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Glückstage und Feiertage – Jahres-Übersicht

Glückstage und Feiertage – Übersicht

Neben den klassischen Feiertagen des Jahreskreises hat das Jahr viele Tage zu bieten, an denen verschiedenen Sitten, Überlieferungen oder Brauchtümern nach magische Feierlichkeiten stattfinden oder besondere Energien vorherrschen sollen. Die Liste dieser besonderen Tage und Glückstage wird laufend erweitert.

Auch Unglückstage werden an dieser Stelle der Vollständigkeit halber genannt:
Die zweiunddreißig Unglückstage eines jeden Jahres
Der Tag der schwarzen Magie

Um alle bisher beschriebenen Feiertage eines Monats anzuzeigen, einfach den gewünschten Monat in der folgenden Tabelle anklicken:

Unglückstage im kommenden Jahr

Unglückstage im Kalender

Unglückstage im kommenden Jahr

Fest verankert im Glauben und in der Volksmagie des Mittelalters findet man ein Liste von zweiunddreißig Unglückstagen eines jeden Jahres – die sogenannten „Ägyptischen Tage“.

So liest man in einem Manuskript des fünfzehnten Jahrhunderts, dass eine an einem der Tage geschlossene Ehe nicht lange hält, man von einer begonnenen Reise nicht zurückkehren würde und jedes an einem dieser Tage begonnene größere Vorhaben nie zu einem Erfolg führen könne.

Wer also nach einem Hochzeitstermin sucht, eine Reise plant oder ein wichtiges Projekt beginnt, der tut gut daran, diese Tage zu meiden.

Das genannte Manuskript listet die Ägyptischen Tage folgendermaßen:

Januar: 1., 2., 6., 11., 17., 18.
Februar: 8., 16., 17.
März: 1., 12., 13., 15.
April: 3., 15., 17., 18.
Mai: 8., 10., 17., 30.
Juni: 1., 7., 10.

Juli: 1., 5., 6.
August: 1., 3., 18., 20.
September: 15., 18., 30.
Oktober: 15., 17.
November: 11., 13., 17.
Dezember: 1., 7., 11.

Leider dienten die „Ägyptischen Tage“ auch der Kirche im Kampf gegen die Volksmagie. Denn bereits seit dem dreizehnten Jahrhundert fand man in den Handbüchern der Inquisitoren den Hinweis darauf, dass Hexen überführt werden können, wenn man sie dabei erwischt, sich an diese „verbotenen abergläubischen Praktiken“ zu halten.

So konnte das Meiden eines Unglückstages selbst zu einem Unglück werden …

(Aus dem Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer, 1927)

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1. Februar – Brig(h)id’s Day, Imbolc

Imbolc Brigids Day - 1. Februar

1. Februar – Imbolc – Brigid’s Day

Imbolc ist ein traditionelles Fest aus dem keltischen Jahreskreis, das in der Regel am 1. Februar gefeiert wird. Es ist eines der vier Hauptfeste in diesem Jahreskreis, neben Beltane, Lughnasadh und Samhain. Diese Feste markieren wichtige Übergänge in den natürlichen Zyklen und Jahreszeiten.

Aussprache

Der Name des Festes wird meist als „IM-olk“ausgesprochen, das „b“ bleibt also stumm. Diese Aussprache reflektiert die keltischen Ursprünge des Wortes. In der keltischen Sprache, speziell im Altirischen, werden bestimmte Buchstaben in Wörtern manchmal nicht laut ausgesprochen. Dies ist ein Beispiel für die Eigenheiten der phonetischen Struktur dieser Sprache. Der Schwerpunkt liegt auf der ersten Silbe „IM“, gefolgt von einem leichten „olk“, wobei das „c“ am Ende wie ein „k“ klingt. Diese Aussprache kann je nach Region und Dialekt leicht variieren. In einigen modernen englischsprachigen Kontexten könnte das Wort etwas anders ausgesprochen werden, aber die traditionelle, keltisch-inspirierte Aussprache behält das stumme „b“ bei.

Ursprung

Der keltische Jahreskreis ist eng mit dem landwirtschaftlichen Zyklus und den natürlichen Phänomenen verbunden. Imbolc fällt in die Mitte zwischen der Wintersonnenwende und der Frühlingstagundnachtgleiche und symbolisiert das Erwachen der Erde nach dem Winter. Es ist eine Zeit der Reinigung und des Neuanfangs, was sich in verschiedenen Bräuchen und Ritualen widerspiegelt.

Imbolc ist somit mehr als nur ein historisches Fest; es ist auch heute noch für viele Menschen ein bedeutender Teil ihres spirituellen Jahresrhythmus. Es bietet Gelegenheit zur Reflexion, zur Erneuerung der eigenen Energie und zum Setzen von Intentionen für das kommende Jahr.

Das Erwachen der Natur

Imbolc markiert eigentlich die Mitte des Winters, aber zugleich auch das erste zaghafte Erwachen der Natur. Zu diesem Jahreskreis-Fest feiert man also das Wiedererwachen des Lebens in der Natur und das Zunehmen des Lichtes im Leben. In dieser Zeit beginnt die Erde, sich langsam von der Kälte und Starre des Winters zu lösen, und die ersten Anzeichen des Frühlings machen sich bemerkbar, etwa durch das Sprießen der ersten Knospen und das sanfte Ergrünen der Landschaft.

Die Wiederkehr des Lichtes

Um dies zu symbolisieren, werden viele weiße Kerzen in Laternen angezündet, um damit die Dunkelheit zu vertreiben und das wiederkehrende Licht und die ebenfalls wiederkehrende Stärke der Sonne so zu begrüßen. Diese Lichter dienen als leuchtende Zeichen der Hoffnung und Erneuerung, die in den dunklen Wintermonaten besonders willkommen sind. Sie repräsentieren das wachsende Tageslicht und symbolisieren den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit.

Manche Bauern schüttelten zu Imbolc die Bäume, um sie aus dem Winterschlaf aufzuwecken. Diese Handlung symbolisierte das Erwecken der Naturkräfte und war ein Ritual, um die Fruchtbarkeit der Bäume im kommenden Jahr zu fördern. Früher besuchten viele Imker zu Imbolc ihre Bienen, um ihnen die frohe Botschaft vom nahenden Frühling zuzuflüstern. Diese Tradition unterstrich die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur sowie die gegenseitige Abhängigkeit in den Zyklen des Lebens.

Es ist auch „Brig(h)id’s Day“, der Festtag zu Ehren der Göttin Brighid / Brigid.

Traditionell ist Imbolc eng mit der Göttin Brighid (oder Brigid) verbunden, einer Figur aus der keltischen Mythologie. Brighid ist die Göttin des Feuers, der Inspiration und der Heilung. Das Fest feiert ihre Aspekte als Beschützerin des Heims, Förderin der Fruchtbarkeit und Vermittlerin zwischen den Welten. Verschiedene Rituale und Traditionen, wie das Anzünden von Kerzen, das Aufhängen von Seidenbändern und das Durchführen von Reinigungsritualen, spiegeln die Verbindung zu Brighid und den Geist des Neuanfangs wider.

Brighid in ihrem dreifachen Aspekt (Jungfrau-Mutter-Alte), symbolisiert nicht nur die Ankunft des Frühlings (Brighid abgeleitet von bright / hell), sie gilt ebenso als die wichtigste Patronin der Heilenden und allgemein als Göttin der Inspiration („Das Feuer der Inspiration“).

Diese keltische Göttin von Heim und Herd beschützt die Familien und segnet Beziehungen. Sie ist die Göttin der Heiler, die Herrin der Fruchtbarkeit, die Vermittlerin zwischen den Welten. Sie gehört zu den alten Göttinnen Europas, die ungebrochen bis heute verehrt werden.

Brig(h)id wandert in dieser Nacht umher.

Das Aufhängen weißer Seidenbänder in der Nacht von Imbolc ist eine zauberhafte Tradition, die tief in der Verehrung der Göttin Brighid verwurzelt ist. Diese Bänder, meist mit kleinen Glöckchen versehen, werden im Freien platziert, in der Hoffnung, dass Brighid sie auf ihrer nächtlichen Wanderung segnet. Der Akt des Aufhängens dieser Bänder symbolisiert die Bitte um ihren Segen und ihren Schutz.

Die weißen Seidenbänder repräsentieren Reinheit und Licht, passend zum wiederkehrenden Licht des Frühlings, das durch Imbolc symbolisiert wird. Die Glöckchen, die an den Bändern befestigt werden, sollen die Aufmerksamkeit der Göttin erregen und ihre Anwesenheit ankündigen.

Glöckchen für Bridghid

Nachdem Brighid die Bänder gesegnet hat, wird ihnen eine besondere Heilkraft zugesprochen. Sie werden dann in Ritualen verwendet, die mit Heilung, Genesung oder der Stärkung des allgemeinen Wohlbefindens verbunden sind. Diese Bänder können auch im Haus aufgehängt werden, um den Segen Brighids zu erhalten. Zum Beispiel über dem Bett eines Kindes, um Schutz und Wohlergehen zu gewährleisten, oder über dem Bett eines Kranken, um Genesung und Regeneration zu fördern.

Das Aufhängen der Bänder wird somit als eine direkte Verbindung zu Brighid und ihrer Kraft der Heilung und des Schutzes angesehen. Es ist eine Art, die Göttin in das eigene Heim einzuladen und ihren Segen für das kommende Jahr zu erbitten.

Imbolc-Fensterbank
Das Licht vertreibt die Dunkelheit.

An diesem lichtvollen Feiertag reinigt man das Zuhause mit dem Licht (und ggf. Rauch) von allen negativen Energien und segnet und schützt es für ein Jahr. Dafür stellt man Kerzen auf der Fensterbank auf, als Symbol gegen die Dunkelheit, und lässt diese die ganze Nacht hindurch bis zum Morgengrauen brennen. Am besten eignen sich hierfür große Teelichter mit einer Brenndauer von 8 Stunden. In jedem Raum sollte auf mindestens einer Fensterbank eine Kerze leuchten – besser noch auf jeder Fensterbank.

Darum herum streut man Bergkristalle, die das Imbolc-Licht glitzernd vervielfachen. Die Kerzen müssen immer ganz herunterbrennen, die Kristalle dann das ganze Jahr über zum Schutz liegen bleiben. Im nächsten Jahr werden diese dann durch neue Steine ersetzt.

Bergkristalle gelten in vielen Kulturen als kraftvolle spirituelle Symbole. Sie stehen für Klarheit, Reinheit und Licht – Eigenschaften, die eng mit dem Wesen von Imbolc verknüpft sind. Imbolc ist ein Fest, das die zunehmende Helligkeit und Reinheit des kommenden Frühlings feiert, und Bergkristalle spiegeln diese Qualitäten wider. Bergkristalle werden oft in energetischen Reinigungsritualen eingesetzt, da man ihnen zuschreibt, negative Energien aufnehmen und positive verstärken zu können. Beim Auslegen der Kristalle um die Kerzen herum glaubt man, dass sie das Licht symbolisch verstärken und so zur Reinigung des Raumes beitragen.

Alternativ oder zusätzlich streut man grobe Salzkristalle um die Lichter herum, welche alle negativen Energien aufnehmen und dann am nächsten Tag entsorgt werden. Salz wird als Schutz- und Reinigungselement in verschiedenen spirituellen und kulturellen Praktiken verwendet. Es symbolisiert Reinheit, Schutz und die Fähigkeit, Unreines zu beseitigen. In der Tradition von Imbolc wird es eingesetzt, um negative Energien zu absorbieren und zu neutralisieren. Das Salz wird um die Kerzen gestreut, um negative Energien aufzunehmen, die sich möglicherweise im Laufe des Jahres angesammelt haben. Es dient als physisches Mittel zur Absorption dieser Energien. Am nächsten Tag wird das Salz entsorgt, was symbolisch für das Entfernen der alten Energien aus dem Haus steht. Oft wird es mit Kräutern gemischt, um zusätzliche positive Eigenschaften für Schutz und Segen zu verleihen.

Reinigender Rauch für die Räume …

Auch Reinigungsräucherungen werden an diesem Tag durchgeführt. So werden die alten Energien der dunklen Jahreszeit aus dem Haus vertrieben und es wird für die neue, lichtvolle Energien Platz gemacht.

Dafür werden bei einbrechender Dunkelheit zunächst alle Räume mit dem Rauch einer reinigenden Räuchermischung gefüllt. Danach öffnet man alle Fenster einige Minuten lang. Sobald der Rauch davon gezogen ist, die Fenster wieder geschlossen sind und die Dunkelheit ganz da ist, entzündet man die weißen Kerzen auf den Fensterbänken.

Imbolc Cross
Ein Kreuz für die Göttin

Ein besonders gefertigtes Strohkreuz, auch bekannt als Brighid’s Cross oder Brigid’s Cross, ist das traditionelle Symbol, das mit dem Fest Imbolc und der Göttin Brighid in Verbindung steht. Es wird am Tag von Imbolc hergestellt und hat sowohl religiöse als auch kulturelle Bedeutung.

Das Kreuz wird traditionell aus Schilf oder Stroh gefertigt und hat eine charakteristische quadratische Form mit vier Armen, die durch ein zentrales Quadrat verbunden sind. Die vier Arme symbolisieren die vier Hauptfeste im keltischen Jahreskreis: Imbolc, Beltane, Lughnasadh und Samhain.

Es wird in Häusern und Ställen aufgehängt, um Schutz vor Feuer und Krankheit zu gewähren und soll auch Glück und Wohlstand für das kommende Jahr bringen. Oft wird das Kreuz über der Tür angebracht, um diejenigen, die das Haus betreten, zu segnen und um böse Geister fernzuhalten.

Wann feiert man Imbolc?

Dieses Fest ist ein Mondfest und kann entweder an dem kalendarischen Termin,
astrologisch, rechnerisch oder nach dem Mondkalender gefeiert werden.

Imbolc wird zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang gefeiert.
Heutzutage meist kalendarisch am 1. oder 2. Februar. Also entweder am 31. Januar
in den 1. Februar hinein oder am 1. Februar in den 2. Februar hinein.

Doch man muss davon ausgehen, dass die alten Völker nicht nach einem Kalender feierten, sondern
sich am Mond orientierten. Es wurde also mal früher und mal später gefeiert, entsprechend des Mondstandes.

Für die Mondkalender-Berechnung entspricht Imbolc dem Vollmond im Februar (2026: 1. Februar 23:09 Uhr) oder
anderen Traditionen zufolge dem zunehmenden Halbmond im Februar, also 7 Tage vor dem Februar-Vollmond.

Rechnerisch feiert man an dem genauen Mittelpunkt zwischen der Wintersonnenwende
und der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche (2026: 3. Februar) und astronomisch
wenn die Sonne im Wassermann 15 Grad erreicht (2026: 3. Februar um 15:37 MEZ).

Alle Zeitpunkte finden sich in den Überlieferungen und sind somit je nach eigener Tradition gleichermaßen geeignet.

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14. Februar – Lupercalia, Juno Februata, Valentinstag

14. Februar – Lupercalia, Juno Februata, Valentinstag

Sei Mein Valentin

Verschiedene Feiertage fallen in die Mitte des Februars – so auch der Valentinstag.

Passend zur beginnenden Paarungszeit der Vögel und dem nun immer häufigeren Auftreten von Blüten und frisch-grünen Blättern, standen diese verschiedenen Feste alle im Zeichen der Liebe, der Leidenschaft und der Fruchtbarkeit. Denn so wie die Tiere und die Pflanzen spüren auch die Menschen jetzt die Rückkehr der Lebensfreude und freuen sich auf die hellere Jahreszeit.
Beispielsweise wurde die Göttin Juno Februata geehrt, die als Göttin des Liebesfiebers, der orgiastischen Riten und der Leidenschaft mit ihrem Ruf die Tiere aus dem Winterschlaf hervorbringt und zu den Paarungsritualen im Frühjahr anregt.
Die ebenfalls um diesen Zeitpunkt herum gefeierten Luperkalien (13. bis 15. Februar) waren ein Fruchtbarkeitsfest, dessen Bräuche auf Befruchtung des Landes, der Stadt, ihrer Einwohner und ihrer Herden hindeuten, zu Ehren des römischen Herdengottes Faunus, der den Beinamen Lupercus („Wolfsabwehrer“) führte.

Es kam, wie es kommen musste …

Die ausschweifenden und sexuell freizügigen Festivitäten fielen natürlich der christlichen Religion zum Opfer.
Um den anhaltenden Feiern einen „ordentlichen“ Grund zu geben, berief man sich fortan auf den heiligen Valentin, dessen Gedächtnis am 14. Februar begangen wird. Keine der zahlreichen Thesen zu diesem Märtyrer kann historisch genau belegen, warum der heilige Valentin ausgerechnet zum Patron der Verliebten erkoren wurde. Ein „Valentin von Rom“ soll als Priester Liebespaare trotz eines bestehenden Verbotes durch Kaiser Claudius II. christlich getraut haben und deswegen am 14. Februar 269 hingerichtet worden sein. So bietet er sich als Erklärung an – auch wenn eine Hinrichtung als Anlass für ein Fest der Liebe eher seltsam anmutet.
Selbst auf der Webseite von „katholisch.de“ liest man
„Eine Erklärung knüpft an die römische Götterwelt an. Im alten Rom gedachte man am 14. Februar der Göttin Juno, die als Schützerin von Ehe und Familie galt. Die Frauen bekamen Blumen geschenkt. Diese Verehrung ging dann auf den Valentinstag über.“ (Zitat)

Praktischerweise ist er dort aber auch gleich noch als (Zitat)
„Patron der Jugend, Liebenden, Reisenden und Imker; für Bewahrung jungfräulicher Unschuld, gute Verlobung und Heirat; gegen Ohnmachtsanfälle, Wahnsinn, Epilepsie, Gicht, Pest und Gebärmutterkrankheiten“ aufgeführt.

