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Keltischer Baumkalender - Monat des Weissdorns

Der „Keltische Baumkalender”

Heilige Bäume sind bei allen Keltenstämmen zu finden, ein historischer Baumkalender lässt sich jedoch weder durch antike noch durch mittelalterliche Quellen über keltische Religion und Bräuche belegen.

Der häufig zitierte „Keltische (Baum-)Kalender​“ ist eine Erfindung des Neuheidentums, welches ursprüngliche keltische Pflanzen-Mythen bestimmten Zeiträumen im Jahr zuordnet.

Da diese Zuordnung meist im Einklang mit Abläufen in der Natur steht, ist dies letztendlich nur eine romantischere Unterteilung des magischen Jahres und nicht weniger kraftvoll, nur weil sie noch keine Jahrtausende alt ist.

Monatsname:  Huath – Hawthorn Moon

Der deutsche Name Weißdorn weist auf die Sproßdornen dieser Sträucher hin und auf die weißen Blüten und die helle Rinde – im Gegensatz zu der auch Schwarzdorn genannten Schlehe, die eine sehr dunkle, schwärzliche Rinde besitzt.

Der Weißdorn-Monat ist eine Zeit des Feuer-Elements, der männlichen Energie und des allgemeinen Wachstums. Manchmal fällt das Beltaine-Fest noch in diese Zeit (etwa wenn man es nach dem Mai-Vollmond feiert) oder es ist grade eben vorbei.

Dies ist eine Zeit, in der besonders die männliche Fruchtbarkeit stark ausgeprägt ist. Sollte man also ein Kind empfangen wollen, so sollte man sich in diesem sechsten Monat des keltischen Kalenders – auch Huath genannt – fleißig an die Arbeit machen.

Frei stehende Weißdornbäume markierten oft heilige Haine oder Treffpunkte, magische Quellen und Feenplätze. Auch Gruppen von genau drei Weißdornbäumen wurden einst mit großem Respekt als besondere Orte behandelt.

In Irland binden auch heute noch viele Menschen bunte Stoffstücke („clouties“) an solche Weißdornbäume, als Opfergaben für die Feen und Baumgeister.

Diese bunten Baumwoll-Fähnchen stehen für einen Wunsch und sollen dem Gebenden beispielsweise Liebe oder Heilung bringen.

Ein rosafarbenes Stück Stoff wird verwendet, um die Liebe in das eigene Leben zu rufen, ein blaues Stoffstück um Gesundheit oder Schutz zu erbitten, mit einem grünen Fähnchen begünstigt man Wohlstand.

Er bietet sich besonders für die Baummeditation an.

Dafür geht man zu einem Weißdorn und fragt ihn in Gedanken, ob er helfen möchte. Dabei akzeptiere man die erste Antwort, die einem in den Sinn kommt. Wenn es ein „Nein“ ist, so muss man sich leider nach einem anderen Weißdorn umsehen.

Nun setzt man sich auf den Boden, mit Blick auf den Weißdorn. Ist es ein Busch, so hält man mit jeder Hand vorsichtig einen der Äste, bei einem Baum kann man mit beiden Händen an den Stamm fassen. Dann entspannt man sich und fühlt bewusst die Erde unter sich und die Verbindung zum Weißdorn.

Sobald die eigenen Schwingungen in der Ruhe und Meditation mit denen des Baums verschmelzen, beginnt ein wortloser Austausch. Der Baum schenkt Kraft, Einsicht, hilft dabei Unveränderliches zu akzeptieren, für anderes Auswege zu finden … im Gegenzug gibt man Dankbarkeit und Freude zurück.

Manchmal fühlt man regelrecht, wie die Energien aus dem Baum durch den einen Arm in den eigenen Körper und durch den anderen Arm zurück in den Baum fließen. Man darf diesen Austausch so lange genießen, wie man möchte. Wenn es genug ist, dann löst man sich langsam und bedankt sich bei dem Baum.

An einem heißen Sommertag darf man ihm auch frisches Wasser als Trankopfer darbringen, im Winter kann man beispielsweise kleine Apfelstücke auf seine Dornen spießen, die sich dann die Tiere holen können, im Frühling erfreut man ihn, indem man Saatgut um seinen Stamm herum streut, welches Insekten-freundliche Blumen und Kräuter sprießen lässt.Man darf den Baum so oft besuchen, wie man mag. Braucht man nach einigen Besuchen keine weitere Hilfe mehr und wird voraussichtlich nicht so schnell wiederkommen, so sollte man sich mit einem letzten Besuch verabschieden.

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