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Februar-Magie

Februar, der Monat der Reinigung

 

Der zweite Monat nach dem gregorianischen Kalender und der dritte Winter-Monat, verdankt seinen Namen wohl den großen Reinigungsfesten im Römischen Reich, welche in diesem Monat gefeiert wurden.

Obwohl die Herkunft des lateinischen Wortes febris unsicher ist, von dem wir Fieber, fieberhaft, fiebrig und im Englischen auch „Inbrunst“ (fervor) ableiten, so scheint es doch wahrscheinlich, dass es mit dem lateinischem februum „Reinigung“ und februare „Sühne“ zusammenhängt.

Auch der Name der Göttin Juno Februata (oft auch nur Februata genannt) leitet sich vom lateinischen Wort „febris“ ab – doch dazu später mehr.

Es ist der große Reinigungsmonat

Der Name der im Februar im Römischen Reich begangenen Reinigungsfeste lautet Februa (Reinigungs- oder Sühnemittel, Reinigungsopfer). Diese Feste wurden abgehalten, um die „Dämonen des Winters“ zu vertreiben.

In diesem Monat ist die energetische Reinigung der Räume und aller regelmäßig für die energetische Arbeit oder Rituale genutzten Gegenstände (Räucherschalen, Kessel, Besen, Athame etc.) üblich.

Die Stagnation des Winters vertreiben, die Blockaden auflösen und so den Freiraum für positive Veränderungen entstehen lassen. Dies kann beispielsweise mit viel Kerzenlicht oder mit passendem Räucherwerk geschehen.

Der bekannteste Feiertag im Februar: Valentinstag

In der Mitte des Monats beginnen viele Vögel ihre Paarungszeit. Dies wurde nicht erst im alten Rom beobachtet, aber spätestens zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich um diesen besonderen Zeitpunkt herum ein Festtag. In Rom zu Ehren der Göttin Juno Februata, der Göttin des Liebesfiebers, der orgiastischen Riten und der Leidenschaft der Liebe. Sie ist es, deren Ruf die Tiere aus dem Winterschlaf hervorbringt und die Paarungsrituale im Frühjahr zur Erhaltung der Arten anregt. Die Frauen brachten ihr die ersten Blumen des Jahres, als Opfergabe, um die Liebe in ihr Leben zu rufen, die Männer hingegen brachten den Frauen die Blumen, da diese als Vertreterin der Göttin galten.

Die ebenfalls um diesen Zeitpunkt herum gefeierten Luperkalien waren das Hauptfest des römischen Herdengottes Faunus, der den Beinamen Lupercus („Wolfsabwehrer“) führte. Alle Bräuche dieses Fruchtbarkeitsfestes deuten auf Befruchtung des Landes, der Stadt, ihrer Einwohner und ihrer Herden hin.

Wie es von diesen Festen der Sinnlichkeit zu der doch eher grausam anmutenden Geschichte des „Heiligen Valentin“ kam, erklären wir im ausführlichen Artikel zum Valentinstag. Hier sei nur gesagt, dass die Mitte des Monats Februar der Liebe und der Fruchtbarkeit gewidmet ist – egal unter welchem Namen!

Es ist der Zeitpunkt, um das Band zwischen Liebenden zu knüpfen, zu festigen oder zu erneuern. Daher sollte man diesen Tag miteinander zelebrieren. Sanftes Kerzenlicht mit duftenden Ölen, aromatisches Räucherwerk und anderes romantisches Zubehör bietet sich an, um ein kleines Fest der Liebe mit dem geliebten Menschen zu feiern. Besonders – aber nicht nur – wenn ein Kinderwunsch erfüllt werden soll.

Dieser Tag bedeutet so viel mehr, als man hinter dem kommerzialisierten Valentinstag der Neuzeit erwarten würde …

Auch eins der vier großen Mondfeste des Jahreskreises findet man im Februar: Imbolc

Dieses Fest (auch: Imbolg, Tag der Brigid) wird zwischen Sonnenuntergang und -aufgang gefeiert.

Es ist ein Fest der Reinigung und des Lichtes und wird mit Fackel-Festzügen und Kerzenlicht begangen. Von der katholischen Kirche wurde der Tag als Lichtmess übernommen – dem Tag, an dem die Kerzen geweiht werden.

Zu Ehren des Lichts (und ggf. der Göttin Brigid) werden Kerzen hergestellt oder verziert und für das kommende Jahr gesegnet.

So kann man etwa einfache weiße Kerzen mit Kerzenfarben passend zu den kommenden zwölf Monaten bemalen. Danach segnet man jede Kerze mit den angemessenen Worten.

Von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen sollte mindestens eine Kerze brennen gelassen werden, neben der traditionell eine Vase mit Schneeglöckchen steht. Ein weiterer Volksname für diese zarten Frühlingsboten ist nicht ohne Grund „Lichtmess-Glöckchen“.

Das Schneeglöckchen gilt in der Magie als ein Symbol der Hoffnung, des Trostes, der Reinigung und der Erneuerung. Die glockenförmige Blüte ist ein Versprechen der Natur, dass die kommende Frühjahressaison nun „eingeläutet“ wird.

In manchen Traditionen ist es Brauch, die brennende Kerze zuvor einmal durch das ganze Haus zu tragen, um den Segen überall zu verbreiten. In anderen Bräuchen entzündet man mit dieser Kerze eine weitere Kerze in jedem Raum. So unterschiedlich die Traditionen auch sind, das Licht von Kerzen gehört immer dazu.

Meistens wird Imbolc an dem kalendarischen / überlieferten Termin des 1. Februars gefeiert und dann entweder am Abend des 31. Januar in den 1. Februar hinein oder aus dem 1. in den 2. Februar hinein. Dieses Fest ist aber ein Mondfest und wird daher in vielen Traditionen nach dem Mondkalender oder rechnerisch gefeiert. Bei der Mondkalender-Berechnung entspricht Imbolc entweder dem Vollmond im Februar oder anderen Traditionen zufolge dem zunehmenden Halbmond im Februar, also 7 Tage vor dem Vollmond. Rechnerisch feiert man an dem genauen Mittelpunkt zwischen der Wintersonnenwende und der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche (2022: 4. Februar) und astronomisch, wenn die Sonne im Wassermann 15 Grad erreicht (2022: 3. Februar um 21:51 Uhr).

Mehr dazu finden Sie hier: „Jahreskreis-Fest Imbolc“.

Besondere Tage im Februar

1. Februar – Imbolc (auch: Imbolg, Tag der Brigid) [ℹ]
14. Februar – Valentinstag, Lupercalia, Juno Februata
16. Februar – Erstes Jahresfest der Göttin Hekate [ℹ]
26. Februar – Festtag der Göttin Hygieia [ℹ]

Der Mond im Februar

1. Februar (Dienstag)  Dunkelmond im Wassermann um 06:46 Uhr
16. Februar (Mittwoch) Vollmond im Löwen um 17:57 Uhr

Der Februar in der Magie - Magie der Monate - unten

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