Die besondere Energie dieses Tages ist älter als der heilige Valentin!

Eine Herleitung der Bräuche des Valentinstags aus heidnischen Bräuchen liegt also viel näher als der kirchliche Valentin.
Auch Ekkart Sauser schreibt Wikipedia zufolge im „Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon“:

„Der Brauch, sich am Valentinstag Blumen
zu schenken, geht sehr weit zurück:

Im antiken Rom gedachte man am
14. Februar der Göttin Juno,
der Schützerin von Ehe und Familie.
Den Frauen wurden an diesem Tag
Blumen geschenkt.“

(Zitat von Wikipedia)

Die Liebe feiern – egal unter welchem Namen!

Es ist der Zeitpunkt, um das Band zwischen Liebenden zu knüpfen, zu festigen oder zu erneuern. Daher sollte man diesen Tag der Verliebten besonders schön miteinander zelebrieren. Sanftes Kerzenlicht, Massagen mit duftenden Ölen, aromatisches Räucherwerk und anderes romantisches Zubehör bietet sich an, um ein kleines Fest der Liebe mit dem geliebten Menschen zu feiern. Besonders – aber nicht nur – wenn ein Kinderwunsch erfüllt werden soll.

Nicht nur für Liebende, auch für Liebes-Sucher!

Der Valentinstag ist aber nicht nur der Tag, an dem eine bestehende Beziehung gefeiert und gefestigt werden kann. Es ist auch ein guter Tag, um im eigenen Liebesleben aufzuräumen.

Dies ist abhängig von der Mondphase.
Bei abnehmendem Mond könnte man z. B. den Ex-Partner endlich aus den Gedanken verbannen, während man sich an einem Valentinstag in der Phase des zunehmenden Mondes darüber Gedanken machen würde, was für einen Menschen man sich eigentlich in seinem Leben wünscht. Das entsprechende Thema lässt sich dann gut mit einem Ritual am Valentinstag unterstützen.

 

In diesem Jahr fällt der Valentinstag in die Phase des abnehmenden Mondes.

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20. März – Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche

Fruehjahrs Tag und Nacht Gleiche Equinox 20. / 21. März

20. März – Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche

Der Hintergrund zu diesem Tag im Jahreskreis ist die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche, also der Moment, an dem die Sonne den Himmelsäquator im Frühlingspunkt passiert, womit der Beginn dieser Jahreszeit astronomisch definiert ist.

Es ist einer der zwei Tage im Jahr, an denen der lichte Tag und die Nacht gleich lang dauern. Danach sind die Tage erst einmal länger als die Nächte.

Auch der Frühlingsanfang fällt auf den 20. März.

Sowohl weltliches als auch energetisches Aufräumen als „Frühjahrsputz“ (z. B. Ausräuchern oder Reinigung mit magischem Essig), findet oftmals in den ersten Wochen des Märzes statt.

In manchen Gegenden werden zum Frühlingsanfang Strohpuppen verbrannt, um so symbolisch den „Herrn Winter“ endgültig auszutreiben. Man feiert an diesem Tag den Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Bei einem fröhlichen Frühlingsfest begrüßt man folglich den neuen Zyklus der Natur. Zuvor sollte der Frühjahrsputz beendet sein, da man sich danach wieder mehr dem Leben außerhalb des Hauses zuwenden möchte.

Ein etwas umstrittener Name ist „Ostara“.

In neopaganen Glaubensrichtungen werden in dieser Zeit liegende Feste häufig als Ostara oder Ostarafest bezeichnet. Der Bezug auf eine germanische Frühlingsgöttin namens Ostara wurde von Jacob Grimm (1785–1863, „Die Gebrüder Grimm“) hergeleitet. Als Quelle bezog sich Grimm dabei auf den angelsächsischen Mönch und Kirchenhistoriker Beda.

Die Verwendung des romantischen Namens Ostara für ein Frühlings-Fest erfolgt daher bei seriösen Quellen zumindest ohne den Verweis auf eine Göttin.

Dieses Fest ist kein ursprüngliches keltisches Fest.

Üblich sind das Schmücken des Hauses mit frischen Blumen und bunten Bändern sowie das Opfern von geflochtenen Kränzen in einem Feuer oder einem fließenden Gewässer.

Die mit dem Fest verbundenen Bräuche kann man auf die irisch-schottische Sagenfigur der Cailleach beziehen. Es ist der Tag, an dem die Macht von der Wintermutter Cailleach zu der Frühlingsgöttin Bride übergeht.

Daher wurde wohl für die modernen heidnischen Frühlingsbräuche das schottische Fest „Latha na Cailliche“ zum Vorbild genommen.

Die Natur sollte bei allen Ritualen eine Rolle spielen.

Die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche ist ein energetischer Meilenstein im Kreislauf der Natur. Alles steht in den Startlöchern, ist voller Tatendrang und in positiver Aufruhr. Bienen nehmen ihre Arbeit auf, Hummelköniginnen bilden neue Staaten, Blumen recken ihre Köpfchen aus der Erde.

Wir feiern die Wiedergeburt der Natur aus dem Todesschlaf des Winters und begrüßen die neue Kraft und die positive Energie, die sie uns jetzt schenkt. Diese Energie kann man sich zunutze machen, indem man die Saat für eigene, persönliche Erfolge sät.

Spezielle Blumensamen in einem Zauber zu segnen und mit dem Wunsch nach eigenem Wachstum und Wohlstand anschließend in die Natur zu bringen, ist beispielsweise eine einfache rituelle Handlung, die auch mit Kindern Spaß macht.

Frühlingsblumen

Der Zeitpunkt des Equinoxes kann auf den 20. oder 21. März fallen

Nach dem Gregorianischen Kalender fällt das sogenannte „Primaräquinoktium“
in der mitteleuropäischen Zeitzone im 21. Jahrhundert auf den 20. oder 21. März.
Dies ist abhängig von der Lage des Jahres zum nächsten Schaltjahr.
In den kommenden Jahren fällt es aber immer auf den 20. März.

2026 – 20. März – 15:46 Uhr

Dieses Fest ist ein Sonnenfest und wird an diesem festen Termin gefeiert.
Ob man in der Nacht auf diesen Zeitpunkt hin, an dem der Gleiche folgenden Tag,
direkt zum Zeitpunkt oder in der ihr folgenden Nacht feiert, ist wie immer eine sehr
persönliche Entscheidung, da verschiedene Traditionen das unterschiedlich handhaben.

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Nacht auf den 1. Mai – Beltain, Beltaine, Beltane

Beltaine Maifeiertag 1. Mai oder Vollmond im Mai

Beltaine, Beltane, Beltain, Bhealltainn – das Maifest mit den vielen Schreibweisen.

Hergeleitet von bel („helles Feuer“) oder nach dem keltischen Licht- und Feuergott Belenos (Belenus, Belinos) benannt, ist dies ein kraftvolles Feuerfest mit Aufbruchstimmung! Volkstümlich ist Beltaine als Feuerfest überliefert, bei dem traditionell die Herden zur Segnung und Reinigung zwischen zwei Feuern hindurch zurück auf die Weide getrieben wurden.

Beltaine war ursprünglich auch der Beginn des keltischen Jahres. Die Feierlichkeiten zeigen viele Analogien zu Traditionen wie dem „Tanz in den Mai“ und auch der traditionelle Maibaum hat vermutlich hier seinen Ursprung. Die Kelten schmückten zu Beltaine die Häuser und Ställe mit frischem Grün und besonders mit den Blüten des Weißdorns. Eine letzte Erinnerung an die Verehrung einer Göttin, die dem Land die Fruchtbarkeit schenkte, ist wohl die noch heute vielerorts praktizierte Wahl einer Maikönigin.

Beltaine steht dementsprechend für die Fruchtbarkeit der Erde nach dem kargen Winter. Ein echtes Fruchtbarkeitsfest, nicht nur im Sinne der Fortpflanzung, sondern auch für die Kreativität, den Beruf, für Ideenreichtum oder neue Beziehungen.

Rituale, Bräuche und Traditionen

Über die zu vorchristlicher Zeit zu Beltaine tatsächlich begangenen Rituale ist heutzutage wenig bekannt, denn es liegen keine verlässlichen Überlieferungen vor. Dennoch gibt es einiges an Traditionen und Bräuchen in magischen Kreisen.

Tanz in den Mai!

In einigen Teilen Schwedens finden Frühlingsfeste an „Valborg“ statt, an denen große Feuer entzündet werden und verkleidete Kinder (ganz ähnlich wie an Samhain) von Haus zu Haus ziehen. In Finnland heißt das Fest „Vappu“, das Fest des Frühlings. Es wird nachweislich bereits seit dem Mittelalter gefeiert.

Auch wenn die heidnischen Wurzeln dieses Festes nicht mehr im Vordergrund stehen, so finden dennoch in der Nacht zum 1. Mai überall Mai-Feierlichkeiten statt.

Der Maibaum …

Ein Brauch, der in vielen Gegenden Deutschlands bis heute erhalten geblieben ist, dreht sich um den Maibaum. Am Maifeiertag (1. Mai) wird dafür auf dem Dorfplatz der Maibaum aufgestellt. Es wird traditionell ein Seidenband von jeder Person gestiftet, die teilnehmen möchte, welches dann in einem gemeinschaftlichen Tanz um den Maibaum gewickelt wird. Jede Farbe vermittelt dabei eine eigene Botschaft und repräsentiert unterschiedliche Wünsche oder Gefühle, die mit dem Frühling, der Gemeinschaft und persönlichen Beziehungen verbunden sind.

  • Rot: Tiefe Liebe und Leidenschaft.
  • Blau: Treue und Zuverlässigkeit.
  • Gelb: Freude und eine lebendige Freundschaft.
  • Rosa (Pink): Zärtlichkeit und Romantik.
  • Grün: Hoffnung und Erneuerung in Beziehungen.
  • Weiß: Harmonie und ehrliche Kommunikation.
  • Lila: Tiefe Verbundenheit und gegenseitiges Verständnis.
  • Orange: Enthusiasmus und Abenteuerlust.

 

Die Birke als Liebesbotin.

Bei den verschiedenen Brauchtümern ist besonders bei den „Liebesmaien“ noch eine rituelle Handlung zu erkennen.

An einer mit bunten Bändern geschmückten Birke wird ein sogenanntes Maiherz aus Birkenrinde angebracht.

Auf den Maiherzen steht entweder der Name der/des Angebeteten oder ein Wunsch an den Maibaum nach einer neuen Liebe.

Elfentränen sammeln.

Die Tautropfen, die man am Morgen dieses Tages von den Pflanzen sammelt, sollen Zauberkräfte haben. Sie werden häufig auch Elfentränen genannt. Besonders kraftvoll sind die von Maiglöckchen- oder Frauenmantel-Blättern gesammelten Mai-Tautropfen.

Maibaum-Wünsche im Wind.

Die Idee des Maibaums wird oft aufgegriffen, um ein Wunschritual durchzuführen. Dafür wird auf lange Bänder aus sehr dünnem Papier (in der zum Wunsch passenden Farbe) jeweils ein Wunsch geschrieben. Diese Wunschbänder werden locker um die Äste einer jungen Birke geknotet, sodass der Wind sie davontragen kann. Als Opfergabe legt man einen kleinen Kraftsteinan den Fuß der Birke.

In manchen Gegenden ist der richtige Baum für diesen Brauch nicht die Birke, sondern ein heiliger Weißdorn – dieser steht entweder allein oder in einer Gruppe von genau drei Weißdorn-Bäumen.

Birkenwünsche
So fruchtbar wie die Natur …

Kräuter und Blüten, die während des Beltaine-Festes gesammelt oder verarbeitet wurden, gelten als ganz besonders kraftvoll.

Da es sich bei diesem Fest um ein Fest der Sinnlichkeit, der Liebe und der Fruchtbarkeit handelt, sammelt man Pflanzen, die Venus oder dem Mond, dem weiblichen Prinzip, zugeordnet sind.

Auch Weißdornblüten dürfen hierbei nicht fehlen, auch wenn sie dem Planeten Mars und dem Element Feuer zugeordnet sind. Diese zusätzliche männliche Kraft macht die Mischung erst ausgewogen.

Die Pflanzen werden anschließend zur Unterstützung von Wünschen und Ritualen bezüglich von Partnerschaft, Liebe, Kindersegen oder Eheschließung verwendet. Etwa als Räucherwerk, in einem Pulver oder auch in einem Glücks-Beutelchen für die Fruchtbarkeit.

Wann feiert man Beltaine?

Dieses Fest ist ein Mondfest und kann entweder an dem traditionell weit verbreiteten kalendarischen Termin, also in der Nacht zum 1. Mai – dem Maifeiertag – oder nach dem Mondkalender gefeiert werden.

Nach diesem fällt die Beltaine-Nacht – je nach Tradition – entweder auf den 5. Vollmond nach dem Yulefest, auf den 5. Vollmond eines Mondjahres, auf den 5. Mond des Kalenderjahres oder generell auf den Vollmond im Kalendermonat Mai (Wonnemond).

Für den Vollmond im Mai, den Wonnemond, spricht in manchen Jahren der späte Zeitpunkt. Die Natur ist dann auch noch einmal einige Tage weiter in ihrer Fruchtbarkeit fortgeschritten und umgibt uns ganz passend mit noch mehr Blüten, Düften und einer wärmeren Nacht.

Eine weitere traditionelle Terminbestimmung lautet „Wenn der Weißdorn blüht!“ – diese etwas ungenaue Angabe macht sehr deutlich, welche wichtige Rolle Weißdorn-Blüten (besonders in den keltisch geprägten Traditionen) bei den Maifeierlichkeiten spielen.

Der Weißdorn ist der sechste Baum des keltischen Baum-Oghams.  Er steht für Liebe, Fruchtbarkeit und das Herz.

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21. Juni – Sommersonnenwende (auch Litha genannt)

Sommersonnenwende 20. / 21. Juni

Die Tage werden wieder kürzer

Zur Sommersonnenwende am 20. oder 21. Juni ist der astronomische Zeitpunkt des längsten Tages und der kürzesten Nacht des Jahres gekommen. 

Von nun an wird der lichte Tag stetig kürzer und die dunkle Zeit nimmt zu. Diese Wende kennzeichnet eines der wichtigsten heidnischen Feste. Es ist eines der wenigen vorchristlichen Feste, welche zu feiern bis heute noch weit verbreitet ist.

Viele Namen und Traditionen

Die festliche Zusammenkunft an besonderen Plätzen im Freien, zu großen Sommersonnenwend-Feuern, erfreut sich zum Glück noch immer großer Beliebtheit. Traditionell soll hierbei Erlenholz verbrannt werden. Mit der Erle ist eine magische Symbolik verbunden, die Stärke, Schutz, Entschlossenheit und Zuversicht beinhaltet.

Die Namen für dieses Fest sind dabei sehr verschieden. Vom geläufigen (astronomischen) Begriff Sommersonnenwende über Sonnenwendfest, Sonnenwendfeier, Mittsommerfest, Mittsommernacht hin zu dem unter Hexen und Heiden recht weitverbreiteten Begriff Litha (gesprochen „Litta“).

Im christlichen Sprachgebrauch findet man entsprechend den Johannistag mit seinen ganz eigenen (kirchlichen) Traditionen, während vorchristliche Riten einfach mit der Bezeichnung „Hexenfest“ abgetan werden.

Sicher ist nur eines: Die Sonnenwende war schon in vorchristlicher Zeit ein bedeutendes Fest.

Ein Fest der Lebensfreude und der Kraft

Ob dieses Sommerfest tagsüber bei Helligkeit und Sonnenschein gefeiert wird oder man die kürzeste Nacht des Jahres mit einem tanzenden Sonnenwend-Feuer erhellt, bleibt den persönlichen Vorlieben überlassen. Auch besinnlich und still die ersten Sonnenstrahlen zum Sonnenaufgang ganz bewusst zu erleben und die zunehmende Wärme achtsam wahrzunehmen, vielleicht mit einem Tee aus sommerlichen Blüten, ist eine Möglichkeit, die Sommersonnenwende individuell zu zelebrieren.

Im Mittelalter soll es am  „Sunnwendfeuertanz“ Sitte gewesen sein, bis zur Erschöpfung um das Feuer herum zu tanzen und zu springen. Die Bauern hofften, dass sich diese derart „geopferte“ Lebenskraft der bevorstehenden Ernte zuwendet.

Wendepunkt und Veränderung

Es ist der richtige Zeitpunkt, um Wünsche zu äußern. Dieses Fest soll einen Wendepunkt markieren, an dem wir mit vergangenen Dingen unseren Frieden schließen und der Zukunft optimistisch entgegensehen. Häufig werden symbolische Gegenstände oder mit Wünschen beschriebene Ritualpapiere ins Feuer geworfen.

Zum Wunsch gehört auch der Dank!

Jeder, der dem Feuer seine Wünsche zur Transformation übergeben hat, sollte hinterher auch ein Feueropfer darbringen. Etwa kleine Kränze aus getrockneten Blumen oder aus Kräutern, Girlanden gebastelt aus buntem Papier oder etwas Ähnliches. Ausgewählt mit Liebe, hergestellt mit den eigenen Händen! 

Sonnenwend-Feuer
Erst springen, dann feiern!

Wenn alle dann dem Feuer ihre Ehre erbracht haben, so ist es Zeit für den Sprung über das Feuer.

