Monatsname: Huath - Hawthorn Moon

Der deutsche Name Weißdorn weist auf die Sproßdornen dieser Sträucher hin und
auf die weißen Blüten und die helle Rinde - im Gegensatz zu der auch Schwarzdorn
genannten Schlehe, die eine sehr dunkle, schwärzliche Rinde besitzt.
Der Weißdorn-Monat ist eine Zeit des Feuer-Elements, der männlichen Energie und
des allgemeinen Wachstums. So kurz nach dem Beltaine-Fest ist dies eine Zeit, in
der besonders die männliche Fruchtbarkeit stark ausgeprägt ist. Sollte man also
ein Kind empfangen wollen, so sollte man sich in diesem sechsten Monat des
keltischen Kalenders - auch Huath genannt - fleißig an die Arbeit machen.
In der Baummagie nimmt der Weißdorn eine besondere Stellung ein, da er nicht bei
anziehenden oder bittenden Ritualen verwendet werden sollte. Er bietet sich eher für
die beruhigenden und hilfesuchenden Zauber an, wann immer man energetische
Stolpersteine überwinden muss, die den eigenen magischen Weg blockieren.
Er bietet sich in solchen Situationen besonders für die Baummeditation an.
Man geht dafür zu einem Weißdorn und fragt ihn in Gedanken, ob er helfen möchte.
Dabei akzeptiere man die erste Antwort, die einem in den Sinn kommt. Wenn es ein
"Nein" ist, so muss man sich leider nach einem anderen Weißdorn umsehen.
Nun setzt man sich auf den Boden, mit Blick auf den Weißdorn. Ist es ein Busch, so
hält man mit jeder Hand vorsichtig einen der Äste, bei einem Baum kann fasst man
mit beiden Händen an den Stamm. Dann entspannt man sich und fühlt bewusst die
Erde unter sich und die Verbindung zum Baum. Sobald die eigenen Schwingungen in
der Ruhe und Meditation mit denen des Baums verschmelzen, beginnt ein wortloser
Austausch beginnt. Der Baum schenkt Kraft, Einsicht, hilft dabei Unveränderliches zu
akzeptieren, für anderes Auswege zu finden ... im Gegenzug gibt man Dankbarkeit
und Freude zurück.
Manchmal fühlt man regelrecht, wie die Energien aus dem Baum durch den einen Arm
in den eigenen Körper und durch den anderen Arm zurück in den Baum fließen. Man
darf diesen Austausch so lange genießen, wie man möchte. Wenn es genug ist, dann
löst man sich langsam und bedankt sich bei dem Baum. An einem heißen Sommertag
darf man ihm auch frisches Wasser als Trankopfer darbringen. Man darf den Baum so
oft besuchen, wie man mag. Braucht man nach einigen Besuchen keine weitere Hilfe
mehr und wird voraussichtlich nicht so schnell wiederkommen, so sollte man sich mit
einem letzten Besuch verabschieden.