Die Wirkung von Schokolade

Hernán Cortés brachte 1520 die Kakaosamen aus Mexiko nach Europa.
Die Trinkschokolade aus Wasser und gemahlenen Kakaobohnen war zunächst
nur dem Adel vorbehalten - doch dieser war nur schwer für diese bittere Sache
zu begeistern. Erst als man auf die Idee kam, die Mischung mit Honig und Sahne
zu verfeinern, begann der Schokoladen-Boom, der noch bis heute anhält.

Trotzdem war man der "braunen Brühe" gegenüber lange skeptisch.
Friedrich der Große verbot die Einfuhr von Kakaopulver wegen seiner
belebenden Wirkung, in Frankreich wurde das Getränk als "Glücksdroge"
gehandelt und Apotheker befanden das "Glückspulver" anfangs sogar
für gefährlich, verkauften es dann jedoch als eine Art Allheilmittel.

Tatsächlich enthält Kakao die Wirkstoffe Koffein und Theobromin -
beides anregende Wirkstoffe. Viel wichtiger ist aber, dass Schokolade
glücklich macht! Das ist auch wissenschaftlich bewiesen. Neben kleinen
Mengen an Endorphinen, körpereigenen Opiaten, enthält sie auch den
Botenstoff Serotonin. Dieser wird normalerweise bei Sonnenlicht gebildet.
Deshalb sind viele Menschen in den dunklen Wintermonaten schlecht gelaunt.
Eine leckere Trinkschokolade kann da so manches wieder ausgleichen.

Ist ein Mensch (frisch) verliebt, schüttet sein Körper Phenylethylamin aus.
Er wird euphorischer, glücklicher und auch schmerzunempfindlicher.
Stellt sich dagegen (Liebes-)kummer ein, so ist das genauer betrachtet
eine Entzugserscheinung dieses Stoffes. Schokolade enthält
Phenylethylamin und kann somit der Seele richtig gut tun.

Und selbst die oft erwähnte "negative Seite", der hohe Anteil von
Fett in Kakao und Schokolade, wurde wissenschaftlich untersucht.
Was dabei herauskam ist alles andere als abschreckend: Schokolade enthält
kein ungeliebtes Cholesterin. Das Fett des Kakaos - die Kakaobutter - führt
nicht zu einem Anstieg des schädlichen LDL-Cholesterins. Gesundheitlich positiv
wirkt zudem die einfach ungesättigte Ölsäure, die z.B. auch in Olivenöl vorkommt.