Paare springen dabei gemeinsam über das Feuer – das stärkt die Beziehung für ein (weiteres) Jahr.

Beim Sprung gilt für jeden, dass er/sie sich hierbei eine positive persönliche Veränderung wünschen sollte.

Danach beginnt das Festmahl. Auch hier gilt: Man sollte so viel wie möglich selbst backen/kochen/herstellen. Kuchen und Wein (oder Traubensaft) sollten auf jeden Fall gereicht werden, ansonsten ist dieser Teil ganz dem eigenen Geschmack überlassen.

Amulette aus dem Feuer-Holz

Ein Stück am Sonnenwende-Feuer getrocknetes Holz gilt noch heute als glücksbringendes Amulett. Mit ​der Kohle-Seite eines einseitig im Sonnenwendfeuer angebrannten Erlenholz-Stabs wurden einst auch Schutzsymbole an Haus und Stall gezeichnet.

Der Zeitpunkt der Sonnenwende kann auf den 20. oder 21. Juni fallen

Weil das Sonnenjahr knapp sechs Stunden länger ist, als das kalendarische Jahr mit genau 365 Tagen, verschiebt sich
der Zeitpunkt der Sonnenwenden in jedem Jahr, das kein Schaltjahr ist, um etwa sechs Stunden zu späteren Uhrzeiten.
In Mitteleuropa fällt die Sommersonnenwende meist auf den 21. Juni. Seit 2020 kann sie manchmal am 20. Juni sein.

2026: Sonntag, 21. Juni 2026 um 10:24 MESZ

Dieses Fest ist ein Sonnenfest und wird an diesem festen Termin gefeiert.

Die Sonnenfeste finden jeweils zum Beginn der vier Jahreszeiten statt und werden an diesen
astronomischen Terminen gefeiert. Die Tage sind fest definiert, die Sonne steht dann an bestimmten
Punkten am Himmel. Der Zeitpunkt der Sommersonnenwende ist beispielsweise, wenn die Sonne den höchsten
mittäglichen Sonnenstand erreicht. Der niedrigste Sonnenstand definiert dann die Wintersonnenwende.

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Kategorie:
Die Jahreskreis-Feste

24. Juni – Fairy Day (Feen-Tag)

FairyDay-Set

24. Juni – Fairy Day (Feen-Tag)

Am 24. Juni wird überall auf der Welt ein ganz besonderer Feiertag gefeiert – allerdings nur unter Eingeweihten und Bewunderern dieser ganz besonderen Wesen – der „Fairy Day“ oder auch Feen-Tag.

Ein schöner Brauch ist es, an diesem Tag an einem hübschen, ruhigen Ort in der Natur eine glitzernde Feen-Kerze anzuzünden und dazu duftende Räucherkegel zu verbrennen, um mit den Feen in Kontakt zu treten.

Danach hinterlässt man dort ​beispielsweise glänzende Münzen, Glas-Murmeln, Perlmutt oder Glimmer-Schiefer und glitzernde Kraftsteinchen als Geschenk für die Feen. Bitte immer darauf achten, dass die ​Geschenke den Tieren des Ortes nicht schaden! Kein Plastik, keine Bänder etc.

Wann immer man sich im folgenden Jahr traurig oder einsam fühlt, etwas Kraft benötigt oder die Gesundheit angeschlagen ist, darf man an diesen Platz zurückkehren und dort „energetisch auftanken“. Die Feen des Ortes sorgen für einen – wenn man sie denn auch am folgenden 24. Juni wieder besucht und beschenkt!

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Kategorie:
Verschiedene Feiertage

3. Juli – Festtag der Göttin Cerridwen

Cerridwen-Kräuter am 3. Juli

3. Juli – Festtag der Göttin Cerridwen

Cerridwen ist eine walisische Fruchtbarkeitsgöttin. Sie wird als dreifache Göttin verehrt: Jungfrau, Mutter und weise Alte.  Ihre Symbole sind einerseits der Kessel – als Kessel der Inspiration und Weisheit – aber ebenso die Sau, denn das Schwein war für die Kelten die Verkörperung der Fruchtbarkeit, da es sehr viele Ferkel auf einmal werfen kann. Man muss hier den Aspekt der Muttersau sehen: Leben schenken, es nähren und behüten.

Man sagt, bei den Kräutern sprechen sie die reinigenden Energien von Lavendel, duftendem Eisenkraut (Verbene), Salbei und Rosmarin an.

Eine Räuchermischung aus diesen Zutaten (zu gleichen Teilen) kann an ihrem Festtag hergestellt werden. Diese Mischung kann dann das ganze Jahr über dazu verwendet werden, negative Energien aus dem Körper zu vertreiben und diesen so für die positiven Energien der Schwangerschaft vorzubereiten.

Cerridwen-Kräuter

Dazu stellt man das Räuchergefäß auf den Boden, legt das Räucherwerk auf die glühende Kohle und stellt sich über das Räuchergefäß, je ein Bein links und rechts. Der Rauch soll einen umgeben und dann nach oben wegziehen, wobei man ihm mit weit in den Nacken gelegtem Kopf hinterher sieht. Dabei visualisiert man, wie der Körper gereinigt wird und nun nur noch auf die Empfängnis wartet.

Wenn es dann so weit ist (aber frühestens im 2. Trimester der Schwangerschaft), verbrennt man den Rest der Räuchermischung als ein Symbol der Dankbarkeit und um einen guten Verlauf der Schwangerschaft und der Geburt zu begünstigen.

Cerridwen-Räucherung

Cerridwens Festtag bietet eine Gelegenheit, sich mit den natürlichen Zyklen zu verbinden und die spirituellen Aspekte von Fruchtbarkeit und Lebenszyklen zu feiern. Auch wenn moderne Lebensweisen sich stark von denen der keltischen Vorfahren unterscheiden, bieten solche Rituale wertvolle Momente der Reflexion und Dankbarkeit. Sie helfen uns, die Verbindung zur Natur und zu den uralten Traditionen, die unsere Kultur geprägt haben, aufrechtzuerhalten.

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1. August – Lughnasadh / Lammas / Schnitterfest

Lughnasadh - 1. August oder Erntemond

Lughnasadh oder Lammas?

Der Name Lughnasadh (oder auch Lugnasad, sprich: Luu-NA-sad oder Luu-NA-sa), bedeutet in der keltischen Sprache „Zusammenkunft im Namen des Lugh“.

Lugh ist der keltische Sonnen-, Korn- und Erntegott, dem dieses Fest gewidmet ist. Der Mythologie nach ist er der Sohn oder Nachfolger des Licht- und Feuergottes Bel, nach dem Beltaine benannt ist. Mit dem ersten Schnitt des Korns stirbt Lugh symbolisch und kehrt bis zum nächsten Frühjahr in sein Reich zurück.

Zum Dank – und als Opfergabe für das kommende Jahr – lässt man traditionell einige Ähren auf dem Feld stehen oder gibt ihnen in Form eines daraus geflochtenen Kranzes oder eines Gesteckes aus verschiedenen Blumen und Getreidesorten einen Platz im Haus. Diese Tradition soll sicherstellen, dass die Götter wohlgesinnt bleiben und eine reiche Ernte auch im nächsten Jahr gewährt wird.

Ein weiterer gebräuchlicher Name dieses Augustfestes – Lammas – leitet sich wohl von altenglischen Hlaf-mass, neuenglisch „loafmass“ (Laib-Messe) ab, weil dabei die ersten Brotlaibe aus dem neuen Getreide geopfert oder verzehrt wurden. Der dritte geläufige Name für dieses Fest, Schnitterfest, entstand, weil zu diesem Zeitpunkt die erste Kornernte geschnitten und eingebracht wurde.

Jetzt beginnt die Ernte

Zu diesem Zeitpunkt feierte man in landwirtschaftlich geprägten Kulturen ein fröhliches Fest. Lughnasadh ist jedoch noch kein klassisches Erntedankfest mit der Fülle all der Früchte, wie es zum frühen Herbst gehört, sondern ein Fest der fruchtbringenden Sonne, der produktiven Erde und der goldenen Ähren des reifen Korns. Es steht für die Hoffnung und Dankbarkeit gegenüber den Elementen, die das Wachstum ermöglichen.

Das Thema der Ernte lässt sich auf persönliche Themen übertragen

Auch persönliche Erfolge können – wie die Ernte – energetisch „haltbar gemacht“ werden. Während eines Rituals bindet man Kränze oder fertigt Gestecke an.

Dabei arbeitet man verschiedene getrocknete Blumen und Getreideähren ein, um durch diese bestimmten Energien einen besonderen Platz im Haus zu geben. Jede Pflanze steht dabei für einen anderen zu sichernden Aspekt. Die magisch wirksamen Pflanzen des Feldrandes – die zur Erntezeit ebenfalls mit geerntet wurden – bringen zusätzliche Energien ein. Etwa Nüsse, Eicheln, Hagebutten oder ähnliche Werkzeuge aus der Volksmagie.

Auch Dankbarkeit kann rituell ausgedrückt werden

Dafür kann man beispielsweise eine goldgelbe Kerze entzünden, in ihrem Licht selbstgebackenes Brot verzehren oder Getreideähren in einem Feuer rituell verbrennen. Man zeigt sich dankbar gegenüber der Natur oder den Göttern.

Man schätzt sich glücklich, genug zu essen zu haben und Wachstum erleben zu dürfen – sowohl weltlich, als auch spirituell. 

Die Natur wertschätzen

Auch wenn Ernteopfer heutzutage etwas altmodisch wirken und vielen nicht mehr erforderlich erscheinen – mit Brot und Mehl aus dem Supermarkt – so ist es doch ein schöner Anlass, um sich der Natur ganz bewusst zuzuwenden und dankbar zu sein, für alles, was man von ihr im Laufe des Jahres bekommt.

Wann feiert man Lughnasadh?

Dieses Fest ist ein Mondfest und kann entweder zum kalendarischen Termin (in der Nacht auf den 1. August,
seltener auf den 2. August) oder nach dem Mondkalender gefeiert werden. Dann fällt die Feier auf
die Nacht des August-Vollmondes (28.8.) oder die Nacht des 8. Vollmondes nach Yule,
da dieser einst den Beginn der Ernte kennzeichnete.

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Seite 2 von 28

Kategorie:
Die Jahreskreis-Feste

15. August – Tag der Kräuterweihe

15. August – Tag der Kräuterweihe

Dieser Tag ist der Auftakt zu der wichtigsten Kräutersammel-Zeit des Jahres. Er wird in manchen Gegenden auch Wurzweihe oder Büschelfrauentag genannt.

In der römisch-katholischen Kirche wird dieser Tag als Mariä Himmelfahrt gefeiert. Besonders in ländlich geprägten Regionen ist dieser Feiertag eng mit der Kräuterweihe verbunden. Die gesammelten Pflanzen werden zu einem Kräuterbusch oder Kräuterweihe-Strauß gebunden und während des Gottesdienstes gesegnet.

Magisch und medizinisch verwendete Pflanzen, die von nun an bis zur Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche gesammelt werden, übertreffen alle zu anderen Zeitpunkten gesammelten Kräuter an Kraft – sowohl für die magische als auch für die medizinische Verwendung. Die Pflanzen stehen voll im Saft und haben von der Wurzel bis zur Blattspitze die Kraft des bald endenden Sommers gespeichert.

Kräutermagie trifft Numerologie

Der spezielle Brauch der Kräuterweihe, bei dem aus einer Anzahl ganz bestimmter Kräuter gebundene Bündel in einem Gottesdienst geweiht werden, gehört schon seit Langem zu den volkstümlichen Bräuchen in der römisch-katholischen Kirche. Doch da es ganz offensichtlich mit sehr viel Magie verbunden ist, solche Kräuterbündel zusammenzustellen, kann man sich denken, wo diese Tradition ihren Ursprung hat …

Die  Anzahl der verschiedenen Kräuterarten im Kräuterbündel variiert je nach Überlieferung. So gibt es beispielsweise Bündel aus sieben, neun oder zwölf Kräuterarten.

Das Kräuterbündel steht dabei nicht nur für die Kraft der einzelnen Pflanzen.

Durch das gemeinsame Binden werden ihre unterschiedlichen Eigenschaften symbolisch miteinander verbunden. So entsteht ein schützender Kräuterbusch, der die Fülle des Sommers bewahren und seine Kraft in das Haus tragen soll.

Oft werden in diese Kräuterbündel genauso viele Alantblüten eingebunden, wie zu schützende Menschen und Tiere gemeinsam im Haushalt (oder auf dem Hof) leben. Typische Kräuter sind neben den Alantblüten auch Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Wermut, Beifuß, Thymian, Baldrian, Salbei, Eisenkraut, Rosmarin, Minze, Ringelblume und Rainfarn.

Die Kräuter werden zu einem dicken Bündel gebunden. Die Königskerze gehört dabei in die Mitte.

Die Auswahl der Kräuter kann bei einem Spaziergang in der Natur spontan erfolgen – je nachdem, was man findet – oder man plant das Kräuterbündel nach der magischen Zuordnung der Pflanzen für einen bestimmten Bereich des Lebens. So kann man etwa allgemeine Schutzpflanzen sammeln oder Liebeskräuter, wenn die Partnerschaft besonders gegen Unglück geschützt werden soll. Man kann sich aber auch auf Pflanzen für Wohlstand oder Fruchtbarkeit konzentrieren.

Kräuterweihe-Strauss

Dieses Bündel wird dann mit den Blüten nach unten im Haus oder auf dem Dachboden zur Abwehr von Feuer und Blitz und zum Segnen des Hauses zum Trocknen aufgehängt.

Damit die Kräuter gut trocknen und nicht schimmeln, sollte das Bündel an einem trockenen, luftigen und vor direktem Sonnenlicht geschützten Platz hängen. Sehr dicht gebundene Sträuße können bei Bedarf nach einigen Tagen etwas gelockert werden, damit die Luft auch an die innen liegenden Pflanzen gelangt.

Mit den Kräutern durch das Jahr …

Ist der Kräuterbusch erst einmal schön trocken, so kann man das ganze Jahr über bei Bedarf einige Kräuter abzupfen, zerreiben und diese verräuchern, um alles Unglück abzuwehren. Speziell gegen Krankheiten vermischt man die Kräuter gerne auch mit etwas Weihrauchharz, bevor sie verbrannt werden. Wenn man die Kräuter räuchern möchte, dann ist es wichtig, dass man sie nicht an vielbefahrenen Straßen sammelt. Das sollte zwar bei allen Pflanzen, die für magische Zwecke gesammelt werden so gehandhabt werden, bei Räucherpflanzen ist es aber besonders wichtig.

Die Kräuterweihe verbindet das Sammeln, Trocknen und Verwenden der Pflanzen mit einem bewussten Übergang im Jahreskreis. Der Kräuterbusch bewahrt einen Teil der sommerlichen Fülle und begleitet den Haushalt durch die dunkleren Monate. Dabei kann er als Schutzsymbol aufgehängt, für Räucherungen verwendet oder als Erinnerung an die Kraft und Vielfalt der heimischen Pflanzen betrachtet werden.

Magisch sammeln, ohne der Natur zu schaden

Wer Pflanzen, Blüten oder andere Naturmaterialien für die magische Verwendung sammelt, sollte dies immer achtsam tun. Schließlich soll die Natur durch unsere Rituale nicht geschwächt werden.

Sammeln Sie nur Pflanzen, die Sie sicher bestimmen können, und informieren Sie sich vorher, ob die jeweilige Art geschützt ist. In Naturschutzgebieten und an anderen besonders geschützten Orten dürfen Pflanzen grundsätzlich nicht entnommen werden.

Bei häufig vorkommenden, nicht geschützten Pflanzen dürfen kleine Mengen für den persönlichen Bedarf gesammelt werden. Nehmen Sie jedoch immer nur so viel mit, wie Sie wirklich benötigen. Ernten Sie nie einen ganzen Bestand ab und lassen Sie ausreichend Blüten, Früchte und Samen für Tiere sowie für die Vermehrung der Pflanzen zurück.

Entnehmen Sie Blätter und Blüten möglichst so, dass die Pflanze weiterwachsen kann. Wurzeln sollten nur gesammelt werden, wenn die Pflanze am jeweiligen Ort in großer Zahl vorkommt. Häufig genügt für die magische Verwendung bereits ein einzelnes Blatt, eine Blüte oder ein kleiner Zweig.

Pflanzen von stark befahrenen Straßen, gespritzten Flächen und häufig von Hunden genutzten Wegrändern eignen sich nicht für Räucherungen, Tees, Bäder oder andere Anwendungen mit engem Körperkontakt.

Der achtsame Umgang mit dem Fundort ist Teil der magischen Handlung. Hinterlassen Sie den Platz so, dass auch Menschen und Tiere nach Ihnen noch etwas von seiner Kraft und Schönheit haben.

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22. / 23. September – Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche (auch Mabon genannt)

Herbst Tag und Nacht Gleiche Equinox 22. / 23. September

Tag und Nacht im Gleichgewicht!

Der Hintergrund zu diesem Tag im Jahreskreis ist der Moment, an dem die Sonne den Himmelsäquator im Herbstpunkt passiert, womit der Beginn dieser Jahreszeit astronomisch definiert ist.

Es ist einer der zwei Tage im Jahr, an denen der lichte Tag und die dunkle Nacht gleich lang dauern. Danach sind die Nächte erst einmal länger als die Tage.

