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Amulette und Talismane

Talisman oder Amulett?

Talismane und Amulette haben schon immer einen festen Platz in der Spiritualität. Kaum eine Religion oder Glaubensrichtung kommt ohne bestimmte Symbole, Kraftsteine, Formen oder Schriftzeichen aus. Das Kreuz der Christen, die Runen der Wikinger, die Figuren der Azteken … all diese Dinge wurden als Talisman oder Amulett verwendet.

Der Begriff Talisman wurde im 17. Jahrhundert aus dem italienischen „talismano“ entlehnt, was auf das arabische طلسم / ṭillasm zurückgeht und „Zauberbild“ bedeutet. Dies wiederum lässt sich auf das mittelgriechische „τέλεσμα (télesma)“ zurückführen, das „geweihter Gegenstand“ bedeutet oder byzantinisch „Zaubergegenstand“. Quelle: Wikipedia -> Talisman  

Der Unterschied:

Ein Talisman soll seinem Träger meist Glück bringen, während ein Amulett Unheil von ihm abwenden soll.

Verschiedene Formen von zauberkräftigen Gegenständen:

Talisman 
Er zieht an. In aller Regel Glück. Allgemein gesprochen: günstige, positive Schwingungen und ganz konkret natürlich das, worauf er „programmiert“ wurde.

Amulett 
Es wehrt negative, schädliche Energien ab. Man kann es mit einem „magischer Schutzschild“ vergleichen – denn genau so soll es wirken.

Es gibt dabei sowohl Arten die direkt am Körper getragen werden, um wirksam zu sein, als auch ortsgebundene Glücksbringer, wie etwa zum Schutz eines Hauses an dessen höchstem Punkt etwas verborgen werden kann oder bei der Grundsteinlegung mit vergraben wird.

Glücksbringer
Dieser Ausdruck wird oft verwendet, wenn beide Arten gemeint sind. So soll ein Schutzengel zum Beispiel vor negativen Ereignissen schützen, die positiven Dinge aber wie ein kleiner Magnet anziehen. Vierblättrige Kleeblätter, Hufeisen, Hasenpfoten, Glücksschweine und Glückspfennige sind klassische Glückssymbole.

Für viele magischen Zwecke werden natürliche Dinge wie Knochen, Kraftsteine, Muscheln oder Holz verwendet, um kleine Figuren und Kraftsymbole daraus herzustellen. Geschnitzte Figuren, Schmuckanhänger und ähnliche Glücksbringer gab es und gibt es in allen Kulturen.

Kraftvolle Zusammenstellungen
Häufig werden verschiedene bedeutsame Dinge in einem kleinen Leder- oder Baumwoll-Beutel (Mojo), einem speziellen Behältnis (Wunschkiste, Hexenflasche / Witchbottle [ℹ]) oder etwas Ähnlichem zusammengebracht. Diese Vereinigung unterschiedlicher magisch wirkender Gegenstände als Ganzes wird dann für den entsprechenden Zweck – als Talisman oder Amulett – genutzt. 

Opfergaben
Auch heute noch benutzten beispielsweise die Maori Neuseelands Walknochen, um Figuren anzufertigen. Verendete Wale, die an Neuseelands Küsten strandeten und von den Maori gefunden wurden, wurden einst als Geschenk der Götter angesehen. Aus den Knochen der Wale wurden wiederum Schmuckstücke geschnitzt, um sie dann den Göttern zum Dank zu opfern.

 

 So „programmiert“ man einen Gegenstand als Talisman oder Amulett.

Der Wunsch sollte kurz und präzise formuliert werden. Dann bestimmt man, ob es sich um den Wunsch z. B. nach Wachstum, Vermehrung, Schutz, also um einen anziehenden Wunsch oder um einen Wunsch beispielsweise nach Trennung, Verminderung, Abwehr usw., also um einen eher bannenden Wunsch handelt.

Einen anziehenden Wunsch ritzt man während des zunehmenden Mondes vom Docht zum Fuß einer weißen [ℹ] Kerze oder in eine Kerze in der zum Wunsch passenden Farbe und lässt diese dann vollständig herunterbrennen, während der Talisman in ihrem Licht liegt.

Bei einem bannenden Wunsch geht man ähnlich vor, nur schreibt man vom Fuß in Richtung Docht einer schwarzen [ℹ] Kerze und vollzieht das Ritual während des abnehmenden Mondes.

Während die Kerze abbrennt, bleibt man dabei, beobachtet ihre Flamme und stellt sich das gewünschte Ziel vor.
Daher ist es wichtig, eine Kerze mit einer geeigneten Brenndauer auszuwählen. Normale Stabkerzen brennen meist 6–8 Stunden. Spezielle Segnungskerzen mit einer Brenndauer von 30 Minuten sind für diese Art von Programmierung daher besser geeignet.

Was es mit den verschiedenen Richtungen des Einritzens auf sich hat, erklären wir in unserem Artikel „Wie ölt man eine Kerze und wie ritzt man etwas in sie hinein?“

Dieser Beitrag ist Teil der März-Ausgabe unseres
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