichen Einflüsse werden dann mit entfernt. Für die Anwendung außerhalb der Blütezeit können Fliederblüten getrocknet und zu einem Pulver verarbeitet werden, welches man dann ähnlich verwendet. Es wird dann in jedem Raum in dem das Pulver verstreut wurde eine violette Kerze angezündet und das Pulver muss liegen bleiben, bis diese ganz heruntergebrannt ist. Erst dann entfernt man das Pulver gründlich. Alle genannten Anwendungen sollten während des abnehmenden Mondes stattfinden.

Um sich die eher anziehenden Eigenschaften des Flieders zunutze zu machen, sammelt man die Fliederblüten hingegen bei zunehmendem Mond und verwendet sie dann in Pulvern, Räuchermischungen oder Mojobeutelchen, die Liebe, Fruchtbarkeit oder den Schutz einer bestehenden Beziehung zum Ziel haben.

Auch kann man die Blüten mit Avocado- oder Mandelöl übergießen, um ein eigenes Ritualöl daraus herzustellen. Die gezupften Blüten 1-2 Tage auf sauberem Papier anwelken lassen (dann ziehen auch letzte Bewohner freiwillig aus) und danach in einer Flasche mit dem Öl übergießen. 3-4 Wochen in der Sonne stehend ziehen lassen und dabei immer wieder mal schütteln, damit alle Blüten von Öl bedeckt sind und sich kein Schimmel bilden kann. Man kann das Öl beispielsweise nutzen, um Kerzen zu salben, sich den Körper damit einzureiben (begünstigt die Empfängnis) oder um entsprechende Mojos etc. mit einigen Tropfen davon zu füttern.

Magisches Flieder-Bad:

Wenn es nicht darum geht, Räume zu reinigen, sondern Gedanken und Emotionen von dunklen Schatten befreit werden sollen, so empfiehlt sich ein Bad mit selbst hergestelltem Fliederblüten-Salz.

Dafür werden bei grade erst abnehmendem Mond frische Fliederblüten zu gleichen Teilen mit grobem Meersalz und Hagelzucker vermischt und in eine gut schließende (etwas zu große) Flasche gefüllt. Diese Flasche wird nun in den kommenden Tagen immer mal wieder geschüttelt, wobei man während des Rasselns darüber nachdenkt, was das Bad später vertreiben soll.

In einer der letzten drei Nächte vor dem Dunkelmond – es sollte schon dunkel sein – entzündet man im Badezimmer eine weiße Kerze und gibt etwa einer Handvoll dieser Mischung in das einlaufende Badewasser (alternativ in eine Schüssel für ein Fußbad oder um sich mit der Mischung unter der Dusche abzuspülen). Man badet nur im Licht der Kerze und lässt diese nach dem Bad ganz herunterbrennen.

Dieser Beitrag ist Teil der Mai-Ausgabe unseres
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