Häufig werden wir gefragt, wie denn der Ritualhonig hergestellt wird, den
wir so häufig erwähnen. Beispielsweise auch im Beitrag Wunschkerzenzauber.
Das ist ganz einfach und erfordert nur wenig Vorbereitung.

Als erstes muss man sich entscheiden, für welches Thema der Honig denn
gedacht sein soll. Also etwa für die Liebe oder für den beruflichen Erfolg usw.
Dann entscheidet man, welche Zutaten sich für dieses Thema eignen.
Jede Pflanze ist einem Planeten, einem Element, verschiedenen Anwendungs-
gebieten und oft auch einer oder mehrerer Gottheiten oder Energien zugeordnet. *
Nach welchem Aspekt man die Dinge auswählt ist dabei von den eigenen
Vorlieben abhängig. Für einen Liebeszauber eignen sich z.B. alle Venus-Pflanzen
oder alle Pflanzen des Elements Wasser oder alle Pflanzen die den Themen Liebe,
Leidenschaft, Sinnlichkeit, Treue zugeordnet sind usw.
Die Pflanzen sollten - besonders in den Sommermonaten - mindestens teilweise
frisch verwendet werden. Prinzipiell kann man aber auch getrocknete Blüten
und Kräuter und ätherische Öle nutzen. Getrocknete Kräuter müssen vor
der Verwendung im Mörser angestoßen und ggf. mit einigen Tropfen des
eigenen ätherischen Öls vermischt werden.
Ein klassisches Rezept für einen Liebeshonig beinhaltet z.B.
Frische Rosenblütenblätter, getrocknete Lavendelblüten, ätherisches
Lavendelöl, ätherisches Ylang-Ylang-Öl und eine Vanillestange.
Nach diesem Rezept stellt man einen Ritualhonig für Liebeszauber her, der
AUSSCHLIESSLICH der rituelle Verwendung auf Kerzen und in Zaubern dient.
Er ist NICHT zur innerlichen Anwendung gedacht!
Natürlich kann man auch Ritualhonig herstellen, der z.B. in Liebestränken
verwendet werden soll. Dann wählt man die Zutaten entsprechend aus dem
Bereich der Gewürze und Lebensmittel und verwendet KEINE ätherischen Öle!
Die frischen Zutaten werden mit einer Schere grob zerschnitten, getrocknete
Kräuter im Mörser angestoßen, alle Zutaten werden gut vermischt.
Nun füllt man einen Teil dieser Mischung in ein gut schließendes Konfitüre-
glas oder eine Weithalsflasche und übergiesst alles mit flüssigem Honig,
bis es gut bedeckt ist. Dann gibt man die nächste Schicht Kräuter dazu und
die nächste Schicht Honig darüber usw.
Das gut verschlossene Honigglas lässt man nun auf der Fensterbank in der
Sonne mindestens 4 Wochen lang stehen. Gelegentlich etwas schwenken oder
auf den Kopf stellen, damit alle Kräuter gut durchziehen.
Wenn man nur mit frischen Zutaten arbeitet und diese z.B. im Laufe des Jahres
nach und nach sammelt, dann kann auch immer wieder eine Schicht Kräuter
und Honig nachgefüllt werden, bis das Glas gefüllt ist. Die 4 Wochen gelten
dann ab der letzten Zugabe.
Akazien- / Robinien-Honig eignet sich für den Ritualhonig besonders,
denn diese Sorte bleibt besonders lange klar und flüssig.
Oft wird es empfohlen, das Gefäß außen mit Symbolen, Runen oder Worten
zu bemalen, die das Thema des Ritualhonigs noch einmal verfestigen.
Nach den 4 Wochen Wartezeit wird dann (bei zunehmendem Mond) eine
Kerze mit dem Honig bestrichen, auf dem Deckel des Honigglases befestigt
und dort als eine Art "Opfergabe" ganz abgebrannt.
Danach ist der Ritualhonig fertig zur weiteren Nutzung.
Verwendet wird der Ritualhonig weitestgehend, wie auch Ritualöle verwendet
werden. Also zum Salben von Kerzen und Gegenständen und zum Füllen von
"Witchbottles" etc. Oft dient Ritualhonig auch als Ersatz für Hexensalben.
Durch die klebrige Konsistenz ist der Ritualhonig besonders dafür geeignet,
(Wunsch-) Zettel an der Kerze eines Wunschkerzenzaubers zu befestigen.
Wahrscheinlich ebenfalls auf die klebrige Eigenschaft zurückzuführen ist der
Umstand, dass Ritualhonig - anders als Ritualöl - ausschließlich für anziehende
Rituale verwendet wird. ("Mit Honig fängt man ...")
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* Wir verwenden für diese Zuordnungen die Bücher von Scott Cunningham.
Besonders das Buch "Enzyklopädie der magischen Kräuter" ist immer hilfreich,
sehr übersichtlich und unglaublich umfangreich.

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