1. Juli / 9. Oktober – Fausta Felicitas
In der antiken römischen Kultur ist Felicitas (von den lateinischen Adjektiven felix, „fruchtbar, gesegnet, glücklich“) ein Zustand göttlich inspirierter Fröhlichkeit oder Glückseligkeit. Die Personifikation von Fausta Felicitas (fausta „günstig“ oder „verheißungsvoll“) wurde als Göttin verehrt.
Unterschiede zwischen Felicitas und Fortuna
Obwohl Felicitas als „viel Glück“ übersetzt werden kann, und die Göttin Felicitas einige Eigenschaften und Attribute mit Fortuna teilt, wurden zwischen den beiden Göttinnen in der römischen Religion unterschieden. Fortuna ist unberechenbar und nicht immer gut gesonnen, Felicitas hat jedoch immer das Wohl aller im Sinn.
Die Tradition der Opfer für Felicitas
Am 1. Juli und am 9. Oktober erhielt Felicitas ein Opfer. Diese Tradition hat sich an vielen Orten noch gehalten, das ursprüngliche Tieropfer hat sich jedoch glücklicherweise zu einer anderen Art von „Opfer“ gewandelt.
Besondere Handlungen an den Tagen der Felicitas
An diesen beiden Tagen im Jahr sollte man ganz besonders darauf achten, jemanden glücklich zu machen. Kleine Geschenke oder Handlungen, die jemanden erfreuen, Spenden und „gute Taten“, Hilfe für Bekannte oder Fremde – auch wer im Leben grundsätzlich schon viel Gutes tut, sollte an diesen beiden Tagen etwas Besonderes einplanen. Denn wer Felicitas an diesen Tagen erfreut, bekommt von ihr an allen anderen Tagen besonders viele gesegnete, fröhliche und glückliche Momente zurück.
Felicitas als Symbol für Fülle und Wohlstand
Felicitas wurde auf römischen Münzen oft als gut genährte Matrone dargestellt, was symbolisch bedeutsam ist und ihre Rolle als Göttin des persönlichen Glücks unterstreicht. Diese Darstellungsform hebt ihre Bedeutung als Symbol für Fülle, Wohlstand und das häusliche Leben hervor. Sie verkörpert die Ideale, die in der römischen Gesellschaft hochgeschätzt wurden, sowie auch die Tugenden der Fürsorge und der häuslichen Harmonie und Treue. Ihre Verehrung und die damit verbundenen Traditionen bieten einen tiefen Einblick in die Werte und Überzeugungen der antiken römischen Gesellschaft.















