Am 21.06. ist der Zeitpunkt des längsten Tages und der kürzesten Nacht des Jahres
gekommen. Die Sommersonnenwende ist eines der wichtigesten heidnischen Feste
und es ist eines der wenigen, welches bis heute noch weit verbreitet ist. Wenn auch
ganz unterschiedlich gefeiert, so erfreut sich die festliche Zusammenkunft an ganz
besonderen Plätzen im Freien, zu einem großen Sommersonnenwende-Feuer, noch
immer großer Beliebtheit.
Das Fest der Sommersonnenwende hat sehr viele Aspekte und Traditionen.
Sicher ist: die Sonnenwende war schon in vorchristlicher Zeit ein bedeutendes Fest.
Wenn Sie die Sommersonnenwende mit Feuer feiern möchten, dann
machen Sie sich rechtzeitig Gedanken um die Auswahl des Platzes!
Ein Feuer zu entzünden ist nicht überall erlaubt und so richtet sich die Größe des Feuers
vor allem nach den speziellen örtlichen Begebenheiten. Man sollte dabei aber auch im
Sinn behalten, dass später über das Feuer gesprungen werden soll!
Wünscht man einen Schutzkreis um die Feuerstelle, so kann man diesen beispiels-
weise mit Blumen, Blüten, Kräutern oder Kerzen symbolisieren. Auch die Himmels-
richtungen sollten durch Kerzen oder Fackeln markiert werden. Das Entzünden des
Feuers stellt den Beginn der Festivitäten dar.
Die Sonnenwende ist der richtige Zeitpunkt, um Wünsche zu äußern und
schlechte Angewohnheiten oder negative Einflüsse hinter sich zu lassen.
Sie soll ein Wendepunkt sein, an dem wir mit alten Dingen abschließen und der
Zukunft optimistisch entgegensehen. Symbolische Gegenstände oder "Abschieds-
listen" auf Ritualpapier werden ins Feuer geworfen, um uns von den Dingen zu
befreien die auf ihnen niedergeschrieben wurden.
Zum Wunsch nach positiver Veränderung gehört natürlich auch das Danken.
Dafür sollte jeder der dem Feuer seine Lasten zum "Verspeisen" gegeben hat auch
ein Feueropfer darbringen. Etwa kleine Kränze aus getrockneten Blumen oder aus
Kräutern, Girlanden gebastelt aus buntem Papier oder ähnliches.
Ausgewählt mit Liebe, hergestellt mit den eigenen Händen!
Wenn alle dann dem Feuer ihre Ehre erbracht haben, so ist es Zeit für den
Sprung über das Feuer. Paare springen gemeinsam über das Feuer, das
stärkt die Beziehung. Beim Sprung gilt aber für jeden, dass er/sie sich hierbei
eine positive Veränderung wünschen sollte.
Danach beginnt das Festmahl. Auch hier gilt: man sollte so viel wie möglich selber
backen/kochen/herstellen. Kuchen und Wein sollten auf jeden Fall gereicht werden,
ansonsten ist dieser Teil ganz dem eigenen Geschmack überlassen.
Man kann das Fest auch mit seinem keltischen Namen "Alban Heruin" bezeichnen,
passend zu den keltischen Namen "Alban Elued" für die Herbst-Tag-und-Nacht-
Gleiche, "Alban Eiler" für die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche und "Alban Arthuan"
für die Wintersonnenwende. Ein anderer häufig verwendeter Name ist "Litha".

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