Ritualhonig herstellen
Ritualhonig selber herstellen

Ritualhonig herstellen

Die Fülle des Julis einzufangen, ist gar nicht so schwierig, wie man denkt. Eine besonders schöne Methode ist die
Herstellung von Ritualhonig, für den in diesem Monat besonders viele frische Zutaten zur Verfügung stehen.

Als Erstes muss man sich überlegen, für welches Thema der Honig verwendet werden soll. Also etwa für die Liebe oder für beruflichen Erfolg etc. Danach entscheidet man, welche Zutaten sich für dieses Thema eignen.


Jede Pflanze ist in der Magie einem Planeten, einem Element und verschiedenen Anwendungsgebieten zugeordnet. Nach welchem der Aspekte man die Dinge auswählt, ist dabei von den eigenen
Vorlieben abhängig. Für einen Liebeshonig eignen sich beispielsweise alle Venus-Pflanzen, alle Pflanzen des Elements Wasser, oder solche, die den Themen Liebe, Sinnlichkeit und Treue zugeordnet sind.

Ein überliefertes Rezept für einen Liebes-Honig beinhaltet 
„frische Lavendelblüten, getrocknete Rosenblütenblätter, eine Vanillestange und einige Tropfen ätherisches Ylang-Ylang-Öl“.


Nach diesem Rezept stellt man Ritualhonig her, der
 ausschließlich der rituellen Verwendung auf Kerzen und in Zaubern dient.
 Er ist nicht zum Verzehr geeignet und muss entsprechend gekennzeichnet und von Lebensmitteln getrennt aufbewahrt werden! Natürlich kann man auch Ritualhonig herstellen, der beispielsweise in Liebestränken verwendet werden soll. In dem Fall wählt man die Zutaten nur im
Bereich der Gewürze und Lebensmittel aus und verwendet keine ätherischen Öle!

Die Zutaten sollten zumindest teilweise
frisch verwendet werden. Prinzipiell kann man aber auch getrocknete Blüten
und Kräuter und ätherische Öle nutzen. Getrocknete Kräuter müssen vor
der Verwendung im Mörser angestoßen und ggf. mit einigen Tropfen des
eigenen ätherischen Öls vermischt werden. Frische Zutaten werden mit einer Schere grob zerschnitten. Danach werden alle Zutaten gut vermischt.


Nun füllt man einen Teil dieser Mischung in ein gut schließendes Konfitüreglas oder eine Weithalsflasche und übergießt alles mit flüssigem Honig,
 bis es gut bedeckt ist. Danach gibt man die nächste Schicht Kräuter dazu und 
die nächste Schicht Honig darüber usw. 

Das Gefäß kann außen mit Symbolen, Runen oder Worten
bemalt werden, die das Thema des Ritualhonigs noch einmal verfestigen.

Das fest verschlossene Glas lässt man auf der Fensterbank in der
Sonne etwa 7 Tage lang stehen. Gelegentlich etwas schwenken oder
auf den Kopf stellen, damit alles gut durchzieht.

Nach den 7 Tagen Wartezeit, wird eine
 kleine Kerze mit dem Honig bestrichen, auf dem Deckel des Honigglases befestigt
und dort zur Energetisierung ganz abgebrannt. Danach ist der Ritualhonig fertig. Verwendet wird er so, wie auch Ritualöle verwendet 
werden. Also zum Salben von Kerzen und Gegenständen, zum Befüllen von
Amulettflaschen  bei der Herstellung von Mojos etc.

Es muss nicht immer Honig sein!

Auch wenn aus Gründen der Tradition im Text nur von Ritual-„Honig“ gesprochen wird, so ist keinesfalls nur Bienenhonig geeignet. Man kann diese Rezepte auch sehr gut mit tierleid-freien Alternativen umsetzen und dabei sogar noch zusätzliche Aspekte mit hineinbringen.

Beispielsweise mit Agavensirup (Agave = Mars / Feuer / Sinnlichkeit), Reissirup (Reis = Sonne / Luft / Fruchtbarkeit & Wohlstand), Rohrzuckersirup (Zuckerrohr = Venus / Wasser / Liebe) oder Ahornsirup (Ahorn = Jupiter / Luft / Glück).

Bei Bienenhonig verwendet man Akazienhonig,
 denn diese Sorte bleibt besonders lange klar und flüssig.

Die folgenden klassischen Rezeptideen sind schnell zusammengestellt und dürfen nach dem Energetisieren auch innerlich angewendet werden. So kann man einen einfachen Tee zu einem „Zaubertrank“ machen oder mal „ein Löffelchen Unterstützung“ im Mund zergehen lassen. Etwas Glücks-Honig direkt vor einer Prüfung, den Tee bei der Arbeit mit Wohlstand versüßen oder der heißen Milch bei einer Erkältung extra viel Gesundheit beimischen!

