Justitia ist die römische Göttin des Rechts und der Gerechtigkeit.
Sie wird meist mit verbundenen Augen dargestellt, in einer Hand
eine Waage, in der anderen das Richtschwert. So wird verdeutlicht,
dass das Recht nach Abwägung der Sachlage (Waage) ohne Ansehen
der Person (Augenbinde) gesprochen und dann mit der nötigen
Härte (Richtschwert) durchgesetzt wird.
Wenn einem Unrecht widerfahren ist, so nimmt man eine violettfarbene
Kerze und ritzt in deren Fuß "iustitiae oculus" (Das Auge der Gerechtigkeit)
und legt einen Zettel unter die Kerze, auf dem die Ungerechtigkeit erklärt
wird. "Beweise" kann man ggf. zu der Kerze legen.
Diese Kerze brennt zu Ehren für Justitia dann
ganz ab und bittet so um ihren Richtspruch
in der Angelegenheit - und um Vergeltung.
Justitia gilt als gerecht aber hart. Wenn das
Unrecht eindeutig ist, dann wird sie dieses
vergelten. In welcher Form bleibt dabei
Justitia allein überlassen.
In diesem Ritual bittet man NICHT darum, dass
einem anderen etwas Schlechtes geschieht, man
lenkt keine negativen Energien gezielt auf einen
anderen Menschen, sondern nur auf das Unrecht!
Man schildert den Fall sachlich und begibt sich selbst ebenfalls in
die Hände Justitias. Der Zauber sollte also nur angewendet werden,
wenn man sich seiner Unschuld sicher ist und das Richten
durch Justitia nicht fürchten muss.
Denn Justita sorgt für Vergeltung des Unrechts und die
Vergeltung trifft den Verursacher des Unrechts - auch wenn dieser
identisch mit dem Kerzenentzünder ist.
Iustitia nemini neganda.
Gerechtigkeit darf niemandem verweigert werden.
Wer auf dem Gebiet der Rechtssprechung arbeitet (z.B. als Anwalt/Anwältin,
Richter/in etc.) oder in Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist, der sollte sich den
08. Januar vormerken - das ist der Tag der Justitia.

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