Energetisch ist das Herbst-Equinox ein Zeitpunkt von Ausgleich und Harmonie

An diesem Tag wird das Gleichgewicht zwischen Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit, zwischen Geburt und Tod der Natur hergestellt. Das Gleichgewicht ist nur ein kurzer Schwellenmoment. Anschließend beginnt die dunklere Hälfte des Jahres. Dunkelheit steht dabei nicht automatisch für etwas Negatives, sondern auch für Ruhe, Rückzug, Reifung und Regeneration. Magisch eignet sich dieser Übergang dazu, zu entscheiden, was bewahrt, abgeschlossen oder geschützt werden soll.

Ein Fest – viele Namen

Dieses Jahreskreis-Fest wurde auch in Hexenkreisen lange Zeit schlicht als Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche oder als Herbst-Equinox bezeichnet. Doch im Vergleich zu den wohlklingenden Namen anderer Feiertage, wie Beltaine oder Samhain, war das manchen wohl zu sachlich.

Der Autor einiger bekannter Wicca-Bücher, Aidan Kelly, hat daher in den 1970er Jahren den Namen „Mabon“ für das Herbstfest ausgewählt. So wie auch der Name „Litha“ für die Sommer-Sonnenwende nicht besonders weit zurückreicht.

Zur Aussprache:
Das walisische „Mabon“ klingt etwa wie „MAH-bon“.
„MAY-bon“ ist eine verbreitete englischsprachige beziehungsweise neuheidnische Aussprache.

„Mabon“ ist ursprünglich eine Gestalt aus den keltischen Mythen, das Wort ist aus dem mittelalterlichen Walisisch.

Die Verwendung dieses Namens ist etwas umstritten, weil er eine unzutreffende historische Tiefe suggeriert und walisische Motive aus ihrem Kontext löst. Wer neutral und quellenklar formuliert, fährt gut mit „Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche“ und kann „Mabon“ als moderne Bezeichnung ergänzend erwähnen.

Manche bezeichnen dieses Fest auch als ‘Herbstäquinoktium’. Der Begriff ‘Äquinoktium’ kommt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Wörtern „aequus“ (gleich) und „nox“ (Nacht) zusammen, was auf die Gleichheit von Tag und Nacht an diesem Tag hinweist. Es unterstreicht die Bedeutung des Tages als Zeitpunkt des natürlichen Gleichgewichts.

Dieses Fest ist kein ursprüngliches keltisches Fest

In früheren Zeiten wurden um diesen Zeitpunkt herum jedoch immer schon Erntedank-Feste gefeiert. Die Feste waren dabei so unterschiedlich wie die Ernte selbst. Es gab fröhliche Feste zur Weinlese und Weinernte, Kartoffelernte-Feste mit Kartoffel-Feuern, Apfelernte-Feste mit speziellen Bräuchen und Traditionen. Diese Traditionen sind nicht nur auf keltische oder heidnische Kulturen beschränkt. In vielen Weltreligionen gibt es ähnliche Rituale, um den Göttern oder der Natur für die Ernte zu danken.

Den Göttern sei Dank

Daher galt die letzte Garbe als heilig und ihre Vernichtung als unglücksbringend. Sie wurde entweder geschmückt an einem besonderen Platz aufbewahrt oder als Opfergabe auf dem Feld belassen. In diesen letzten Ähren konzentrierte sich der Geist des Kornes, wenn alles andere schon geerntet war. 

In Irland wurden früher Schwangere über die zuvor mit Bändern und Blüten geschmückten letzten Ähren gehoben, damit sich Erd- und Menschenfrucht gegenseitig segnen.

Mit dem Erntedank verbanden sich Ehrerbietung und Besänftigung der Natur oder der Götter. Ein Teil der Ernte wurde stets rituell geopfert. Dabei galt den ersten Pflanzen, Ähren und Früchten besondere Aufmerksamkeit, ebenso wie den letzten Gaben der Natur. Diese wurden häufig auf den Feldern stehen gelassen, damit das nächste Jahr ebenfalls wieder fruchtbar werden möge.

In manchen Regionen wird die letzten Ähren zu Erntegebinden oder Figuren geflochten und über den Winter im Haus aufbewahrt, da man darin die Lebenskraft des Getreides bis zur nächsten Aussaat bewahren will.

Es ist die Zeit, um eine Bilanz für das Jahr zu ziehen

Dies ist auch eine gute Gelegenheit, um persönliche Ziele zu überdenken und eventuell neue zu setzen. Was hat man erreicht, welche Dinge im Leben sind abgeschlossen, welche möchte man noch weiterführen? Jetzt ist noch genügend Zeit, um nachzuholen, was bisher vielleicht noch nicht geklappt hat – damit man am Ende des Jahres dann mit sich selbst ganz und gar zufrieden sein kann.

Schutz und Segen für magische Haushalte

Man dankt an diesem Tag den höheren Mächten für ihren Schutz und ihre Begleitung im vergangenen Jahr und erbittet Schutz und Begleitung für das kommende Jahr.

Schutz-Zauber, die den Haushalt vor den dunklen Energien der dunkleren Jahreszeit bewahren sollen, werden hergestellt und am höchsten Punkt des Hauses angebracht / aufbewahrt.

Außerdem werden magische Utensilien, wie Schutz-Amulette, Räucherkessel oder Hexenbesen, von alten Energien gereinigt und danach mit neuer (Schutz-)Energie aufgeladen.

In der Natur wird nun nicht mehr gesammelt

Pflanzen und Kräuter für die magische Verwendung sollten nach der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche nicht mehr in größeren Mengen gesammelt werden. Dies ist aus Respekt vor der Natur und den Tieren, die sich auf den Winter vorbereiten, und um den natürlichen Lebenszyklus nicht zu stören. Alles, was dann noch im Wald und auf den Wiesen steht, gehört der Natur, den Tieren … für den Winter.

Der Zeitpunkt des Equinoxes kann auf den 22. oder 23. September fallen

Nach dem Gregorianischen Kalender fällt das sogenannte „Sekundaräquinoktium“
in der mitteleuropäischen Zeitzone im 21. Jahrhundert auf den 22. oder 23. September.
Dies ist abhängig von der Lage des Jahres zum nächsten Schaltjahr.

2026 – 23. September – 02:05 Uhr

Dieses Fest ist ein Sonnenfest und wird an diesem festen Termin gefeiert.
Der Termin richtet sich also nach dem Stand der Sonne und nicht nach einer Mondphase.
Die Herbsttagundnachtgleiche gehört gemeinsam mit der Frühlingstagundnachtgleiche
und den beiden Sonnenwenden zu den vier astronomischen Wendepunkten des Sonnenjahres.

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31. Oktober – Samhain … und wie es zu „Halloween“ kam.

Samhain Halloween - 31. Oktober

Das irische Wort Samhain bedeutet „Ende des Sommers“.
Die Aussprache des irisch-gälischen Wortes variiert bereits innerhalb Irlands (je nach Gegend) von „sow an“ über „soow an“ bis „sow ehn“. Die geläufigste Aussprache klingt in etwa nach Sa-u-in.

Abgeleitet vom altirischen Wort „Samfuin“ (Sam – Sommer, Fuin – Sonnenuntergang / Ende), bezieht es sich oft auf den 1. November, nach keltischen Kalendern der Tag des Winteranfangs. Einen Herbst kannten die Kelten den Überlieferungen nach nicht, nur Sommer und Winter.

Anderen Traditionen folgend – bei denen die vier größeren Jahreskreis-Feste (die Mondfeste, also nicht durch den Sonnenstand festgelegt wie etwa die Sommersonnenwende) anhand der Voll- und Dunkelmonde berechnet werden – feiert man dieses Fest zum 11. Dunkelmond des Jahres.

Samhain ist das Fest der Toten.

In der Nacht auf den 1. November (oder nach dem Mondkalender am 11. Dunkelmond im Mond- oder Kalenderjahr [ℹ]), sind den Überlieferungen zufolge die Tore zwischen den Welten der Lebenden und der Toten besonders durchlässig.

Dies ermöglicht den verstorbenen Ahnen in dieser Nacht auf der Erde zu wandeln, um ihre Familie zu besuchen. Um ihnen den Weg zu leiten, stellte man Kerzen in den Fenstern auf und feiert ein Fest zu Ehren der Verstorbenen. Die Familie sitzt dafür bei einem Festmahl zusammen und es gibt gedeckte Plätze für die verstorbenen Familienmitglieder. Geschichten werden erzählt, es werden Erinnerungen geteilt – die Toten werden in den Worten der Anwesenden lebendig.

Um dem Aspekt des Toten-Festes etwas ruhigere und besinnlichere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, gedenkt man der Toten mit kleinen Kerzen. Traditionell nutzt man dafür halbe Walnuss-Schalen, die mit einem Docht und Wachs gefüllt zur Kerze gewandelt wurden. Diese lässt man dann in einer Schale Wasser schwimmen.

Beim Entzünden jedes Kerzen-Schiffchens nennt man den Namen und spricht einige tief im Herzen gefühlte Worte in die Flamme.Je ein Licht und einen persönlichen Gruß, für jeden wichtigen Vorfahren, jeden verstorbenen Angehörigen, jeden geliebten Menschen und auch für jedes geliebte Haustier.

Wenn diese nun durch die geöffneten Tore aus der Anderswelt zu uns herüberschauen, erreicht sie dieser liebevolle Gruß.

Über Geister und Orakel …

Auch Orakelspiele, in denen die Toten befragt werden, sollen an diesem Abend aufgrund der offenen Tore zwischen den Welten besonders von Erfolg gekrönt sein.

Vorsicht nur mit dem Beschwören von Geistern in dieser Nacht. An dieser Stelle Goethes „Zauberlehrling“ als Warnung: „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los.“

Warum verkleidet man sich zu Halloween?

Da einige Interpretationen der heidnischen Bräuche sagen, dass die Geister der Verstorbenen die in dieser Nacht offenen Tore keineswegs wohlwollend durchschreiten, sondern sich an den Lebenden rächen und ihnen Unheil bringen wollen, wurde es ein Brauch sich zu verkleiden.

Einerseits um von den Geistern nicht erkannt zu werden, andererseits um diese selbst zu erschrecken und so in die Flucht zu schlagen.

Samhain gilt auch als Hexen-Silvester.

Besonders in neuheidnischen Traditionen und im Hexentum wird dieser Abend als Abschluss der vergangenen 12 Monate gefeiert. Dies beruht wahrscheinlich auf dem alten (irischen) Brauch, am 31. Oktober alle Herdfeuer zu löschen, alte Dinge zu verbrennen und räuchernde Kräuterbündel durch Straßen und Häuser zu tragen, um alle negativen Energien der vergangenen 12 Monate zu vertreiben.

Danach wurde das Herdfeuer frisch entzündet und gesegnet – für die kommenden 12 Monate.

Um diesen alten Brauch zu einem modernen Ritual umzuwandeln, kann man beispielsweise passendes Räucherwerk entzünden und nach und nach „das vergangene Jahr“ verbrennen – symbolisiert durch Holzstücke oder Ritualpapiere auf denen man die Dinge niedergeschrieben hat, von denen man sich in den kommenden 12 Monaten nicht wieder negativ beeinflussen lassen möchte. Sorgen, (Liebes-)Kummer, schlechte Angewohnheiten, etc.

Mit dem letzten Papierstück zündet man dann eine Kerze für das kommende Jahr an. Diese sollte aus natürlichem Wachs (Bienenwachs oder pflanzlichem Stearin) sein und mit einem passenden Segnungs-Öl für Glück und Freude in anziehender Weise geölt [ℹ] werden.

Räucher-Ritual
Aus der Rübe wurde der Kürbis.

Ebenfalls aus Irland stammt wohl der Ursprung des Brauches, Kürbisse zum Halloween-Fest aufzustellen – auch wenn es ursprünglich wohl eine beleuchtete Rübe war.

Einer Sage nach fing dort ein Mann namens Jack Oldfield durch eine List den Teufel ein und hat ihn nur gegen das Versprechen freilassen, dass er „Jack O“ fortan nicht mehr in die Quere kommen würde. Nach Jacks Tod kam er nach seinem Pakt mit dem Teufel natürlich nicht in den Himmel, aber auch in die Hölle durfte Jack nicht, da er dem Teufel ja dort begegnen würde. Der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit die unruhige Seele durch das Dunkel wandern könne.

Da in den USA eher Kürbisse als Rüben zur Verfügung standen, wurde dort stattdessen einen Kürbis ausgehöhlt, um der Sage gerecht zu werden. Dieser Kürbis ist seither als Jack O’ Lantern bekannt.

 

Die Kirche und das Halloween-Fest.

Papst Gregor IV verfügte im Jahre 837, dass – als Umwandlung des heidnischen Samhain – am 1. November als „Allerheiligen“ (gefolgt von Allerseelen am 2.11.) ebenfalls die Toten geehrt werden sollten.

Da sich der Samhain-Gedanke aber nicht vertreiben lassen wollte, führten die Protestanten, in deren Zuständigkeit die keltischen Bräuche fielen, im 16. Jahrhundert „All Hallowed Evening“ (kurz Hallowe’en) als christliche Feier ein.

Zu welchem Zeitpunkt feiert man Samhain?

Dieses Fest ist ein Mondfest und kann entweder an dem kalendarischen Termin am 31.10. oder nach dem Mondkalender gefeiert werden.

Das Fest entspricht weitestgehend dem gallischen „Trinox Samonis“, welches Überlieferungen zufolge von den historischen Kelten in der Nacht zum 1. November gefeiert wurde. Im ehemals germanischen Raum wurde es hingegen meist am 11. November gefeiert.

Einer anderen Betrachtungsweise folgend, feiert man dieses Mondfest in der letzten Nacht vor dem 11. Dunkelmond im Jahr beziehungsweise im Mondjahr. Die Position im Jahr nach gregorianischem Kalender und jene im Mondjahr können sich unterscheiden, je nach Position des Dunkelmondes nach Yule. 2025 fällt der 11. Dunkelmond des Kalenderjahres auf den 20. November, der des Mondjahres auf den 21. Oktober. [ℹ]

Weitere bekannte Varianten wären generell zum Skorpion-Dunkelmond, ganz egal auf welches Datum der fällt,
sowie zum exakten rechnerischen Mittelpunkt zwischen dem Herbst-Equinox und Yule am 6. November.

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Kategorie:
Die Jahreskreis-Feste

13. November – Tag der schwarzen Magie

Dunkle Magie

13. November – Tag der schwarzen Magie

Seit dem Mittelalter gilt der dreizehnte Tag im dunklen November als
Tag der Dunkelheit, des Bösen, des Unglücks und der schwarzen Magie.

Es wird gesagt, dass an diesem Tag Schadenzauber, Verwünschungen, Geisterbeschwörung und Flüche besonders begünstigt sind. Böse Geister und Dämonen sollen dann ihr Unwesen auf der Erde treiben, um allen, die schwarze Magie ausüben, mit ihren dunklen Kräften zur Seite zu stehen.

An diesem Tag sollte man keine magischen Rituale ausführen, die ein positives Ziel haben!

Wer sich (auf eigene Gefahr) an der Schadenmagie versuchen möchte, der muss zusätzlich zum Datum noch die Mondphase [ℹ]  beachten: Bei zunehmendem Mond wünscht man seinen Feinden mehr Unglück, Krankheit, Streit, während man bei abnehmendem Mond ein Ritual durchführen würde, um jemanden von den positiven Dingen in dessen Leben zu trennen (Glück, Liebe, Gesundheit, Wohlstand etc.).

An diesem Tag sollte man aber eigentlich auch keine Rituale ausführen, die ein negatives Ziel haben …

In diesem Zusammenhang sei noch einmal deutlich an einen wichtigen Grundsatz in der Magie erinnert: „Gleiches erzeugt Gleiches“ [ℹ] Das bedeutet, wer negative Wünsche in die Welt hinaus sendet, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nur negative Energie ernten. Man sollte sich also über die Konsequenzen sehr klar sein, wenn man sich mit dunkler Energie umgeben möchte. Oder es doch lieber lassen.

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21. / 22. Dezember – Yule – Wintersonnenwende

Wintersonnenwende 21. / 22. Dezember

Im Moment der Wintersonnenwende steht die Sonne im Vergleich zu den Hintergrundsternen im sogenannten Winterpunkt.

Schon steinzeitliche Kultstätten wie Stonehenge oder Ales Stenar erfassten diesen Zeitpunkt. Diese monumentalen Strukturen dienten vermutlich als präzise astronomische Kalender, um dieses wichtige Ereignis zu markieren. Ihre genaue Funktion und Bedeutung sind Gegenstand anhaltender Forschung und Diskussion in der Archäologie und Astronomie.

Die Sonnenwendfeste haben vor allem in den germanischen, nordischen, baltischen, slawischen und keltischen Religionen einen festen Platz. In diesen Kulturen wurde die Wintersonnenwende als eine Zeit der Wiedergeburt des Lichts und der Hoffnung betrachtet. Dies spiegelt sich in verschiedenen Mythen und Legenden wider, in denen die Sonne oder lichtbringende Gottheiten eine zentrale Rolle spielen.

In China wird das Dongzhi-Fest begangen, das die Ankunft des Winters markiert und eine Zeit für Familientreffen und das Essen von traditionellen Speisen wie Tangyuan (süße Reisbällchen) ist. In den Anden feiern indigene Völker Inti Raymi, ein Fest zu Ehren des Sonnengottes Inti, das mit Tänzen und Ritualen begangen wird. Diese globalen Feierlichkeiten zeigen die universelle Bedeutung der Sonnenwende als Symbol für Erneuerung und Hoffnung.

