Affirmationen als Passwörter

Affirmationen als Passwörter

Eine Affirmation ist ein positiv formulierter Satz, den wir uns selbst wieder und wieder sagen, ihn denken oder aufschreiben, um unsere Gedanken dadurch sozusagen umzuprogrammieren.

In der Magie werden Affirmationen allerdings nicht so eingesetzt, wie man es oft in Ratgebern zum positiven Denken lesen kann. Dort gibt es keine Grenzen und man sagt sich selbst einfach nur ständig etwas Nettes, meist ohne es wirklich richtig zu glauben. Oft gibt es einem dann das Gefühl, sich selbst zu belügen. „Ich kann alles erreichen!“ ist so ein Satz. Ich kann garantiert nicht erreichen eigenständig zu fliegen oder unter Wasser zu atmen. Will ich auch gar nicht - aber was will ich mit der Affirmation denn eigentlich erreichen? Stellen Sie sich also bitte nicht morgens vor den Spiegel im Badezimmer und reden sich ein, dass Sie ein Einhorn sind. Es sei denn, Sie sind ein Einhorn.

In der Magie geht es bei den Affirmationen eher um das Erreichen von geplanten Zielen (im Bereich des Möglichen) oder das Einladen von generellen Energien in das eigene Leben. Wenn ich für eine Prüfung lerne, dann liegt es hoffentlich im Bereich des Möglichen, dass ich diese bestehe. Diese Affirmation hilft mir, daran zu glauben, hilft mir positiv zu denken, hilft mir, mich mit der richtigen Energie zu umgeben.
Nicht der Energie des Scheiterns, sondern der des Erfolges!

Positive Affirmationen lassen sich im Alltag ganz einfach einsetzen, heisst es oft. 
Man könne sie auf den Kaffeebecher drucken lassen, gestickt und gerahmt an die Wand hängen, schlicht auf einem Post-it an den Spiegel oder Monitor kleben – oder alles zusammen – um sich mit ihnen zu umgeben. Spätestens am dritten Tag schaut man dann meistens darüber hinweg, statt sie bewusst wahrzunehmen.

So funktioniert Magie aber nicht! Für eine echte Veränderung muss die Affirmation mehrmals am Tag gedacht oder gesagt werden, nicht nur passiv auf der Kaffeetasse stehen. Dort energetisiert sie zwar eventuell den Kaffee, darum geht es hier aber grade nicht.

Passwort als Affirmation - moderne Magie - „Es tut uns leid, Ihr Passwort muss mindestens einen Großbuchstaben, zwei Ziffern, ein Symbol, einen Reim,  eine inspirierende Nachricht, einen  Zauberspruch, eine Hieroglyphe und  das Blut einer Jungfrau enthalten!“

Wie lautet eigentlich Ihr Passwort?

Was hier auf den ersten Blick noch witzig erscheint, ist nicht ganz unwahr. Tagtäglich geben wir komplizierte Passwörter ein, um unsere E-Mails zu lesen, uns in unserem Blog oder bei Facebook einzuloggen und manchmal auch, um am Arbeitsplatz den Computer zu nutzen.

Dass der Name des Haustieres kein sicheres Passwort ist, wissen wir alle. Warum diesen nervigen Moment nicht einfach für ein wenig moderne Magie nutzen?

Wenn man eine positive Affirmation als Passwort wählt, dann verwendet man sie oft mehrfach am Tag. Wie praktisch - zwei Fliegen mit einer Klappe. Nun muss das nur noch sicher sein.

Nach etwas Inspiration von einer praktischen Liste mit 100 positiven Affirmationen könnte so etwas dabei herauskommen:

„Wohlstand und Erfolg sind ein
fester Bestandteil meines Lebens!“

Wenn man von diesem Satz nur die Anfangsbuchstaben nimmt (eine klassische Methode aus der magischen Welt der Sigillen [ℹ]) und „ein“ noch recht logisch mit einer 1 ersetzt, so kommt man zu einem Passwort, welches garantiert nicht so schnell erraten werden kann: WuEs1fBmL!

Bei kürzeren Affirmationen kann man den ersten und letzten Buchstaben des Wortes nehmen etc. Zeichen kann man kreativ einbauen, ein @ als a oder eine Null als O und so weiter.

Diese Kombination ist so kompliziert, die kann man sich nicht einfach so merken. 
Und das ist auch gut so, denn nur so funktioniert es. Man ändert also, wo immer möglich, das Passwort zu der genannten Kombination. 

Nun kommt die eigentliche Magie …

Immer wenn man nun das Passwort eingeben soll, muss man sich zuerst an die Affirmation erinnern. Und wahrscheinlich muss man sie auch im Kopf mitmurmeln, vielleicht sogar teils mehrfach, während man Zeichen für Zeichen eingibt. Je nachdem, an wie vielen Orten diese Affirmation als Passwort genutzt wird, desto häufiger wird man „notgedrungen“ mit diese Affirmation konfrontiert.

Wer Angst hat, den genauen Wortlaut zu vergessen, darf den Satz natürlich aufschreiben. Wo man so eine Affirmation sogar ganz öffentlich hinkleben kann, ohne das anderen klar ist, dass es sich um einen Spickzettel handelt, habe ich ja eingangs schon erwähnt.

Sollte das Eingeben der Zahlen-Zeichen-Buchstaben-Kombination irgendwann ohne das gedankliche Mitsprechen funktionieren, ist es Zeit den Wortlaut zu wechseln oder ein anders Thema anzupacken.

Man kann natürlich auch unterschiedliche Affirmationen passend zur Situation nutzen. Die Erfolgs-Affirmation am Arbeits-Computer, die Liebes-Affirmation beim Einloggen zur Dating-Webseite …

Man kann diese moderne Magie natürlich mit etwas traditionelleren, spirituelleren Praktiken mischen.

Wer mag, der kann zuvor ein klassisches Ritual durchführen, in dem man den Willenssatz, der Wunsch oder die Affirmation unter der Zuhilfenahme von passendem Räucherwerk und Kerzenlicht etc. entwickelt und dann auf Ritualpapier geschrieben wird.

Dieses kann dann entweder verbrannt werden (Umwandlung in reine Energie) oder dieses Ritualpapier wird dann später als ganz besonders schöner „Spickzettel“ verwendet. Dieses Ritual kann so aufwändig oder so einfach gestaltet sein, wie es zu der eigenen Magie passt.

Wem dieser Teil der Magie mit den rituellen Handlungen wichtig ist, der sollte ihn nicht weglassen. Aber die Integration des „Zauberspruchs“ in den Alltag sollte auch der „Klassikliebhaber“ nicht einfach abtun. Auch dies ist ein kraftvolles Werkzeug auf dem Weg zum Ziel …
Die Kombination von beidem sollte also ganz zauberhafte Ergebnisse bescheren!

Dieser Beitrag ist Teil der Januar-Ausgabe unseres
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