Wohlstand: Zimtrinde, frische Ingwerwurzel, Senfsaat, Lorbeerblätter.

Kreativität: Orangeat (kandierte Pomeranzen), Muskatblüte, Koriandersamen.

Gesundheit: Salbeiblätter, Wacholderbeeren, Rosmarin, Pfefferminze.

Leidenschaft: Jasminblüten, Hibiskus-
blüten, Kardamomsamen, Damianakraut.

Glück: Anisstern, Tonkabohne, Weißklee, Basilikumblätter, getrocknete Apfelstücke.

Harmonie: Zitronenmelisse, Kamillen-blüten, Mohnsaat, Muskatnuss.

Kraft: Beifußkraut, Chilischote, Zitronengras, Orangenschale.

Schutz: Wermut, schwarze Pfefferkörner, Petersilie, Gewürznelken.

Danach ist der Ritualhonig fertig zur weiteren Nutzung.

Verwendet wird der Ritualhonig weitestgehend, wie auch Ritualöle verwendet werden. Also zum Salben von Kerzen und Gegenständen und zum Füllen von „Witchbottles“ etc. Oft dient Ritualhonig auch als Ersatz für Hexensalben.

Durch die klebrige Konsistenz ist der Ritualhonig besonders dafür geeignet, (Wunsch-) Zettel an der Kerze eines Wunschkerzenzaubers zu befestigen. Wahrscheinlich ebenfalls auf die klebrige Eigenschaft zurückzuführen ist der Umstand, dass Ritualhonig – anders als Ritualöl – ausschließlich für anziehende Rituale verwendet wird. („Mit Honig fängt man …“)

Wunschkerzenzauber bei zunehmendem Mond

Immer bei zunehmendem Mond kann man mit einer Wunschkerze
die Erfüllung eines Herzenswunsches begünstigen. Es soll sich dabei nicht um einen materiellen oder gar finanziellen Wunsch handeln, sondern um einen Wunsch nach mehr Glück, Liebe, Gesundheit, Stärke etc. Man benötigt eine Ritualkerze, in der dem Wunsch entsprechenden Farbe [i] oder eine weiße Kerze. Achten Sie bei der Auswahl auf die Brenndauer, denn die Kerze muss ganz abbrennen, ohne zwischendurch gelöscht zu werden.

Außerdem benötigen Sie passenden Ritualhonig (ersatzweise normalen Honig), dünnes Ritualpapier (ersatzweise Pergamentpapier) und einen Stift der in der Farbe der Kerze schreibt (oder in silber bei einer weißen Kerze). Alternativ nutzt man bei dunklem Ritualpapier deckende Lack- oder Gelstifte in einer passenden Farbe.

Rituelles Räucherwerk gibt der Wunschkerze zusätzlich Kraft (ersatzweise ein aromatisches Räucherstäbchen). Die Kerze muss auf einer ausreichend großen und unbedingt feuerfesten Unterlage stehen, da das Papier später verbrannt wird. Das Ritualpapier muss so zurechtgeschnitten werden, dass es ungefähr 2-3 cm hoch ist und so breit, dass es um die Kerze gelegt werden kann, ohne dabei zu überlappen.

Honig-Kerze

Nachdem man alles zurechtgelegt und vorbereitet hat, beginnt man das Ritual damit, dass man das Papierstück zwischen den flach aneinander gepressten Händen hält, während man über seinen Wunsch nachdenkt und ihn in einem Satz zusammenfasst. Diesen Satz schreibt man dann auf das Ritualpapier.

Danach beginnt man damit, die Kerze vom Docht zum Fuß hin mit dem Honig einzureiben und dabei über die positiven Veränderungen nachzudenken, die man mit der Wunschkerze anziehen möchte. Wenn die Kerze ausreichend mit Honig bedeckt ist, so legt man das Ritualpapier oben um die Kerze (wobei sich die Rückseite mit dem Honig verbindet) und stellt die Kerze auf der geeigneten Unterlage auf.

Nun zündet man die Kerze mit Streichhölzern an und spricht den Wunsch dabei aus. Man betrachtet die Kerze konzentriert, bis das Papier zu brennen beginnt. Wenn das Papier vollständig verbrannt ist, wurde der Wunsch ans Universum übermittelt. 

Notfalls hält man übriggebliebene Stücke in die Flamme, während man den Wunsch erneut ausspricht. Lassen Sie die Kerze ganz abbrennen, als Opfergabe für die positiven Energien.

Dieser Beitrag ist Teil der Juli-Ausgabe unseres
monatlich erscheinenden Online-Magazins.

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