Das Winterfest der vielen Namen …

Die Namen variieren etwas. Jul, Jule oder Jol, im Finnischen Joulu, im Estnischen Jõulud, im Englischen Yule und im Niederländischen Joel. Es ist unstrittig, dass das Wort Julfest bereits vor der Christianisierung in Gebrauch war. Diese Namensvielfalt zeigt die kulturelle Verbreitung und die lokale Anpassung des Festes in verschiedenen Regionen Europas. Es gibt Hinweise darauf, dass die Feierlichkeiten auch Elemente der Sonnenverehrung und des Ahnenkults umfassten.

Yule-Feste im Laufe der Zeit

In welcher Form genau die Germanen und andere Völker in Nordeuropa die Wintersonnenwende feierten, ist nicht bekannt. Die wenigen Berichte stammen alle aus christlicher Zeit. Daher ist es schwierig, aus den knappen Quellen der altnordischen Literatur ein konkretes Bild der verschiedenen Feste zu gewinnen.

Mittwinter im Neu-Heidentum

Im nordisch-germanischen Neu-Heidentum und besonders im Jahreskreis der Hexen ist das Winterfest ein wichtiges Fest. Man bedient sich der überlieferten Volksbräuche und Traditionen, um die Julzeit und die Wintersonnenwende angemessen zu feiern. Diese modernen Feierlichkeiten beziehen sich oft auf rekonstruierte oder neu interpretierte Bräuche und sind Teil einer breiteren Bewegung zur Wiederbelebung und Neugestaltung heidnischer Traditionen.

Yule Wintersonnenwende
Die Rückkehr des Lichtes wird gefeiert

Die Räume werden beispielsweise mit Immergrün von Eibe, Fichte, Tanne, Buchsbaum, Stechpalme, Efeu oder Wacholder geschmückt, denen man schützende und heilende Kräfte zuschreibt. Diese Pflanzen symbolisieren Beständigkeit und Widerstandsfähigkeit, selbst in der dunkelsten Zeit des Jahres. Sie sind ein lebendiges Zeichen der Hoffnung auf das Wiedererwachen der Natur.

Diese Äste oder zu Kränzen gelegten Ranken werden mit roten Winter-Beeren (Ilex), Nüssen und Äpfeln verziert. Diese Dekorationen sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern tragen auch symbolische Bedeutungen. Rote Beeren repräsentieren das Leben und die Kraft, die auch im Winter vorhanden ist, während Nüsse und Äpfel Fruchtbarkeit und Erneuerung symbolisieren. Solche Dekorationen sind tief in alten Traditionen verwurzelt, die die Verbindung zwischen Mensch und Natur betonen.

Wer einen ganzen immergrünen Baum ins Haus holt, um ihn entsprechend zu schmücken, der sollte einen lebenden Baum mit Wurzeln wählen. Es geht bei dieser Handlung um das Ehren von Lebenskraft und Unsterblichkeit. Abgeholzte Bäume tragen diese Energie nicht – ganz im Gegenteil.

Yule-Log
Das Yule-Scheit oder der Julklotz

Traditionell wird an diesem Tag auch das große Yule-Scheit aus Eichenholz angebrannt. Dieses soll nun zwölf Tage und Nächte brennen, um der Sonne Kraft für ihre Wiederkehr zu spenden.

In anderen Traditionen hingegen erwärmten viele kleine Holzscheite das Festzimmer. Es mussten dabei immer so viele Scheite im Kamin liegen, wie es Familienmitglieder gibt. Der Feuerschein vertrieb die bösen Geister, die Asche galt als glücksbringend. Diese Praxis zeigt, wie das Feuer als zentrales Element in vielen Kulturen fungiert, um Schutz und Segen zu bringen.

Die Asche verteilt man nach den Feiertagen vor der eigenen Haustür. So muss jeder, der das Haus betritt, durch die Asche hindurch gehen. Gäste begrüßt man dann mit den Worten: „Tritt ein, bring Glück herein!“ Diese Geste symbolisiert nicht nur Gastfreundschaft, sondern auch den Wunsch, dass jeder Besucher Glück und Wohlstand ins Haus bringt.

Wer keinen Kamin hat (und auch keinen Ort, um draußen ein Feuer anzuzünden), der kann auf Yule-Räuchermischungen zurückgreifen. Diese enthalten meist neben dem Eichenholz weitere Kräuter und Hölzer, die winterlich duften. Räucherungen sind eine alte Praxis, die in vielen Kulturen als Mittel zur Reinigung und zum spirituellen Schutz verwendet wird. Sie schaffen eine besondere Atmosphäre und helfen, sich auf die tiefere Bedeutung der Feierlichkeiten zu konzentrieren.

Der Zeitpunkt der Sonnenwende kann auf den 21. oder 22. Dezember fallen

Der astronomische Zeitpunkt der Wintersonnenwende fällt in der
Mitteleuropäischen Zeitzone gegenwärtig etwa gleich häufig auf den 21. und 22. Dezember.

2025 – 21.12. – um 16:03 Uhr

In vielen Traditionen wird immer am 21. Dezember (also manchmal
einen Tag vor dem Datum der tatsächlichen Sonnenwende) gefeiert.

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Seite 3 von 29

Die Rauhnächte – Eine alte Tradition, um neue Wege zu beschreiten (auch Raunächte / Rauchnächte)

Die Rauhnächte - eine Zeit erfüllt mit Zauber und Magie!

Die Rauhnächte – Eine alte Tradition, um neue Wege zu beschreiten.

Die Raunächte (auch Rauhnächte oder Rauchnächte) sind im europäischen Raum die Zeit von zwölf Nächten, die wohl durch die Ungleichheit des Mondjahres (12 Mondzyklen mit je 29,5 Tagen = 354 Tage) und des Sonnenjahres (365 Tage) entstanden sind.

Diese Nächte werden im Volksmund auch als „Zeit zwischen den Jahren“ bezeichnet. So waren die Raunächte stets eine Zeit der Besinnung, des Orakelns und der Reinigung vom alten Jahr.

Das Ausräuchern der Wohnräume und Ställe zu dieser Zeit ist eine uralte Tradition, die nach und nach auch in das christliche und weltliche Brauchtum Einzug gehalten hat.

Wann beginnen die Rauhnächte?

Es gibt unterschiedliche Auffassungen über den genauen Beginn und das Ende dieser Zeit. Es liegt wie immer im eigenen Ermessen, welcher man folgen möchte.

Die alte (germanische) Auffassung geht davon aus, dass „die Zeit außerhalb der Zeit“ in der Nacht nach dem Zeitpunkt der Wintersonnenwende beginnt.

Die heutzutage meist geläufigere Zählung, die mit dem 25.12. beginnt, ist eindeutig auf christliche Brauchtümer zurückzuführen, welche diese Nächte erst nach dem „heiligen Abend“ beginnen und zum ebenfalls christlichen „Dreikönigstag“ (6. Januar – auch „Fest der Erscheinung des Herrn“) enden lässt.

Mit energetischer Reinigung Raum für Klarheit und neue Ideen schaffen.

Um den Neuanfang zu begrüßen und mit klaren Gedanken in die Rauhnächte einzutauchen, wird das Zuhause zunächst energetisch gereinigt. So lässt man die alten Energien des vergangenen Jahres hinter sich. Stagnation, Blockaden, Zweifel und Ängste weichen aus den Räumen und schaffen so Raum zur Entwicklung.

Das Fundament für das neue Jahr legen.

Weit verbreitet ist die Tradition, in den Raunächten für das kommende Jahr zu orakeln. Doch bieten diese Nächte auch großes Potenzial, um die eigenen Geschicke nicht nur durch ein Orakel zu sehen, sondern die Entwicklungen mit einem kleinen Ritual an jedem der Abende auch aktiv zu unterstützen.

Jeder der 12 Raunächte wird Verbindung zu einem der 12 Monate des Jahres nachgesagt. So ermöglicht jeder Abend, auf Basis der Themen des jeweiligen in Verbindung stehenden Monats, einen Wunsch oder ein besonderes Ziel für diesen Lebensbereich zu formulieren und zu visualisieren und dadurch dem jeweiligen Vorhaben einen magischen Schub zu geben.

Jeder Abend bietet die Möglichkeit, einen Bereich des Lebens aktiv zu unterstützen.

Der März beispielsweise ist der Monat des Neubeginns und der neuen Wege. Daher konzentriert man die Energie an dritten Abend auf wichtige Vorhaben und Pläne des kommenden Jahres, um diese zu begünstigen.

Die Themen der Abende

1. Nacht: Der Januar – Altes abschließen
2. Nacht: Der Februar – Klarheit gewinnen
3. Nacht: Der März – Neubeginn & neue Wege
4. Nacht: Der April – Stärke & Selbstbewusstsein
5. Nacht: Der Mai – Sinnlichkeit, Liebe & Partnerschaft
6. Nacht: Der Juni – Familie & Haussegen
7. Nacht: Der Juli – Fülle & Genuss
8. Nacht: Der August – Ernte & Dankbarkeit
9. Nacht: Der September – Intuition & Spiritualität
10. Nacht: Der Oktober – Ordnung schaffen & Neuordnung
11. Nacht: Der November – Loslassen
12. Nacht: Der Dezember – Neues planen

Während des Räucherns einer thematisch zu dem Abend passenden Räuchermischung, stellt man sich Fragen zu dem Thema, erforscht das eigene Innere, horcht auf Bedenken, Hinweise und Ratschläge. Dann visualisiert man das Ziel. Beispielsweise für eine Beförderung den guten Ausgang der Gespräche mit dem Vorgesetzten oder bei einem erwünschten Umzug das eingerichtete, neue Zuhause.

Ergänzend dazu kann man jeden Abend seinen Wunsch auf farblich passendes Ritualpapier [ℹ] schreiben und mit dem Räucherwerk zusammen an das Universum übergeben.

Wer möchte, kann alle aufkommenden Gedanken in einem Rauhnacht-Tagebuch notieren. So kann man zu Beginn eines jeden Monats des kommenden Jahres noch einmal nachlesen, welche Ideen und Eingebungen die entsprechende Nacht gebracht hat.

Mit neuen Impulsen in das neue Jahr starten!

Nach den zwölf Nächten sollte man Dankbarkeit zeigen, für die Impulse, die man empfangen durfte, und die Räume von den aufrüttelnden, aufregenden, überfließenden und manchmal auch überwältigenden Emotionen, die man in dieser Zeit erlebt hat, reinigen und nur das festhalten, was einem willkommen ist.

Mit einer reinigenden Räucherung schließt man diesen besonderen Zeitraum feierlich ab und vollendet den energetischen Kreis.

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Seite 4 von 29

24. Juni – Festtag der Göttin Fortuna

24. Juni – Festtag der Göttin Fortuna

Fortuna (lat. „Glück“, „Schicksal“) ist die römische Glücks- und Schicksalsgöttin (auch: Tyche in der Griechischen Mythologie, Heil bei den altnordischen Völkern). Sie hat als Göttin des glücklichen Zufalls bei allen positiven Fügungen ihre Hand im Spiel, bei allem was einem „zufällt“- also nicht hart erarbeitet werden muss.

Für solche Fügungen ist es also von Vorteil, wenn man an sie und das Glück glaubt – das gefällt ihr und so lächelt einem das Glück häufiger zu. Der 24. ist ihr Festtag und man zündet ihr zu Ehren an diesem Tag eine grüne Kerze an, um ihre magische Unterstützung zu erbitten und sie gnädig zu stimmen.

Ein Räucherwerk für Fortuna wird aus ausschließlich grünen Kräutern, Blättern und Gräsern gemischt, die am 24. Juni gesammelt wurden. Aber nur, wenn der Feiertag in die Phase des zunehmenden Mondes fällt! Es kann das ganze Jahr über dafür verwendet werden, um wichtigen Vorhaben mehr Glück und Erfolg zuzusichern.

Fortuna ist unberechenbar!

Die Unbeständigkeit des Glücks zeigt sich auch darin, dass manche Fortuna-Produkte nur unter bestimmten Bedingungen hergestellt werden können, auf die man keinen Einfluss hat.
So wecken bestimmte Fortuna-Produkte gerade dadurch Begehrlichkeit, dass sie nicht immer verfügbar sind, wenn man klassischen Regeln der Magie folgt.

Die Fortuna-Kräutermischung, die vielen bekannten Fortuna-Ritualen oder Fortuna-Glücksbringern zugrunde liegt, lässt sich nur dann herstellen, wenn der 24. Juni in die Phase des zunehmenden Mondes fällt. Da man ja mehr Glück möchte, das Glück wachsen lassen will, müssen die Pflanzen bei der Sammlung am Fortuna-Festtag auch voll „in Saft und Kraft“ stehen.

Den magischen Grundsätzen zufolge ist das nur dann der Fall, wenn der zunehmende Mond ihre Kraft aus dem Boden in die zu sammelnden Pflanzenteile zieht. Während des abnehmenden Mondes sitzt die Kraft der magischen Pflanzen den Überlieferungen nach in den Wurzeln. Dies gilt im Übrigen nicht nur für Fortuna, sondern für alle Kräuter, die für ein anziehenden, verbessernden Zweck gesammelt werden.

Fortuna-Kerze
Besondere Produkte für eine besondere Energie

Wir nutzen den Tag der Fortuna auch in diesem Jahr dafür, in einem Ritual besondere Kerzen und die weiteren Fortuna-Produkte herzustellen, um die glückbringende Energie des Tages aufzunehmen und Fortuna mit dieser Aufmerksamkeit zu ehren. Diese können dann im Laufe des Jahres immer wieder verwendet werden, um Fortunas Unterstützung zu erbitten oder ihr für zugeteiltes Glück zu danken. Wer sich dankbar zeigt, dem ist sie häufiger hold!

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Seite 21 von 36

1. Januar – Der Festtag des Gottes Janus

1. Januar – Der Festtag des Gottes Janus

Der römische Gott Janus ist eine wichtige Figur in der römischen Mythologie und wurde als Schutzpatron der Tore und Türen verehrt. Er war auch als Gott des Anfangs, der Vergangenheit und der Zukunft bekannt, weshalb sein Festtag natürlich auf der Schwelle eines jeden neuen Jahres liegt und der Januar nach ihm benannt wurde.

Janus wird dargestellt als eine Gestalt mit zwei Gesichtern. Eines, das in die Vergangenheit blickte und das andere in die Zukunft. Diese Darstellung spiegelt seine Rolle als Gott des Anfangs wider, da er sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft im Blick hat.

Mit dem Blick auf das Vergangene, das Erlernte, lässt sich die Zukunft besser formen.

Um diese Energie zu nutzen, werden Janus zu Ehren an seinem Festtag, dem ersten Tag des Januars, zwei Kerzen entzündet: eine schwarze Kerze, die für die Vergangenheit steht und eine weiße Kerze, die für die Zukunft steht. Die Kerzen müssen ganz abbrennen, daher bitte bei der Auswahl auf die Brenndauer achten. Normale Stabkerzen brennen meist ca. 8 Stunden.

Zuerst entzündet man die schwarze Kerze, die für alles steht, was in der Vergangenheit bereits abgeschlossen ist. In diese Kerze ritzt man vor dem Anzünden Stichworte ein, die aufzählen, was man im vergangenen Jahr gelernt hat, woraus man neues Wissen gewonnen hat. Entweder freudig gelernt oder hart erarbeitet, aber auch schmerzlich erfahren oder durch Ausprobieren und Scheitern besiegelt.

In eine weiße Kerze ritzt man dann in dem Licht der ersten Kerze Stichworte ein, die Dinge aufzählen, die man und im kommenden Jahr für sich erlernen möchte. Neues Wissen, neue Hobbys, neue Angewohnheiten, neue Karriereoptionen, neue Sprachen, neue Länder kennenlernen usw.

 

Dann entzündet man die weiße Kerze ebenfalls und stellt sie so nah an die schwarze Kerze, dass beide sich durch die Hitze und das schmelzende Wachs verbinden. Das geht ideal mit Wachsklebeplättchen. Hierbei unbedingt auf eine geeignete (feuerfeste) Unterlage achten!

Nun betrachtet man, wie sich altes Wissen und neue Ziele verbinden, während man darüber nachdenkt, was Janus für das kommende Jahr segnen soll, bis die Kerzen von allein erlöschen.

Janus-Kerzen

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Seite 7 von 35

6. Mai – Festtag der Inghean Bhuidhe

6. Mai – Festtag der Inghean Bhuidhe

Inghean Bhuidhe (auch Iníon Buí, „das gelbhaarige Mädchen“ oder „Blüte der Jugend“) ist eine Figur aus der irischen Sagenwelt. Sie gilt als zweite von drei Schwestern, die gemeinsam den Erntezyklus verkörpern. Ihre ältere Schwester heißt Lasair, ihre jüngere Latiaran.

Inghean Bhuidhe steht für den Beginn des Sommers

Sie wird in der neokeltischen Tradition als nährende Muttergöttin verehrt, die das Reifen der Feldfrüchte begleitet. Sie symbolisiert das Erwachen der Naturkraft, die das Wachstum fördert und die Fülle des Sommers vorbereitet.

Es heißt, man solle am 6. Mai eine kleine Eberesche pflanzen und sie der Inghean Bhuidhe weihen. Wenn man das Bäumchen achtsam hegt und pflegt, sollen Gesundheit und Wohlstand einen nie ganz verlassen. Die Eberesche sollte an einem Ort stehen, wo die Sonne sie am Morgen begrüßt.

In späteren Zeiten wurde auch Inghean Bhuidhe – wie ihre Schwestern – in den christlichen Heiligenkult übernommen. Ein heiliger Brunnen wurde ihr gewidmet, und ihr eigener Feiertag wurde auf den 6. Mai gelegt – ein Datum, das traditionell den ersten Sommertag markiert. Noch heute werden in Irland an diesem Tag Rituale zu ihren Ehren abgehalten, insbesondere an alten Quellen und heiligen Orten.

Inghean Bhuidhe Festtag 6. Mai

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Seite 9 von 34

30. Mai – Feiertag der Göttin Frigg

30. Mai – Feiertag der Göttin Frigg

Die nordische Göttin Frigg – Hüterin von Haus, Familie und Geburt

Die nordische Göttin Frigg (auch Frîja nicht zu verwechseln mit Freya) wird traditionell am 30. Mai geehrt. Sie gehört zum Geschlecht der Asen, dem jüngeren Göttergeschlecht der nordischen Mythologie, und ist als Gemahlin Odins die höchste Göttin im nordischen Pantheon.

Ihre Aufgaben und Schutzbereiche

Frigg wacht über den Haushalt und alle häuslichen Arbeiten. Sie gilt als Beschützerin der Ehe, der Ehefrauen und insbesondere der gebärenden Mütter. Frigg steht Frauen in der Schwangerschaft und während der Geburt bei, schützt die Neugeborenen und unterstützt die Eltern bei der Namensfindung für ihre Kinder – ein besonderer Aspekt ihrer fürsorglichen und weisen Natur.

Geweihte Pflanzen

Die Linde und der Holunderbusch sind Frigg geweihte Pflanzen. Beide gelten als Symbole für Schutz, Fruchtbarkeit und das weibliche Prinzip.

Die Göttergeschlechter in der nordischen Mythologie

Die Asen (altnord. Æsir) sind das jüngere, eher kriegerische Göttergeschlecht der nordischen Mythologie und leben in Asgard. Sie sind menschlich in ihren Eigenschaften und führen ein irdisches Leben. Das ältere Göttergeschlecht, die Wanen, steht dagegen für Fruchtbarkeit, Wohlstand und die Kräfte der Natur. Beide Geschlechter stehen miteinander in Verbindung und ergänzen sich im nordischen Götterkosmos

Tipp für die Ehrung von Frigg

Wer Frigg ehren möchte, kann an ihrem Festtag einen kleinen Strauß aus Linden- oder Holunderzweigen aufstellen, vielleicht eine weiße Kerze anzünden und einfach einen Moment innehalten und der Göttin für Schutz und Segen danken – besonders für die Familie, das Zuhause und alle neuen Anfänge.

 

Frigg und die Wolken

Man sagt, Frigg spinne die Wolken am Himmel – ein schönes Bild für ihre schöpferische Kraft und ihre Verbundenheit mit dem Kreislauf der Natur. Was gibt es Schöneres, als an einem warmen Tag auf einer Wiese zu liegen, den Wolken nachzuschauen und Frigg für diesen friedvollen Moment zu danken?

In den Wolken …

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Seite 10 von 29

1. Juni – Festtag der Göttin Juno (Iuno Moneta)

1. Juni – Festtag der Göttin Juno
(im Aspekt Iuno Moneta)

Einer der verschiedenen Aspekte der Göttin Juno wird am 1. Juni gefeiert, dem Tag der Weihung ihres Tempels im Jahr 344 v. Chr.

Iuno Moneta steht allgemein für die mahnende Funktion der Juno, denn sie war auch die Göttin der Ratschläge, der Erinnerungen und der Warnungen.

Vor einem Erdbeben erscholl beispielsweise eine Stimme aus ihrem Tempel, wofür sie allerdings eine trächtige Sau als Sühneopfer forderte. Auch die Iunoischen Gänse, welche im Jahr 390 v. Chr. das römische Kapitol retteten, werden ihr zugeschrieben.

Der nach der Schlacht an der Allia erfolgende Angriff der Gallier auf die Stadt geschah den Überlieferungen nach, als die Stadt-Bewohner noch schliefen. Dass die Gänse der Stadt aber Alarm schlugen, sodass Verteidigungsmaßnahmen eingeleitet werden konnten, soll der Verdienst der Göttin Juno gewesen sein. Seither genossen die Gänse bei den Römern besondere Verehrung (Heilige Gänse der Juno).

Ein schöner Brauch ist es, am 1. Juni an einen Ort zu gehen, an dem Wildgänse grasen.

Das ist heutzutage auch in der Stadt kein Problem mehr. Hier in Hamburg gibt es beispielsweise eine große Population auf dem Parkfriedhof Ohlsdorf. Dort legt man dann einige kleinere Opfergaben für die Gänse ab. Gänse essen normalerweise Gras, freuen sich aber über Obst und Beeren. Dies sollte nicht in großzügiges Füttern ausarten – Wildvögel benötigen gerade im Sommer kein Zusatz-Futter!

Nach der Opfergabe darf man sich im Umfeld der Gänse nach verlorenen Federn umsehen. Kleinere Daunen finden sich oft viele, größere Federn sind schon ein besonderes Geschenk.

Diese Federn nimmt man mit nach Hause und legt Sie dort auf die Fensterbank. Sollten Sie herunterwehen, so soll dies als eine Warnung der Göttin Juno gesehen werden.
Man ist dann an diesem Tag besser besonders vorsichtig und aufmerksam!

Im nächsten Jahr nimmt man die Federn dann mit an den gewählten Ort, legt die Opfergaben zusammen mit den Federn ab und sucht im Anschluss neue „Warnsysteme“.

Junos Gans

Andere Aspekte der Göttin Juno haben andere Feiertage:

Iuno Lucana – Eheleben – 1. März
Iuno Caprotina – Fruchtbarkeit – 7. Juli

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Seite 4 von 36

1. Juni – Festtag der Göttinnen Cardea und Tempesta

1. Juni – Festtag der Göttinnen Cardea und Tempestas

Der 1. Juni ist Cardea geweiht, einer der heute weniger bekannten römischen Göttinnen.
Sie ist die Göttin des Herzens sowie die Hüterin der Familie. Ovid sagte von Cardea: „Ihre Macht ist es, zu öffnen, was geschlossen ist; zu schließen, was geöffnet ist.“

So ist Cardea neben dem Herzen auch für Türen und Tore und besonders für Türangeln zuständig. Sie wurde oft angerufen, um Schutz vor Eindringlingen und Dieben zu gewähren. Das Fest der Cardea wurde am 1. Juni gefeiert, da dieser als Wendepunkt (Türangel) im Jahr angesehen wurde.

In frühen christlichen Schriften wird Cardea mit zwei sonst unbekannten Gottheiten in Verbindung gebracht, die ebenfalls über Türen wachen: Forculus (von fores, „Tür“, im Plural, da Doppeltüren an öffentlichen Gebäuden und Patrizierhäusern üblich waren) sowie Limentinus (von limen, liminis, „Schwelle“; vgl. englisch „liminal“). Diese Verbindung unterstreicht Cardeas zentrale Rolle als Schwellenhüterin, an der Grenze zwischen Innen und Außen, Schutz und Gefahr, Bekanntem und Unbekanntem.

Der Weißdorn ist ihre heilige Pflanze.  Medikamente, die aus den Blüten, Blättern und Früchten des Weißdorns hergestellt werden, werden noch heute bei Herzkrankheiten eingesetzt.

Passend dazu ist der 1. Juni auch Tempestas gewidmet – der Göttin des Sturms, der Unwetter und aller (heftige) Wetterbedingungen.

Sie mahnen uns heute gemeinsam, alle losen Türen und Fenster in Ordnung zu bringen, da sie diese dann bald auf Herz und Nieren prüfen werden. In alter Zeit opferte man zur Besänftigung der Tempestas schwarze Schafe – wer keine zur Hand hat, muss notgedrungen reparieren!

Schluessel-Ritual zum 1. Juni

Ritual zur Weihe eines Türschlüssels im Namen der Cardea

Ein Ritual für den 1. Juni oder für den Zeitpunkt zu einem persönlichen Neubeginn.

Dieses kleine Ritual ehrt Cardea, die römische Göttin der Türen, Schwellen und des Herzens. Es dient dazu, einen Schlüssel als Schutz- und Glücksbringer für Ihr Zuhause zu weihen – als Symbol für Klarheit, Abgrenzung und willkommenes Öffnen.

Sie benötigen:

Einen (alten oder symbolischen) Schlüssel
Eine rote Segnungskerze (30 Minuten Brenndauer)
Eine feuerfeste Unterlage
Eine rote Schleife oder ein rotes Band
Streichhölzer
Einen ruhigen, sicheren Ort, an dem die Kerze unbeaufsichtigt abbrennen kann

Ablauf der Rituals:

Bereiten Sie Ihren Ort vor.
Wählen Sie einen geschützten Platz (z. B. Fensterbank oder Tisch), stellen Sie die Kerze auf eine feuerfeste Unterlage und legen Sie den Schlüssel daneben. Atmen Sie einige Male tief durch, um zur Ruhe zu kommen.

Zünden Sie die Kerze an.
Sprechen Sie beim Entzünden der Flamme Cardea an:
„Cardea, Hüterin des Übergangs, der Schwellen und des Herzens …“

Halten Sie den Schlüssel in das Licht.
Führen Sie ihn langsam durch die Flamme der Kerze, sodass er sanft erwärmt wird.
Sprechen Sie dann: „ … ich weihe diesen Schlüssel in Deinem Namen. Er öffne, was willkommen ist, er schütze, was bleiben soll, er halte fern, was nicht gehört.“

Ziehen Sie das rote Band durch die Öffnung im Schlüssel.
Knoten oder Schleife können Sie nach Gefühl wählen. Sprechen Sie: „Mit diesem Band verbinde ich Schutz, Klarheit und Segen.“

Lassen Sie die Kerze in Ruhe abbrennen.
Löschen Sie sie nicht aus, sondern lassen Sie sie vollständig abbrennen – als Zeichen dafür, dass der Schutz sich voll entfalten kann. Achten Sie dabei auf Brandsicherheit.

Platzieren Sie den geweihten Schlüssel.
Hängen Sie den Schlüssel mit der roten Schleife an die Innenseite Ihrer Haustür über den Türgriff. Er wirkt als stiller Wächter und Glücksbringer. Immer am 1. Juni sollte der Segen erneuert werden.

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Seite 5 von 36

9. Juni – Festtag der Göttin Vesta

9. Juni – Festtag der Göttin Vesta

Für Vesta, die römische Göttin der Familie und des Herdfeuers, gab es im alten Rom einen Tempel mit ewig brennendem Feuer. Der Tempel stand auf dem Forum Romanum und war durch seine runde Bauweise und das Fehlen eines Kultbildes einzigartig – das heilige Feuer selbst galt als Verkörperung der Göttin.

Die Vestalinnen – Priesterinnen des heiligen Feuers

Ihre Priesterinnen, die Vestalinnen, unterhielten das Feuer in ihrem prachtvollen Tempel und führten Zeremonien durch, um für den Wohlstand und die Sicherheit der Stadt Rom zu beten. Sie trugen für die Dauer des 30-jährigen Dienstes eine besondere Tracht, die aus einem weißen Tuch und einer Stirnbinde bestand und sie durften sich nicht parfümieren oder schminken.

Die Vestalinnen wurden bereits als junge Mädchen aus angesehenen Familien ausgewählt und genossen ein hohes gesellschaftliches Ansehen. Ihre Keuschheit galt als Garant für das Wohlergehen der Stadt, und sie hatten Privilegien, die sonst nur Männern zustanden, wie das Recht, eigene Geschäfte zu führen oder Begnadigungen auszusprechen.

Das Vestalia-Fest und seine Bräuche

Während des Vestalia-Festes, das jährlich vom 7. bis 15. Juni gefeiert wurde, wurden auch private Zeremonien durchgeführt. Während des Festes wurde der Penus Vestae (das innerste Heiligtum des Tempels) tatsächlich geöffnet, und Frauen durften – in der sonst streng reglementierten römischen Religion ungewöhnlich – den Tempel betreten, um Opfergaben darzubringen und Segen für ihre Familien zu erbitten. In dieser Zeit wurden auch Esel besonders geehrt, da sie als heilige Tiere der Vesta galten und eine wichtige Rolle beim Mahlen des Getreides für das rituelle Opferbrot spielten.

Vesta im eigenen Zuhause ehren

Der Festtag der Göttin Vesta ist daher immer ein guter Tag für Kerzenzauber oder für kleine Räucherrituale zum Schutz der gesamten Familie und des eigenen Heimes. Die Verehrung des Herdfeuers war im antiken Rom nicht nur eine öffentliche, sondern auch eine private Angelegenheit: In fast jedem römischen Haus brannte eine kleine Flamme zu Ehren Vestas, um das Heim zu schützen und Glück zu bringen

Vesta-Ritual
Ritualvorschlag: Kerzenmagie zu Ehren Vestas

Zünden Sie Vesta zu Ehren fünf weiße Kerzen an, die Sie nah beieinander aufstellen, und bitten Sie Vesta um ihren Schutz und Segen. Waschen Sie zuvor den Alltag von sich, in einem Bad oder einer Dusche mit (unparfümiertem) Meersalz und tragen Sie dann nur ein weißes (Hand-)Tuch, während Sie die weißen Kerzen anzünden.

  • Die weiße Kleidung (nur ein Handtuch) erinnert an die weiße Tracht der Vestalinnen

  • Die rituelle Reinigung vor der Zeremonie spiegelt antike Reinheitsvorstellungen wider

  • Die Verwendung von Kerzen als Repräsentation des heiligen Feuers ist eine moderne Adaptation

Während die Kerzen brennen, können Sie einen Dankesbrief an Vesta schreiben und in Dankbarkeit an Ihre Familie und Ihr Zuhause denken. Wenn Sie möchten, können Sie am Ende des Rituals die Asche des Briefs im Garten oder an einem besonderen Ort verstreuen, um den Segen der Göttin weiterzutragen.

Wer mag, kann zusätzlich etwas ungesäuertes Brot oder einen kleinen Kranz aus Getreideähren als Opfergabe bereitstellen – dies war auch in der Antike üblich und symbolisiert Fruchtbarkeit und Wohlstand. 

Die Kerzen müssen als Opfergabe für Vesta ganz herunterbrennen.
Achten Sie bei der Auswahl der Kerzen also auf die Brenndauer!

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Seite 14 von 36

7. Juli – Festtag der Göttin Juno (auch: „Das Feigen Fest“)

7. Juli – Festtag der Göttin Juno in ihrem Aspekt der Iuno Caprotina (auch: „Das Feigen Fest“)

Einer der Aspekte der Göttin Juno (Iuno) in der altitalischen Mythologie ist der mit dem Namen Iuno Caprotina und der Zuordnung zu Schwangerschaft, der Geburt und der Ehe.

Dass ihr Festtag auch als das „Feigen-Fest“ bekannt ist, weist auf Junos Rolle als Fruchtbarkeitsgöttin hin.

Die Feige spielte schon in der Frühzeit eine herausgehobene Rolle bei diesem Fest, denn die Hauptfestlichkeiten fanden unter einem wilden Feigenbaum statt und die Opfergaben bestanden wohl aus der Milch und den Früchten des Feigenbaumes.

Allgemein wird die Feige als Fruchtbarkeitssymbol verstanden, als ein Symbol für die weiblichen Geschlechtsteile. Wer schwanger werden möchte, der sollte in der Nacht vom 06. auf den 7. Juli ein Fest der Leidenschaft mit dem Liebsten feiern, bei dem gemeinsam Feigen gegessen werden.

Jeder Partner sollte im Laufe des Abends immer wieder einige Kerne aus diesen Feigen in einen bereitgestellten Blumentopf mit Pflanzenerde spucken. Nach einer Nacht voller Leidenschaft werden diese Kerne mit etwas Erde bedeckt und in den kommenden Wochen muss dieser Topf mit Wasser, Wärme, Licht und Liebe umhegt und gepflegt werden. Denn wenn die Feigensamen sprießen, dann ziehen sie die Fruchtbarkeit und Empfängnis in das Haus, in dem sie stehen.

Feigen für die Fruchtbarkeit

Andere Aspekte der Göttin Juno haben andere Feiertage:
Juno Lucana – Eheleben – 1. März
Juno Moneta – Ratschläge – 1. Juni

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13. Juli – Festtag der Göttin Demeter

13. Juli – Festtag der Göttin Demeter

Demeter ist die griechische Göttin der „Früchte der Erde“ – besonders des Getreides – und die Herrin der Jahreszeiten. Als dreifaltige Göttin tritt sie in verschiedenen Manifestationen und Namen auf: als Jungfrau, Mutter oder Alte Frau. Kore ist die Jungfrau/Frühjahrsgöttin, Demeter ist die Mutter/Sommergöttin und Persephone ist das Alte Weib/Wintergöttin.

Der Brauch einen Strauß Getreide aufzuheben, ihn zu schmücken und damit den Segen und den Schutz Demeters zu erbitten, rührt daher, dass sie als Weizengöttin galt und damit der römischen Göttin Ceres entspricht. Dieser wurde zwischen 249 und 218 ein Jahresfest im Hochsommer nach dem griechischen Ritus der Demeter eingerichtet, zusätzlich zu ihrem Festtag im April.

Wer ein Ritual für einen täglich gut gedeckten Tisch ausführen möchte, der sollte an diesem Tag die Stiele eines kleinen Bündels selbstgepflückter Getreide-Halme (mit Ähre) mit vielen sommerlich bunten Bändern (aus natürlichen Stoffen) umwickeln und eine goldgelbe Kerze zu Ehren Demeters abbrennen lassen. Das Getreidebündel wird dann bis zum nächsten Jahr in der Küche, dem Mittelpunkt des Hexen-Haushaltes, aufgehängt.

Im folgenden Jahr wird dieses Bündel an Demeters Festtag verbrannt und die Asche wird beim Sammeln der neuen Ähren mit einigen Dankesworten verstreut, bevor man mit diesen frischen Ähren dann das neue Bündel für das kommende Jahr schnürt.

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1. April – Festtag der Göttin Venus

1. April – Festtag der Göttin Venus

Die Göttin Venus

Die Göttin Venus wurde von den römischen Matronen neben der Fortuna Virilis (der Göttin des Glücks der Frauen bei den Männern) und der Concordia als Göttin der Schönheit, der Liebe und der Fruchtbarkeit verehrt. Ihre griechische Entsprechung ist die Aphrodite.

Der 1. April ist der Tag, an dem ihr zu Ehren im alten Rom Venus-Feierlichkeiten ausgerichtet wurden.
Aber nach Venus wurde auch ein Wochentag benannt. „Veneris dies“, daher ital. venerdi, franz. vendredi, span. viernes. Die Germanen setzten sie mit der Göttin Freya gleich – es handelt sich also um den Freitag. Neben dem 1. April ist somit jeder Freitag ein Venustag und damit auch ein erfolgversprechender Tag für Liebeszauber und für alle Rituale, die sich um die Zärtlichkeit, um Emotionen und um Partnerschaft, aber auch um Fruchtbarkeit und Schwangerschaft drehen.

Auch Schönheit und Selbstliebe / Selbstbewusstsein sind Themen, die an Venustagen besonders begünstigt sind.

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19. April – Festtag der Göttin Ceres

Ceres Garten

19. April – Festtag der Göttin Ceres

Die Göttin Ceres ist eine römische Erdmutter.
Die Kraft, die alles wachsen und gedeihen lässt, kommt von ihr. Aus Respekt ihr gegenüber sollte man an diesem Tag keine Heilkräuter oder andere Pflanzen pflücken. Der Tag ist eher günstig, um sich mit Räucherritualen bei Ceres zu bedanken.

Man kann sie dabei auch um Schutz für die eigenen Pflanzen bitten. Generell sind an diesem Tag alle Rituale begünstigt, die Kräuter und Pflanzen beinhalten, die man selbst angebaut hat.

Der Name bezieht sich auf die lateinischen Verben crescere (wachsen) und creare (erschaffen, hervorbringen, zeugen/gebären). Ausgesprochen wurde der Name Ceres im klassischen Latein mit K, rollendem R und scharfem Eszett: Kerreeß

Traditionelles

Die Ludi Cereris (auch Cerialia) waren Spiele zu Ehren von Ceres. Sie wurden jährlich zwischen dem 12. und 19. April gefeiert und hatten eine lange Tradition in Rom. Die Feierlichkeiten gehen auf die Cerialia zurück, ein ursprünglich älteres Fest, das möglicherweise schon in der Königszeit oder frühen Republik existierte. Ab 202 v. Chr. wurden sie als öffentliche Spiele (Ludi) institutionalisiert. Dies geschah vermutlich im Zusammenhang mit der zweiten punischen Kriegszeit, in der die Römer göttlichen Beistand für ihre Ernten und den Fortbestand ihrer Stadt suchten.

Die Ludi Cereris fielen in eine Zeit des Jahres, in der zahlreiche agrarische Feste stattfanden. Dazu gehörten die Parilia (21. April), die Floralia (ab 28. April) und später die Mai-Feste zu Ehren von Bona Dea. Sie alle hatten mit Fruchtbarkeit, Vegetation und dem Schutz der Ernte zu tun.

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12. Oktober – Fortuna Redux

12. Oktober – Fortuna Redux

An diesem Tag wird der Aspekte der römischen Glücksgöttin Fortuna geehrt, in dem sie dafür verantwortlich ist, Menschen (vor allem aus Kriegen) sicher nach Hause zu bringen. Die Attribute von Fortuna Redux sind das typische Füllhorn der Fortuna, mit einem Zusatz für diese spezifischen Funktion, meist durch ein Steuerruder – manchmal in Verbindung mit einem Globus – symbolisiert. Redux bedeutet „zurückkommen“ oder „heimkehren“. Der Begriff „Redux“ stammt aus dem Lateinischen und ist eng mit dem Konzept der Rückkehr oder Heimkehr verbunden.

Entwicklung der Rolle von Fortuna Redux

Ihre früheste Erwähnung ist der Altar, den der Senat 19 v. Chr. der sicheren Rückkehr des Kaisers Augustus widmete. An diesem Altar wurden zu Ehren des Augustus (an seinem Geburtstag, dem 12. Oktober) von den Priestern und Vestalinnen Riten durchgeführt.

Fortuna Redux mag als eine Göttin angefangen haben, die in erster Linie dafür sorgte, dass der Kaiser lebendig nach Hause kam, aber es dauerte nicht lange, bis sie auch gebeten wurde, andere sicher nach Hause zu bringen – besonders Soldaten oder Menschen auf langen Reisen. In England, an der Grenze des römischen Imperiums, wurden mehrere Altäre gefunden, die ihr geweiht waren.

Weitere Aspekte von Fortuna

Ein weiterer Aspekt Fortunas ist „Fortuna Salutaris“ („Gesundheit bringendes Glück“). Sie wurde also als eine Göttin betrachtet, welche die Kraft hatte, Gesundheit und Unversehrtheit durch glückliche Fügungen zu bewahren, damit die ihr durch Talismane, Opfergaben oder Fürbitten anvertrauten Reisenden oder Soldaten in der Lage sein würden, nach Hause zu kommen.

Rituale und Bräuche am 12. Oktober

Kerzen-Bitte
Am 12. Oktober zündet man diesem Aspekt der Fortuna zu Ehren eine blaue Kerze an, um ihre magische Unterstützung für diejenigen zu erbitten, die eine Reise oder einen Feldzug (auch im übertragenen Sinne) vor sich haben. Im Licht dieser Kerze kann man einen Glücksbringer herstellen, der den Reisenden begleitet.

Herstellung eines Glücksbeutelchens (Mojo)
Man kann die Energie dieses besonderen Tages im Licht dieser Kerze in einem Glücksbeutelchen (Mojo) einfangen. Gefüllt wird so ein Beutelchen mit glücksverheißenden Kräutern, Symbolen und Steinen sowie kleinen (natürlichen) Opfergaben (Nüssen, Samen etc.). Dann wird es mit einem Steuerrad-Symbol verschlossen.

Der Glücksbringer kann dann bis zum nächsten Fortuna-Redux-Festtag dafür verwendet werden, Reisende zu beschützen. Danach verstreut man den Inhalt als „Bezahlung“ für den erhaltenen Schutz in der Natur.

FortunaRedux Glücksbringer

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11. Oktober – Meditrinalia für Gesundheit und Glück

Weinopfer

11. Oktober – Meditrinalia für Gesundheit und Glück

Die Meditrinalia waren ein altrömisches Weinfest, welches am 11. Oktober stattfand. An diesem Tag wurde der neue Most erstmals gekostet, nachdem zuvor ein Trankopfer (Libation) dargebracht worden war.

Der Name des Festes wurde von mederi („heilen“) abgeleitet, da man den neuen Most mit eingekochtem Most des Vorjahres vermischte und dem so gemischten und durch die Opfergabe gesegneten neuen Wein besonders gesundheitsförderliche Wirkung zuschrieb. Er sollte so gegen alte und neue Krankheiten helfen.

Überlieferungen zufolge wurden dabei die folgenden Worte gesprochen: Novum vetus vinum bibo, novo veteri morbo medeor. („Ich trinke neuen und alten Wein, um von neuer und alter Krankheit geheilt zu werden.“) Die antiquarischen römischen Schriftsteller haben vermutlich zum Namen des Festes eine Heilgöttin Meditrina konstruiert.

In manchen Schriften ist der 11. Oktober aber als feriae Iovi („Festtag des Iuppiter“) ausgewiesen, man geht daher davon aus, dass die Meditrinalia wie auch andere Weinfeste, dem Iuppiter (Jupiter) geweiht waren.

Und so ist es Brauch, heute eine Flasche Wein oder Traubensaft zu teilen und einen Teil davon angemessen zu opfern. Sei es für Jupiter, der in der Magie als der große Glücksbringer gilt, oder für die Göttin Meditrina als Symbol der Gesundheit und Heilung.

Aber unbedingt dran denken: Der größere Teil beim Teilen geht in das Trankopfer! Wobei es da um die Teile als solche geht. Begeht man dieses Trankopfer-Zeremonie mit zwei anwesenden Personen, so bekommt jeder etwa ein Drittel des Weines/Saftes, nur ist das Trankopfer-„Drittel“ dann etwas größer als die beiden anderen, teilt man mit drei anwesenden Personen, so ist das Trankopfer ein großzügig bemessenes „Viertel“ usw.

Dieser Anteil wird in der Natur an einem schönen (heiligen) Ort über passenden Objekt(en) vergossen, welche direkt auf den Erdboden liegen. Kraftsteine, Münzen oder Schmuckstücke bieten sich dafür besonders an. Dabei trinken die Anwesenden den Wein / Saft und wünschen sich gegenseitig Glück und Gesundheit. Ein Teil der Gegenstände wird liegen gelassen, andere nimmt man dann wieder an sich.

Diese Gegenstände können von den Teilnehmern der Libation danach ein Jahr lang als Talisman für Glück / Gesundheit verwendet werden. Am nächsten 11. Oktober wird die Zeremonie dann wiederholt, um den Glücksbringer wieder für ein Jahr zu segnen.

Hinweis: Manche Überlieferungen sprechen diesen Brauch dem 3. Oktober zu, dem Tag des Dionysos (griechisch) bzw. Bacchus (römisch), der Götter des Weines und der Trauben, des Rausches und der Ekstase.

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1. Januar – Festtag der Göttin Nanshe

1. Januar – Festtag der Göttin Nanshe

Am ersten Januar blickt Nanshe, die Traumdeuterin, die Wassergöttin, zurück auf das nun vergangene Jahr. Sie schaut zwar in die Vergangenheit, doch die Versionen sind eigentlich Schlüsselbilder für die Zukunft. Bildet doch die Vergangenheit das Fundament für die Zukunft.

Alle Orakelspiele und Weissagungen fallen an diesem Tag leichter. Besonders, wenn man dabei für Nanshe eine wasserblaue Kerze anzündet und sie damit um ihre Unterstützung bittet. Sie öffnet einem dann die Augen!

An diesem speziellen Tag scheint der Schleier zwischen den Welten dünner zu sein, was es Nanshe ermöglicht, tiefer in die Geheimnisse des Lebens und der zukünftigen Wege zu blicken. Man sagt, dass sie an diesem Tag besonders zugänglich und geneigt ist, ihre Weisheit und Einsicht zu teilen. In diesem Moment der Stille und Reflexion können diejenigen, die ihre Hilfe suchen, eine Klarheit in ihren Visionen und Träumen erfahren, die ihnen sonst verborgen bleibt.

Nanshe-Divination

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16. November – Festtag der Göttin Hekate

Hekate-Altar

16. November – Festtag der Göttin Hekate

Der 16. November (nach Einbruch der Dunkelheit) wird weithin als die Nacht der Hekate gefeiert. Eine Nacht, in der man diese dunkle Mondgöttin der Magie, der Hexerei, der Heilung, des Lebens und des Todes ehren, anrufen oder ihr danken kann.

Hekate ist eine der am meisten missverstandenen Göttinnen, über die man viele widersprüchliche Informationen findet. In der Antike wurde Hekate gleichermaßen verehrt wie gefürchtet. Als Göttin der Hexen und Magier und als Beherrscherin der Magie konnte sie den Zugang zur Unterwelt öffnen und den Kontakt mit Geistern und Toten ermöglichen.

Sie konnte jedoch auch die Zukunft offenbaren und ihren Anhängern so Erfolg, Macht und Reichtum gewähren. Viele Hexen verehrten sie daher als die Herrscherin über Zauberkünste und übernatürliche Kräfte, als kraftvolle Mutter der Magie.

Das heilige Symbol der Hekate (auch Heqit, Heket) ist die Kröte oder der Frosch – beides Symbole für Empfängnis und Fortpflanzung. So gilt sie auch als Göttin der Geburtshilfe und als Patronin der Hebammen. Wie Artemis wird Hekate meist mit ihren Hunden dargestellt.

Hesiod (griech. * vor 700 v. Chr.) beschrieb sie in seinen Werken über die griechische Mythologie als eine hilfreiche Göttin, die neben Zeus die einzige Gottheit ist, die den Menschen jeden Wunsch erfüllen oder verweigern kann.

Hekate und die Hexen

In ihrer Rolle als „Königin der Nacht“, die oft mit einer Gefolgschaft von Hexen, Geistern und anderen zu der Zeit sozial Ausgestoßenen reiste, wurde sie als Beschützerin der Unterdrückten und derer, die „am Rande“ lebten, gleichermaßen geehrt und gefürchtet.

So hieß es, es sei das Beste, Hekate (und allen, die sie begleiteten) zwar Ehre zu erweisen, ansonsten aber einen möglichst weiten Bogen um sie zu machen, wenn man nicht zu ihrer Gefolgschaft gehörte. Mit Beginn der Dunkelheit zog man sich daher zum Abendessen ans Herd-Feuer zurück, legte aber die Reste als Opfer für Hekate und ihre Hunde nach draußen. Wie passend, dass die Obdachlosen und Mittellosen oft die eigentlichen Begünstigten waren … so standen sie alle unter Hekates Schutz.

Es kam, wie es kommen musste …

… im christlichen Mittelalter wurde sie dann dämonisiert und auf ihren dunklen Aspekt als eine furchteinflößende Göttin und Magierin reduziert und sie wurde zum Inbegriff der dunklen Magie. Die üble Nachrede haftet ihr heute noch an.

Daher wird häufig vergessen, dass man sie um positive Unterstützung bitten kann, wenn man an persönlichen „Wegkreuzungen“ des Lebens angelangt ist und sich für einen Weg entscheiden muss.
Denn als „Hekate der drei Wege“ sagt man ihr nach, dass sie gleichzeitig in drei Richtungen schauen kann. Je nach Überlieferung bezieht sich das auf „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ bzw. „Himmel, Erde und Unterwelt“. Sie wird daher besonders häufig um Unterstützung gebeten, wenn man an „Wegkreuzungen“ des Lebens angelangt ist und sich entscheiden muss, welcher Weg nun eingeschlagen werden soll.

Wenn man diese Hilfe benötigt, so bietet man ihr Opfer an Kreuzwegen an, und zwar an solchen, an denen genau drei Wege zusammentreffen (wo immer sich also ein Weg gabelt und man die Wahl hat, drei Entscheidungen zu treffen) und rundherum nur Wald und Natur ist. Diese Opfergaben und Bitt-Rituale an Kreuzwegen können in allen Dunkelmond-Nächten – der dunkelsten Nacht eines jeden Monats – durchgeführt werden.

Am 16. November führt man die Opfergaben von selbst gebackenem Brot und anderen Speisen sowie Kerzen an eben solchen Kreuzwegen jedoch durch, ohne etwas dafür zu erbitten. Dies auch eine Nacht für alle Wahrsagungen und Prophezeiungen, für die Kommunikation mit Hekate.

Hekate verleiht ihre übernatürlichen Kräfte denjenigen, die sie gebührend verehren.

Doch genauso wie die Göttin den Segen geben kann, kann sie ihn wieder nehmen, wenn sie es für richtig empfindet! Vergessen Sie also nicht, sich rechtzeitig nach einem geeigneten Kreuzweg umzusehen, wenn die Magie ein Teil Ihres Lebens ist – als Hexe sollte man Hekate besser nicht verärgern!

Wer einen besonderen Zauber für Hekate ausführen möchte, der benötigt eine Löwenzahn-Wurzel.
Diese wird in kleine Stücke geschnitten und mit einer Nadel auf einen dicken Baumwollfaden aufgereiht. Nach dem Trocknen trägt man diese ganz speziellen „Perlen“, um der Göttin Respekt zu zollen. Besonders wirksam natürlich, wenn man die Wurzel in der Nacht des 16. Novembers gezogen hat.

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8. Januar – Tag der Justitia

8. Januar – Tag der Justitia

Justizia-Zauber

Justitia (auch: Justizia) ist die römische Göttin des Rechtes und der Gerechtigkeit. Den blutigen Legenden zufolge tötete sie alle, die unter Eid Unwahrheit sprachen. Um nicht mehr von Justitia bestraft zu werden, verpflichteten sich die Menschen, unter Eid nicht zu lügen. Wer sich daran hält, braucht Justitia nicht zu fürchten.

Sollten Sie auf dem Gebiet der Rechtsprechung arbeiten (z. B. als Anwalt/Anwältin, Richter/in etc.) oder in Rechtsstreitigkeiten verwickelt sein, so ist es der beste Tag, um einen passenden persönlichen Glücksbringer anzufertigen.

Es gibt zudem ein Ritual, mit dem man um die Unterstützung Justitias bittet, wenn einem Unrecht widerfahren ist.
Dieses Ritual lässt sich natürlich nicht nur am Tag der Justitia durchführen. Man benötigt dazu nur eine violettfarbene Kerze.

Hier geht es zum Justitia-Ritual ->

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11. + 15. Januar – Festtage der Göttin Carmenta (Kore, Ker)

11. + 15. Januar – Festtage der Göttin Carmenta (Kore, Ker)

Verschiedene Namen gelten dieser indoeuropäischen Göttin, die noch heute als Schutzheilige der Hebammen und der Mütter gilt. ​Im alten Rom ​feierten die Frauen ihr zu Ehren am 11. und am 15. Januar das Fest der Carmentalia.

A​n diesen Tagen schenkt sie allen Müttern (auch den werdenden) einen Einblick in die Zukunft ihrer Kinder.

Man befragt dazu insbesondere die Karten oder das Pendel, während je eine Glückskerze für jedes der Kinder brennt. Die Farbe wird nach der Lieblingsfarbe des zu symbolisierenden Kindes gewählt, eine weiße Kerze symbolisiert ein noch ungeborenes oder sehr junges Kind.

​Die Gabe der Weissagung spiegelt sich auch in der Verbindung ihres römischen Namens mit dem Wort carmen („Orakelspruch“).

Carmenta-Weissagung

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26. Februar – Festtag der Göttin Hygieia

26. Februar – Festtag der Göttin Hygieia

Hygieia ist die griechische Göttin der Gesundheit und der Hygiene. Ihr Symbol und Begleiter ist die Schlange, die auch heute noch als Symbol der Ärzte und Apotheker gilt.

Zelebrieren Sie am heutigen Tag ein Ritual für Ihre Gesundheit oder nehmen Sie eine Räucherung vor. Ebenfalls gut geeignet ist Hygeieias Tag, um ein Mojo-Beutelchen für die Gesundheit herzustellen.

Wenn es Ihnen selbst gut geht und Sie solche Zauber selbst gar nicht benötigen, dann danken Sie der Göttin Hygieia für diesen Segen, indem Sie blaue Kerzen anzünden – zur Unterstützung aller Kranken. Senden Sie ein wenig Ihrer starken, kraftvollen, gesunden Energie an jemanden, der weniger glücklich dran ist. Entweder aus dem persönlichen Freundeskreis oder ganz generell.

Für Vorsorgeuntersuchungen, um die man sich aus Bequemlichkeit so oft drum herum drückt, sollten Sie heute Termine vereinbaren. Bringen Sie diese dann so bald wie möglich hinter sich – Hygieia honoriert dies mit Schutz und Beistand!

Mojo für Hygieia

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1. März – Festtag der Göttin Juno (auch: Matronalia)

Juno - Matronalia

1. März – Festtag der Göttin Juno im Aspekt Iuno Lucana (auch: Matronalia)

Im Herzen des alten Roms wurde jedes Jahr am 1. März ein besonderes Fest gefeiert: die Matronalia. Dieses Fest, auch als Matronales Feriae bekannt, markierte einst den Beginn des römischen Jahres und war der Göttin Juno Lucina gewidmet, die über Geburt und Mutterschaft wachte.

Es war das Fest der Matronen (von lateinisch matrona „Familienmutter, vornehme Dame“), daher führt es auch den Namen Matronalia. Nur Ehefrauen durften teilnehmen. Es war ein heiteres und gemütliches Fest, welches mit der Familie begangen wurde, daher waren die Unverheirateten ausgeschlossen. 

Juno gilt als Stifterin der Ehe, Schutzheilige des ehelichen Lebens und als Schutzgöttin verheirateter weiblicher Hexen.

Ursprung und Bedeutung

Die Wurzeln der Matronalia reichen bis zur Einweihung eines Tempels für Juno Lucina auf dem Esquilin-Hügel um 268 v. Chr. zurück. Möglicherweise gedachte man an diesem Tag auch des Friedensschlusses zwischen Römern und Sabinern. Als Fest zu Ehren der Frauen und insbesondere der Mütter unterstrich es die Wichtigkeit von Fruchtbarkeit und familiärem Zusammenhalt in der römischen Gesellschaft.

Geschenke und Gebete

Ein zentraler Aspekt der Feierlichkeiten war der Austausch von Geschenken. Ehemänner und Kinder beschenkten die Frauen der Familie, was die Wertschätzung für ihre Rolle zum Ausdruck brachte. Darüber hinaus sprachen die Männer Gebete für das Wohlergehen ihrer Ehefrauen, was die spirituelle Dimension des Festes unterstrich.

Die Matronalia boten somit eine einzigartige Gelegenheit, die Bedeutung der Frauen in der römischen Gesellschaft zu würdigen und ihre unersetzliche Rolle als Mütter und Hüterinnen des Familienlebens zu feiern. 

Rituale und Bräuche

Am Tag der Matronalia herrschten besondere Sitten. Frauen trugen ihre Haare offen und verzichteten auf Gürtel oder Knoten in ihrer Kleidung. In einer Umkehrung der üblichen Rollen bereiteten sie Mahlzeiten für die Haussklaven zu, die an diesem Tag von ihren Pflichten befreit waren – ähnlich wie es die Männer während der Saturnalien taten.

Dieser Tag ist besonders geeignet, um Talismane oder Glücksbringer herzustellen, welche die Fruchtbarkeit begünstigen, die den häuslichen Frieden schützen oder die den Wunsch nach Eheschließung in jemandem wecken sollen. Traditionell wird eine blaue Kerze für ein glückliches Zuhause voller Freude, Liebe und Gesundheit angezündet. Auch ein Schutzritual für die Familie hat an diesem Tag besondere Kraft.

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3. März – Der Tag der magischen Drei

3. März – Der Tag der magischen Drei

Die Drei ist eine der wichtigsten Zahlen in der Magie. Nicht grundlos sind es beispielsweise in Märchen immer „Drei Wünsche …“ oder Dinge werden dreifach aufgesagt.

In der Numerologie steht die Drei für die Vielfalt, das Wachstum und die vorwärtsgerichtete Bewegung und symbolisiert die dreigeteilte Natur der Welt: Himmel, Erde und Wasser oder des Menschen: der Körper, der Verstand und die Seele.

Auch die Mondgöttin, zeigt sich in drei Gestalten – analog zum Wandels des Mondes. Der zunehmende Mond steht dabei für die Jungfrau, die Geburt, der Vollmond für die Mutter, das Leben und der abnehmenden Mond für die Greisin, den Tod. Dies bezeichnet man als die Dreifaltigkeit der Göttin.

Aus diesen Gründen wird dem dritten Tag des dritten Monats fast überall auf der Welt nachgesagt, dass er ein ganz besonderer Tag für alle Zauber und Rituale sei.

Es bietet sich beispielsweise an, an diesem Tag mithilfe der Knotenmagie positive Energie für den „Notfall“ einzufangen. Drei Knoten symbolisieren in diesem Fall Körper, Geist und Seele – für Gesundheit, Schutz und Glück. Die Energie wird an diesem Tag in ein farblich zum Wunsch passendes Band aus Naturfasern hineingeknotet, wird aber erst beim Lösen der Knoten wirksam. Dies eignet sich besonders für Knotenzauber in denen es beispielsweise darum geht, in einer bestimmten Situation (etwa einer Prüfung) schnell mehr Glück „parat“ zu haben.

Die dreifache Energie dieses Tages lässt sich einfangen.

Während eines kleinen Rituals knotet man die positive Energie in ein farblich zum Wunsch passendes Band, indem man drei Knoten knüpft, während man den (positiven) Wunsch bei jedem Knoten 3 mal aufsagt. Das Band sollte so beschaffen sein, dass es sich gut wieder aufknoten lässt. Gewachstes Baumwoll-Band in einer dickeren Qualität bietet sich hier an. Zuvor entzündet man drei in einem Dreieck aufgestellte ebenfalls farblich zum Wunsch passenden Ritualkerzen. Das Band wird danach in das aus den Kerzen gebildete Dreieck gelegt und die Kerzen müssen dann als „Opfergabe“ ganz abbrennen. Daher auf die Brenndauer achten! Teelichte brennen beispielsweise 4 Stunden.

Man löst man die Knoten wieder mit demselben Spruch auf, sobald man die eingeknotete Energie benötigt. Das Band kann auch jemanden anders zur Unterstützung gegeben werden. Der Spruch muss dann mitgeteilt werden, damit die Knoten gelöst werden können.

Knotenzauber, grün

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19. März – Festtag der Göttin Minerva

19. März – Festtag der Göttin Minerva

Minerva, eine der bedeutendsten Göttinnen des antiken Roms, wurde vom 19. bis 23. März mit einem besonderen Fest, den Quinquatria, geehrt. Dieses Fest war eines der wichtigsten im römischen Kalender und spiegelte Minervas vielfältige Bedeutung für die römische Gesellschaft wider.

Ursprung und Entwicklung

Ursprünglich eine etruskische Göttin namens Menrva oder Menerva, wurde Minerva in den römischen Pantheon aufgenommen und entwickelte sich zu einer zentralen Figur der römischen Religion. Sie bildete zusammen mit Jupiter und Juno die Kapitolinische Trias, die wichtigste Göttergruppe Roms.

Attribute und Zuständigkeiten

Minerva galt als Göttin der Weisheit, der taktischen Kriegsführung, der Kunst, des Handwerks und des Handels. Ihr Symbol war die Eule. Wegen ihres Weit- und Scharfblickes gab man ihr den Beinamen „die Eulenäugige“ wobei man sich auf die Sehkraft der Eule in der Dämmerung bezog. So ist die Eule bis in die Gegenwart ein Symbol für Weisheit.

Ebenso gilt sie als Widersacherin des Mars, denn mit ihr ist die weise, taktische Kriegsführung verbunden, während Mars in dem Zusammenhang eher für die brutale und gnadenlose Kriegsführung steht.

Bedeutung für Frauen

Als jungfräuliche Göttin spielte Minerva eine wichtige Rolle für Frauen in der von Männern dominierten römischen Gesellschaft. Sie stand für Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass in ihrem Namen weibliche Pubertätsriten und Schutzrituale für Frauen durchgeführt wurden.

 

Minerva war eine jungfräuliche Göttin und bestrafte alle gnadenlos, die der Jungfräulichkeit zu nahe traten. So spielte sie in der von Männern dominierten Religion für die Frauen eine wichtige Rolle. 

Eine Kerze für Minerva
Moderne Verehrung

Auch heute noch kann man Minerva ehren, indem man in der Zeit vom 19. bis 23. März weiße Kerzen anzündet. Diese sollten mit Olivenöl gesalbt und umgeben werden, da der Ölbaum als Minervas Geschenk an die Menschheit galt.

Man kann Minerva um Unterstützung bitten, wenn man Weisheit und Taktik benötigt, um Konflikte zu lösen.

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25. März – Festtag der Göttin Mati

25. März – Festtag der Göttin Mati

In den slawischen Ländern wird die Göttin Mati wird als Erdmutter verehrt. Erst ab dem 25. März Tag gehen die slawischen Bauern wieder aufs Feld, um dort zu pflügen und zu säen. Sie warten deswegen so lange, weil die Erdmutter bis zu diesem Tag schwanger ist und daher ihre Ruhe benötigt.

 

Am 25. aber wird das Fest der Geburt gefeiert und die Feldarbeit darf wieder aufgenommen werden.

Wer sich einen magischen Kräutergarten anlegen möchte, und sei er auch noch so klein, der sollte die Arbeit an diesem Tag beginnen. Man bittet die Göttin Mati während der Arbeit um Schutz und Segen für die Pflanzen – damit alles wächst und gedeiht.

Nachdem die Arbeit vollendet ist, bringt man Mati ein Trankopfer dar. Dafür vergießt man einen eigens für diesen Zweck angefertigten Kräutertee aus einem besonders schönen Gefäß auf der zu segnenden Erde.

Tee Opfer für Mati

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1. März – Festtag des Gottes Mars

1. März – Festtag des Gottes Mars

Stumpenkerze mit Mars-Symbol

Der 1. März war im antiken Rom ein Tag von besonderer Bedeutung. Er markierte nicht nur den Beginn des Monats, der nach dem Kriegsgott Mars benannt war, sondern galt auch als dessen Geburtstag. Dieser Tag, bekannt als „dies natalis“ des Mars oder „Feriae Marti“, war ein Fest voller Symbolik und Traditionen, das die dynamische und ermutigende Energie des Gottes feierte.

Mehr als nur ein Kriegsgott

Mars war für die Römer weit mehr als nur der Gott des Krieges. Er verkörperte auch den Schutzpatron der Landwirtschaft und galt als mythischer Vater von Romulus und Remus, den Gründern Roms. Zudem symbolisierte er männliche Kraft und Tugend. Bei näherer Betrachtung entdeckt man in der tiefgründigen Gestalt des Mars Facetten, die weit über das Kämpferische hinausgehen. Er stand nicht nur für den unbeugsamen Geist des Kriegers, sondern auch für die Kraft, die uns auf unserem Weg zum wahren Erfolg begleitet, uns inspiriert, unseren Leidenschaften zu folgen, und motiviert, für unsere Träume zu kämpfen.

Feierlichkeiten und Rituale

Im altrömischen Kalender war der März ursprünglich der erste Monat des Jahres. Der 1. März hatte daher mehrere wichtige Funktionen: Er markierte den Beginn des neuen Jahres, läutete die Militärsaison ein und signalisierte den Start der landwirtschaftlichen Aktivitäten. Die Feierlichkeiten an diesem Tag waren vielfältig und farbenfroh. Spezielle Priester des Mars führten einen Prozessionstanz durch die Straßen Roms auf. In altertümlichen Rüstungen gekleidet, trugen sie heilige Schilde und sangen das Carmen Saliare. Das Carmen Saliare war ein bedeutendes Kultlied im antiken Rom, das eng mit den Ritualen der Salii, einer speziellen Priesterschaft, verbunden war. Diese „Tanzpriester“ führten ihre Zeremonien im März und Oktober durch, wobei sie sich den Göttern Mars und Quirinus widmeten. Dieses Lied, eines der ältesten Zeugnisse lateinischer Sprache, bildete einen zentralen Bestandteil ihrer religiösen Praktiken und verband so Bewegung, Gesang und Verehrung zu einem eindrucksvollen rituellen Spektakel.

Das heilige Feuer Roms wurde erneuert, ein Symbol für Neuanfang und Reinigung.

Jeder Dienstag ist Mars-Tag

Interessanterweise war nicht nur der 1. März dem Mars gewidmet, sondern auch jeder Dienstag. Dies spiegelt sich noch heute in vielen Sprachen wider. Der deutsche Name „Dienstag“ leitet sich vom althochdeutschen „Ziestag“ ab, was wiederum auf den germanischen Kriegsgott Tyr zurückgeht, der dem römischen Mars entsprach. In romanischen Sprachen ist die Verbindung noch deutlicher: Französisch „Mardi“, Italienisch „Martedì“ oder Spanisch „Martes“ – alle diese Bezeichnungen für Dienstag gehen direkt auf „dies Martis“ (Tag des Mars) zurück.

Moderne Interpretation und Rituale

In der heutigen Zeit nutzen manche diesen Tag, um in einem besonderen Ritual rote Energie-Kerzen mit Mars-Kraft herzustellen.

Diese Zeremonie dient dazu, die kraftvolle Energie des Tages einzufangen und Mars mit Aufmerksamkeit zu ehren. Die so geweihten Kerzen können im Laufe des Jahres – immer Dienstags – als Begleiter dienen, um die Unterstützung von Mars in Zeiten der Zielverfolgung zu erbitten oder um Dankbarkeit für erreichte Erfolge auszudrücken. Denn Anerkennung und Dankbarkeit öffnen den Weg für weitere Triumphe, ganz im Sinne der vielschichtigen Kraft des Mars. Alternativ kann man an jedem Dienstag Mars mit einer roten Kerze um Unterstützung bitten, in die man sein Symbol eingeritzt hat.

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28. April – 4. Mai: Floralia – Fest zu Ehren von Flora

Floralia - Blütenregen

28. April – 4. Mai: Floralia – Fest zu Ehren von Flora

Die Floralia waren ein ausgelassenes und farbenprächtiges Fest, das die Lebensfreude und Fruchtbarkeit des Frühlings zelebrierte. Während dieser Tage legten die Menschen ihre üblichen weißen Gewänder ab und kleideten sich in leuchtenden Farben, die den erwachenden Frühling widerspiegelten. Blumenkränze schmückten ihre Köpfe, und überall in der Stadt erblühte eine Atmosphäre der Heiterkeit und des Vergnügens.

Besonders auffällig war die aktive Teilnahme der römischen Kurtisanen, die sich in den Feierlichkeiten hervortaten. Da die Göttin Flora nicht nur die Schutzpatronin der Blumen, sondern auch mit erotischer Fruchtbarkeit verbunden war, wurden die Floralia mit einer freizügigen und sinnlichen Stimmung verknüpft. Ausschweifungen waren ausdrücklich erwünscht, und so kam es zu ausgelassenen Trinkgelagen, ungestümen Tänzen und zahlreichen Spielen, die stark an die dionysischen Feste der Griechen erinnerten.

Höhepunkt der Feierlichkeiten war eine große öffentliche Zeremonie, bei der die Menschen sich versammelten, um gemeinsam das Ende des Winters und den Sieg des Frühlings zu feiern. In einem symbolischen Akt der Freude warfen sie Blumen und Blütenblätter in die Luft, sodass die Straßen und Plätze Roms in ein buntes Blütenmeer getaucht wurden – ein spektakulärer Anblick, der die Fülle und Schönheit der Natur zelebrierte.

    Die Floralia symbolisierten den Triumph des Frühlings über den Winter und sollten Glück und Fruchtbarkeit für die kommenden Monate sichern.

    Dieser Beitrag ist Teil der April-Ausgabe unseres
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    Glückstage und Feiertage im Juli – Übersicht

    Glückstage und Feiertage im Juli

    Neben den klassischen Feiertagen des Jahreskreises hat das Jahr viele Tage zu bieten, an denen verschiedenen Sitten, Überlieferungen oder Brauchtümern nach magische Feierlichkeiten stattfinden oder besondere Energien vorherrschen sollen. Die Liste dieser besonderen Tage und Glückstage im Juli wird laufend erweitert.

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